Am Chemiestandort Leuna wurde ein Energieeffizienz-Netzwerk gegründet

  • BU: Während einer Besichtigung des Kraftwerkes erläutert Geschäftsführer Christof Günther (Mitte) den Energieverbund am Chemiestandort Leuna. Foto: Egbert SchmidtBU: Während einer Besichtigung des Kraftwerkes erläutert Geschäftsführer Christof Günther (Mitte) den Energieverbund am Chemiestandort Leuna. Foto: Egbert Schmidt

Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein zentrales Ziel der Energiewende. Für eine wettbewerbsfähige Produktion am Chemiestandort Leuna ist Energieeffizienz von existenzieller Bedeutung. Die InfraLeuna als Energiedienstleister des Chemiestandortes sieht sich dabei in einer besonderen Verantwortung. Sie hat als Netzwerkträger deshalb das „Energieeffizienz-Netzwerk Chemiestandort Leuna“ initiiert. Grundlage für dieses Netzwerk ist die im Dezember 2014 von der Bundesregierung  mit den führenden Wirtschaftsverbänden vereinbarte Initiative zur Bildung von 500 neuen Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland. 

Im Beisein von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, fand im April die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung statt. „In punkto Energieeffizienz nimmt unser Standort bereits heute eine internationale Spitzenposition ein. Durch die enge Zusammenarbeit im neuen Netzwerk werden wir diese Position gemeinsam ausbauen.“, so Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft und Sprecher für Energiefragen des Landesverbandes Nordost des Verbandes der Chemischen Industrie. Der neue Zusammenschluss kombiniere die Stärken aller Partner aus Wissenschaft, energieintensiver Industrie und Energiewirtschaft, unterstrich Günther. Ministerpräsident Haseloff befürwortete die Gründung als förderlich für die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur der beteiligten Unternehmen, sondern auch für die Gesamtwirtschaft des Bundeslandes. „Die Bundesregierung begrüßt, dass sich die Unternehmen in Leuna als Vorreiter zu einem der ersten Netzwerke zusammenschließen.“, sagte Thorsten Herdan, Abteilungsleiter beim Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, anlässlich der Gründungsveranstaltung.

Die Netzwerkpartner sind 15 energieintensive Produzenten des Chemiestandortes. „Als ein Unternehmen, das mit besonders energieintensiven Prozessen umgeht, ist es uns sozusagen in die Wiege gelegt, effizientes Energiemanagement als prioritäre Aufgabe und auch als Wettbewerbsfaktor zu sehen“, betont Reinhard Kroll, Geschäftsführer der Total Raffinerie Mitteldeutschland.

„Aus Erfahrung wissen wir, dass es immer auch Synergien gibt, wenn lokale Arbeit in Netzwerke integriert wird. Deshalb wird der Austausch von Erfahrungen und Wissen ganz sicher für alle Beteiligten positive Effekte generieren. Der Schritt passt perfekt in die Kampagne der Gruppe Total ‚Committed to better energy‘, die auch den schonenden Umgang mit Ressourcen beinhaltet.“ Der Kanzler der Hochschule Merseburg, Dr. Ulrich Müller, freut sich ebenfalls, „da das Netzwerk sowohl in der Lehre, als auch in der angewandten Forschung dem Thema Energieeffizienz besondere Bedeutung beimisst.“ Die Hochschule Merseburg ist Moderator und fachlicher Begleiter der Netzwerkarbeit.

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