Schweizer Unternehmen im Kampf gegen das Coronavirus

Forschung und Entwicklung an Medikamenten und Tests laufen auf Hochdruck

  • Roche hat einen hochautomatisierten Coronatest entwickelt und die Produktion hochgefahren, um die hohe Nachfrage abdecken zu können. © RocheRoche hat einen hochautomatisierten Coronatest entwickelt und die Produktion hochgefahren, um die hohe Nachfrage abdecken zu können. © Roche

Scienceindustries ist der Schweizer Wirtschaftsverband Chemie Pharma Life Sciences. Diese forschenden Industrien sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Bekämpfung der Coronavirus-/Covid-19-Pandemie bewusst und unterstützen die vom Bundesrat getroffenen Maßnahmen, auch wenn diese für die Wirtschaft einschneidend sind.

Die Mitglieder von Scienceindustries bieten in dieser für die Schweiz und die Welt schwierigen Situation Lösungen an. Sie forschen und arbeiten mit Hochdruck an neuen Testverfahren, Impfstoffen, Arzneimitteln und Schutzmaterial im Kampf gegen das Coronavirus. Dazu müssen sie unter allen Umständen weiter produzieren können. Die Solidarität der Mitgliedsfirmen mit der Schweizer Bevölkerung ist spürbar. Die Hoffnungen liegen hierbei insbesondere auf Medikamenten, die bereits für andere Krankheiten zugelassen und möglicherweise auch bei Covid-19 wirksam sind. Dies wäre in der Bekämpfung der Pandemie zeitlich eine signifikante Hilfe, da eine Neuentwicklung eines Arzneimittels Jahre dauern kann.

Forschung und Entwicklung an Medikamenten und Tests laufen auf Hochdruck
Gilead Sciences forscht an seinem Wirkstoff Remdesivir, einem möglichen Medikament gegen den Covid-19-Virus. Es befindet sich in der zweiten klinischen Testphase und wurde ursprünglich im Kampf gegen Ebola entwickelt.

Auch die Basler Pharmakonzerne arbeiten derweil an Arzneimitteln gegen das Virus. Novartis steckt insbesondere Hoffnungen in sein Malariamedikament Hydroxychloroquin. Präklinische Tests sowie erste Daten aus klinischen Studien zeigen, dass das Medikament gegen das Coronavirus wirkt. Novartis wie auch Bayer spendeten ihre Präparate, die bei der Malaria Therapie und Prophylaxe zur Anwendung kommen, in die USA. Würde das Arzneimittel Wirkung zeigen, haben sich beide Firmen bereit erklärt, Millionen von Dosen zu spenden. Auch Roche hat für ihr Medikament Actemra eine klinische Studie gestartet. Hier liegen ebenfalls große Hoffnungen, dass es sich als Behandlung gegen das Virus eignen könnte.

Außerdem hat Roche einen hochautomatisierten Coronatest entwickelt und die Produktion hochgefahren, um die hohe Nachfrage abdecken zu können.

So können in den USA kurzfristig 1.4 Mio. Tests durchgeführt werden. Die Datengrundlage wird dadurch enorm verbessert. Die freiwerdenden Ressourcen durch die automatisierten Tests stehen nun für die Pflege der Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

Industrie versorgt Gesundheitseinrichtungen mit Schutzmaterial und Desinfektionsmittel
Syngenta liefert in Zusammenarbeit mit Huntsman 50 t Desinfektionsmittel an Krankenhäuser und Apotheken. Auch Lonza und Siegfried produzieren größere Mengen Desinfektionsmittel und stellen diese Spitälern und Altersheimen zur Verfügung. Dies oft kostenlos oder zu Selbstkostenpreisen.

Das KMU HeiQ aus Schlieren, ein Innovator im Textilbereich, hat eine Behandlungsmethode für Textilien mit antiviraler und antimikrobieller Wirkung entwickelt. Masken und andere behandelte Textilien wie Schutzanzüge halten das Virus ab und sind damit viel effektiver als herkömmliche Schutzmaterialien.

Verschiedene Mitglieder wie der Hersteller von Aromen und Duftstoffen Givaudan, wie auch die beiden Basler Konzerne Novartis und Roche, spenden große Summen, um die Schweiz und die Welt in der Coronakrise zu unterstützen. So werden die medizinische Versorgung, die Logistik sowie Lieferanten und Kunden unterstützt.

Mitgliedsfirmen sind systemrelevant
Unsere Industrien versorgen im Kampf gegen Covid-19 Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler oder Apotheken schnellstmöglich mit den benötigten Arzneimitteln, Schutzausrüstungen wie Masken sowie mit Desinfektionsmitteln. Aber auch Natronlauge, ein Nebenprodukt, das in der CABB im Rahmen deren Chlorproduktion anfällt, ist bspw. für den Betrieb von Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen und damit für die Hygiene unverzichtbar.

Die Wertschöpfungskette dieser Industrien ist systemrelevant wie diese Beispiele zeigen und darf deshalb unter keinen Umständen eingeschränkt werden. Die Produktion muss aus gesundheitspolitischen und volkswirtschaftlichen Überlegungen zwingend unter allen Umständen sichergestellt bleiben. Dies für Land und Leute in der Schweiz von heute und morgen.

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