Glaskugeln für chirale Trennungen

Enantiomerenreine Anästhetika könnten gegenüber den bisher verwendeten Racematen Vorteile bieten. Ihre Trennung gelingt mithilfe chiraler Selektoren auf maßgeschneiderten kugelförmigen Trägermaterialien. Poröse Gläser, deren Textureigenschaften gezielt einstellbar sind, eignen sich dafür besonders. Bisher gibt es jedoch nur wenige Beispiele zur Herstellung poröser Gläser in Kugelform. In einer Studie gelang dies auf zwei Wegen: Mittels einer speziell konstruierten Wirbelschichtapparatur sind Kugeln von 40 bis 400 µm Durchmesser zugänglich; größere poröse Glaskugeln mit Durchmessern von 2 bis 4 mm – der für technische Adsorptionsprozesse relevante Bereich – ließen sich durch ionotrope Gelierung mit anschließender Kalzinierung synthetisieren. Zur Erzeugung von Core-Shell-Kugeln wurden erstmals Ionenaustausch und Phasenseparation in Alkaliborosilikatgläsern kombiniert. So ließ sich eine kontrollierbare mesoporöse Schicht an der Oberfläche unporöser Alkaliborosilikatglaskugeln erzeugen.

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DOI: 10.1002/cite.201600010
Maximilian Münzner, Universität Leipzig
maximilian.muenzner@uni-leipzig.de

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