Wasserstoff: Energieträger der Zukunft

  • Kürzlich hat Linde sein Test-und Entwicklungszentrum in Unterschleißheim zu einer weiteren öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle umgerüstet, an der Brennstoffzellen-Fahrzeuge nun mit H2 betankt werden können.Kürzlich hat Linde sein Test-und Entwicklungszentrum in Unterschleißheim zu einer weiteren öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle umgerüstet, an der Brennstoffzellen-Fahrzeuge nun mit H2 betankt werden können.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos Mitte Januar haben 13 Unternehmen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie den Hydrogen Council ins Leben gerufen. Die erste globale Initiative ihrer Art hat sich vorgenommen, Wasserstoff (H2) als eine der zentralen Lösungen für die Energiewende zu etablieren. Der vielseitige Energieträger setzt bei seiner Nutzung kein Kohlendioxid (CO2) frei und kann so eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer sauberen Energiezukunft spielen.

Der Hydrogen Council besteht derzeit aus den CEOs und Vorsitzenden von Air Liquide, Alstom, Anglo American, BMW, Daimler, ENGIE, Honda, Hyundai, Kawasaki, Shell, Linde, Total und Toyota. Die Gruppe will dazu beitragen, das ehrgeizige Ziel aus dem Pariser Abkommen von 2015 zu erreichen, die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen.

In Davos bekräftigten die Mitglieder des Hydrogen Council ihre Absicht, ihre erheblichen Investitionen in die Entwicklung und Kommerzialisierung von Wasserstoff und Brennstoffzellen (kleines Foto), die sich aktuell auf insgesamt rund 1,4 Mrd. EUR pro Jahr belaufen, auszubauen.

„Die beachtlichen Fortschritte der letzten Jahre in der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie haben den viel zitierten ‚Energieträger der Zukunft‘ endlich Wirklichkeit werden lassen. Jetzt liegt es an uns – der Industrie, der Politik und den Kunden –, das volle Potenzial dieser klimafreundlichen Technologien zu nutzen“, sagte Linde-Vorstandschef Prof. Aldo Belloni.

Wasserstoff habe nicht nur das Potenzial, unsere Mobilität zu revolutionieren, sondern könne auch den Übergang zu einer CO2-armen Gesellschaft über verschiedene Industrien und die gesamte Wertschöpfungskette hinweg maßgeblich vorantreiben, ist sich Toyota-Chef Takeshi Uchiyamada sicher.

Wasserstoff ist ein vielseitiger und sauberer Energieträger, der sich u.a. als Brennstoff zur Stromerzeugung eignet.

H2 lässt sich aus (regenerativem) Strom und CO2-reduzierten fossilen Brennstoffen gewinnen, bei hoher Energiedichte als Flüssigkeit oder Gas speichern und transportieren und in Brennstoffzellen eingesetzen. Durch seine Vielseitigkeit kann Wasserstoff eine Schlüsselrolle für die Industrie, den Transport und den privaten Bereich sowie für die Speicherung erneuerbarer fluktuierender Energiequellen spielen und eine praktikable Lösung für die Herausforderungen der Energiewende bieten.

Saubere Energie

Wasserstoff könnte der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen. Denn in H2-betriebenen Fahrzeugen reagieren Wasserstoff und Sauerstoff in einer Brennstoffzelle, die die bei dem chemischen Prozess freiwerdende Energie als Strom an einen Elektromotor abgibt – ohne schädliche Emissionen, aber mit einem hohen Systemwirkungsgrad von bis zu 65 %. Im Gegensatz zu batteriegeladenen Elektroautos benötigen Wasserstoffautos keine langen Ladezeiten und erzielen mit einer Tankfüllung hohe Reichweiten.

Essentiell für die Alltagstauglichkeit ist aber der Aufbau einer flächendeckenden H2-Infrastruktur. Die Gaseproduzenten Air Liquide, Linde und Westfalen – Industriepartner der 2002 gegründeten Clean Energy Partnership (CEP) –treiben den Ausbau des Tankstellennetzes voran. Kürzlich hat Linde sein Test-und Entwicklungszentrum in Unterschleißheim zu einer weiteren öffentlichen Wasserstoff-Tankstelle umgerüstet, an der Brennstoffzellen-Fahrzeuge nun mit H2 betankt werden können. (mr)

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80331 München
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