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Bundesverwaltungsgericht befasst sich mit Godorfer Hafen

03.09.2014 -

Der geplante Ausbau des Hafens in Köln-Godorf ist im kommenden Jahr Thema vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Als Termin für die mündliche Verhandlung hat der 7. Senat des Gerichts den 19. Februar 2015 anberaumt. Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) beabsichtigt, den Godorfer Hafen um ein viertes Hafenbecken mit vier Anlegestellen, einem trimodalen Containerterminal sowie einem Terminal für Schütt-und Stückgut zu erweitern.

Die Planfeststellung für den Hafenausbau aus dem Jahre 2006 wurde 2009 aus formalen Gründen vom Verwaltungsgericht Köln aufgehoben. Seitdem ruht der Bau. Nachdem dieses Urteil 2010 vom Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt worden war, hat die HGK beim Bundesverwaltungsgericht ein Revisionsverfahren eingeleitet, das sich gegen die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses wendet. Unabhängig vom Ausgang dieses Gerichtsverfahrens bearbeitet die Stadt Köln zwei Bauleitverfahren für die Hafenerweiterung mit dem Ziel einer Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans. Die hierfür erforderlichen gutachterlichen Untersuchungen dauern zurzeit noch an.

 

 

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist eine Tochtergesellschaft unter dem Dach des Stadtwerke Köln Konzerns. Über die Beteiligung am Logistikunternehmen RheinCargo ist die HGK einer der größten Binnenhafenbetreiber Europas und das größte deutsche Privatunternehmen im Schienengüterverkehr. Mit einer eigenen Lok- und Waggonwerkstatt, 100 km eigener Gleise sowie 66 Gleisanschlüssen gehört die HGK zu den wichtigsten deutschen Eisenbahnunternehmen. Das Geschäftsjahr 2013 ist für die HGK gut verlaufen. „Trotz eines schwierigen Marktumfeldes ist es uns gelungen, eines der besten Unternehmensergebnisse seit Gründung zu erwirtschaften. Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, die diesen Erfolg mit ihrem persönlichen Einsatz ermöglicht haben", betonen die HGK-Vorstände Horst Leonhardt und Uwe Wedig.  

Als Logistikdienstleister stehe die HGK in einem harten Wettbewerb und könne nur durch stetige Veränderung am Markt erfolgreich bleiben, erläutert Vorstandssprecher Horst Leonhardt. Ein wichtiger Schritt dabei war die Gründung der RheinCargo im August 2012. Das Gemeinschaftsunternehmen der HGK und der Neuss-Düsseldorfer Häfen, in dem das operative Geschäft der Häfen und der Gütereisenbahn gebündelt ist, konnte seine Leistungsumfänge 2013 zum Teil erheblich ausbauen. In den Kölner Häfen lag der Gesamtumschlag mit rund 14 Mio. t nur knapp unter den Rekordwerten des Vorjahres. Im Eisenbahngüterverkehr steigerte Rhein-Cargo die transportierte Menge auf rund 24 Mio. t (plus 13,3 %). Auch das Massengut-Logistikunternehmen HTAG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HGK, legte bei Umschlag und Transport zu.

Unterm Strich schloss die HGK das Jahr 2013 mit einem Gewinn von 5,96 Mio. € ab.