Saltigo: Intelligentes Custom Manufacturing

„Der Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten liegt beim Custom Manufacturing, speziell für die agrochemische Industrie. Damit waren wir in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und blicken auch zuversichtlich in die Zukunft”, betont Jörg Schneider, Marketingleiter der Saltigo, Leverkusen, anlässlich der diesjährigen Chemspec Europe. Die Messe rund um Fein- und Spezialchemie findet bereits zum 30. Mal statt – in diesem Jahr vom 24. bis 25. Juni in Köln. Schneider ist ebenso überzeugt, dass Know-how, Erfahrung und technische Möglichkeiten des Unternehmens auch in anderen Branchen Nutzen stiften können. „Wann immer es darum geht, niedermolekulare chemische Substanzen im Pilot- oder Produktionsmaßstab in hoher Qualität zuverlässig und wettbewerbsfähig bereitzustellen, lohnt es sich, uns anzusprechen“, erklärt er.

Die Tochtergesellschaft von Lanxess bietet außerdem nicht exklusiv produzierte, so genannte Multi-Customer-Produkte. Dazu zählen Amine, Heterocyclen, Phosphanliganden für die homogene Katalyse sowie diverse Phosgenderivate, vor allem Chlorformiate. Auch das verbreitet eingesetzte, sehr wirkungsvolle und von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Insektenrepellent empfohlene Saltidin ist eines dieser Multi-Customer-Produkte.

Wettbewerbsvorteile für Kunden erschließen
Was Saltigo als Custom Manufacturing-Partner leisten kann, geht weit über die Durchführung chemischer Synthesen hinaus. Das Angebot individuell konfigurierbarer Dienstleistungspakete reicht von der Beratung im Vorfeld über ein professionelles, kontinuierliches Projektmanagement bis hin zur Unterstützung bei der Validierung von Prozessen oder bei der Registrierung von Substanzen gemäß unterschiedlicher nationaler oder internationaler Regelwerke, etwa der REACh-Verordnung oder der Biozidrichtlinie der EU. Mehrere erfolgreich bestandene FDA-Audits im Pharma-Segment unterstreichen ebenfalls die langjährige Erfahrung und Kompetenz von Saltigo.

„Den in der Regel bedeutendsten Nutzen können wir unseren Kunden bieten, indem wir ein ‚intelligentes’ Produktionsverfahren, also einen nach allen Regeln der Kunst optimierten Weg zum Zielmolekül aufzeigen, ihn entwickeln und dann auch beschreiten“, sagt Schneider.

Der so erzielte Vorsprung - zum Beispiel im Hinblick auf die Zeit bis zur Markteinführung eines neuen Produkts - kann unmittelbar einen Wettbewerbsvorteil für den Kunden erschließen.

Ein aktuelles Projektbeispiel gibt die Exklusivsynthese eines pharmazeutischen Wirkstoffs unter CGMP-Bedingungen. Damit wird derzeit die Markteinführung eines neuen Medikaments vorbereitet, die voraussichtlich im 4. Quartal 2015 erfolgen wird. „Die in dieser Phase benötigten, bedeutenden Wirkstoffmengen können wir in unseren Anlagen optimal und damit zu sehr attraktiven Konditionen produzieren“, erklärt Dirk Sandri, Head of Fine Chemicals bei Saltigo, der zugleich das Pharmageschäft betreut.

Kein Widerspruch: nachhaltig & ökonomisch
Was einen optimalen Syntheseweg ausmacht, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. Gelingt es zum Beispiel, Lösemittel und andere Hilfsstoffe sowie Energie sparsam einzusetzen und gegebenenfalls zurückzugewinnen, die Raum-Zeit-Ausbeute ohne Qualitätseinbußen zu steigern und dabei sogar noch weniger Nebenprodukte zu erzeugen, deren Entsorgung weitere Kosten verursachen würde, dann bedeuten Ressourcenschonung und Umweltschutz zugleich auch einen ökonomischen Vorteil. Gleiches gilt, wenn eine Synthese in wenigen, einfachen Schritten gelingt, ohne teure Spezialapparate, ohne komplizierte Reinigungsoperationen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass Saltigo mit seinen Anlagen im Chempark an den Standorten Leverkusen und Dormagen optimal in ein hoch entwickeltes Verbundnetzwerk eingebunden ist und so unter anderem über zuverlässige Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten „vor der Haustür“ verfügt. „Es liegt auf der Hand, dass sich ausbeuteoptimierte Verfahren und Verbundstrukturen besonders dann auszahlen, wenn es um große Produktionsvolumina geht, etwa in der Agro- oder Feinchemie“, erläutert Sandri. Bei Lösemitteln, stationären Phasen in der Chromatographie oder chiralen Hilfsstoffen für die asymmetrische Synthese könne es sich zudem lohnen, über Recycling und eine erneute Verwendung nachzudenken, so Sandri weiter.

Verfahren nach Maß
Das Unternehmen kann zudem auf ein erfahrenes Expertenteam für Prozessentwicklung und -optimierung bauen. In hoch modernen Laboratorien und Technika mit modernsten Methoden, Geräten und Anlagen arbeitet man daran, neue Verfahren zu entwickeln und existierende „Technical Packages“ zu verbessern, um gezielt auf die jeweiligen Kundenanforderungen einzugehen. Dr. Jörg Mohr, Leiter Process Development & Analytics im Bereich Operations erläutert: „Wir können zum Beispiel Aufarbeitungssequenzen verbessern und vereinfachen, sodass auch größere Produktmengen rasch zur Verfügung stehen, etwa für Feldversuche oder die klinische Prüfung eines Wirkstoffs.“ Ebenso – gegebenenfalls auch parallel dazu – können die Ausbeuten der einzelnen Reaktionsschritte optimiert werden. „Mehr Produkt in kürzerer Zeit: das ist eine Investition, die sich für unsere Kunden gleich mehrfach auszahlt und zugleich eine Fähigkeit, die für Saltigo einen wertvollen Differenzierungsfaktor darstellt“, fasst Mohr zusammen.
 

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