Shared-Mobility-Konzepte werden immer weiter ausgebaut

  • Frank Reuter, Director OEM Management &  Anwendungsentwicklung Automotive, Celanese Engineered MaterialsFrank Reuter, Director OEM Management & Anwendungsentwicklung Automotive, Celanese Engineered Materials

Mit Blick auf unsere Straßen der Zukunft zeichnen sich schon jetzt fünf große Bereiche ab, die für unsere Mobilität wichtig sein werden: Elektrifizierung, Automatisierung, Connected Cars, Shared Mobility und Nachhaltigkeit.

Durch die Elektrifizierung des Antriebs werden auf unseren Straßen wesentlich mehr Hybride und rein elektrische Fahrzeuge unterwegs sein. Gleichzeitig wird das Fahren immer mehr automatisiert. Schon jetzt gibt es im Auto rund 60 Funktionen, die wir gar nicht alle kennen, die aber dafür sorgen, dass wir uns möglichst sicher im Verkehr bewegen. Dazu gehören Spurhalteassistenten, Abstandshalter oder Einparkhilfen. Das vollautomatisierte Fahren ist allerdings sehr teuer und technisch höchst aufwändig. Daher wird es primär erstmal dort eingesetzt werden, wo es sich lohnt, z. B. beim Güterverkehr. Eine verstärkte Automatisierung bedeutet auch, dass Sensoren hochgradig präzise arbeiten müssen. Schon jetzt fahren in den neuesten Modellen bspw. verschiedene Radarsysteme im Auto mit, um z. B. eine Kollision zu vermeiden.

Die Autos der Zukunft werden wesentlich mehr mit ihrer Umgebung kommunizieren.

Die Autos der Zukunft werden wesentlich mehr mit ihrer Umgebung kommunizieren, z. B. Fahrzeuge untereinander oder das Auto mit den Ampeln entlang der Strecke – daher der Begriff Connected Cars. Durch diese Vernetzung lassen sich z. B. der Verkehrsfluss besser steuern und Staus regulieren. Gleichzeitig ähneln Fahrzeuge der Zukunft immer mehr einem Smartphone: Die Interaktion des Fahrers mit dem Bordcomputer wird einfacher, bspw. bei der Navigation per Sprachsteuerung.
Gerade in Ballungszentren werden Shared-Mobility-Konzepte immer weiter ausgebaut werden. Wenn Autos am Tag mehrmals den Nutzer wechseln, bringt das ganz neue Anforderungen z. B. an die Kunststoffe der Innenverkleidung mit sich: Oberflächen wie das Armaturenbrett müssen strapazierfähiger sein, wenn sie den ein oder anderen Kratzer abbekommen. Und wenn das Lenkrad immer wieder von neuen Händen angefasst wird, ist auch Hygiene ein wichtiges Thema: Eine innovative Lösung sind antimikrobielle Kunststoffe, die einen Großteil der Mikroben an der Oberfläche abtöten können.

Bei der Produktion von Materialien wie diesen achten Hersteller mit Blick auf die Nachhaltigkeit immer stärker darauf, dass Rezyklate, nachwachsende Rohstoffe oder Naturfasern eingesetzt werden.

Unser Standort in Wehr (Schwarzwald) recycelt  z. B. Faser- und Airbag-Abfälle aus Polyamid zu Zwischenprodukten und stellt aus diesen Kunststoffgranulat mit verschiedenen Zusatzstoffen her, die ebenfalls im E-Auto eingesetzt werden.
Derzeit konzentrieren wir uns bei unseren Lösungen primär auf Personenfahrzeuge, z. B. auf Anwendungen im Elektroauto. Auch hierbei gibt es eine ganze Bandbreite neuer Anforderungen:
Da Batterie und Elektromotor Wärme erzeugen, müssen Kunststoffe temperaturbeständig sein, elektrisch isolierend wirken (um Kurzschlüsse zu verhindern) und gegenüber Kühlmedien der Batterie besonders beständig sein.
Je nach Endanwendungen müssen Polymere Wärme aufnehmen und ableiten können, damit sich diese nicht staut.
Da elektrische Energie immer ein Magnetfeld erzeugt, geschieht dies auch im E-Auto. Damit dies nicht zu Störungen, müssen Kunststoffe wie ein elektromagnetischer Schutzschild fungieren.

Einige unserer Kunststoffe sind bereits inhärent flammbeständig, bei anderen sorgen Zusatzstoffe dafür, dass sie diese Eigenschaft erhalten.
Um Fahrzeuge stabil, aber gleichzeitig leichter zu bauen, setzen Autohersteller verstärkt Verbundwerkstoffe (Composites) oder langfaserverstärkte Thermoplaste ein. Celanese bietet hier  z. B. den mit Glasfaser verstärkten Kunststoff Celstran LFRT.
Auf Grund unseres großen Portfolios und unserer breitgefächerten Kompetenz bei der Bauteilentwicklung können wir Fahrzeughersteller und Zulieferer der Automobilindustrie bei ganz verschiedenen Anwendungen unterstützen. Unsere Kunststoffe fahren so z. B. in Form von Halterungen für Brennstoffzellen, Elektronik- oder Batteriegehäusen, Hochvoltsteckverbindern, Gaspedalen oder Komponenten des Elektromotors im Auto mit.

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Celanese
Brüningstr.
Frankfurt
Germany
Telefon: +49 069 305 0

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