Chemie trifft Digital im Chempark Dormagen

ChemTech Innovation Night: Besucher stiegen einer Anlage mit dem digitalen Zwilling auf’s Dach

  • Zufriedene Pitcher und ChemLab-Förderer bei der ChemTech Innovation Night: Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart (5.v.l.) mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (5.v.r.), Kreisdirektor Dirk Brügge (l.), Bürgermeister Erik Lierenfeld (3.v.l.), Günther Hilken (2.v.r.),  Alexander Wagner (2.v.l.), Mark Mätschke (3.v.r., alle Currenta) sowie Maria Hertleif (4.v.l.), Klemens Gaida (4.v.r.) und Peter Hornik (r., alle Digihub).Zufriedene Pitcher und ChemLab-Förderer bei der ChemTech Innovation Night: Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart (5.v.l.) mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (5.v.r.), Kreisdirektor Dirk Brügge (l.), Bürgermeister Erik Lierenfeld (3.v.l.), Günther Hilken (2.v.r.), Alexander Wagner (2.v.l.), Mark Mätschke (3.v.r., alle Currenta) sowie Maria Hertleif (4.v.l.), Klemens Gaida (4.v.r.) und Peter Hornik (r., alle Digihub).

Zu einer Begegnung zweier Branchen in einer ungewöhnlichen Location – nämlich in der Fahrzeughalle der Dormagener Werkfeuerwehr – kam es bei der ChemTech Innovation Night Ende März. „Chemie trifft Digital. Big Data formt die Industrie 4.0. Und die Datenströme fließen auch im Chempark“, so begrüßte Günter Hilken, Chef des Standortbetreibers Currenta, die rund 170 Besucher. Initiiert von der Netzwerkschmiede Digihub sowie den Wirtschaftsförderungen des Rhein-Kreises Neuss und der Stadt Dormagen pitchten hier Start-ups, Wissenschaftler und Unternehmer ihre digitalen Innovationen. Mission des Abends: Aktuelle Trends und digitale Innovationen für die Chemiebranche erlebbar machen.

Als Keynote-Speaker gab der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart wichtige Impulse: „Wenn wir über Digitalisierung und Industrie 4.0 sprechen, denken wir viel zu spät an die Chemie. Das ist ein Fehler, denn sie ist bereits heute durch einen hohen Automatisierungsgrad geprägt. Die ChemTech Innovation Night zeigt auch, wie attraktiv und modern die Chemiebranche ist.“ In 10-Minuten-Slots veranschaulichten anschließend acht „Innovation Pitches“, wie digitale Technologien helfen können, Abläufe in chemischen Unternehmen nachhaltiger und effizienter zu gestalten.

Mark Mätschke, Leiter Digitale Kommunikation bei Currenta, nahm das Publikum mit auf eine virtuelle Reise durch die Entsorgungs- und Recyclinganlagen des Chemiepark-Betreibers. Er präsentierte einen sog. „digitalen Zwilling“, also eine virtuelle Abbildung der Betriebsbereiche in Bürrig, um das Potenzial dieser Basistechnologie aufzuzeigen. In beliebigem Detailierungsgrad konnten die Zuschauer einzelnen Anlagenteilen „aufs Dach steigen“ und bequem auf dem Großbildschirm ungewohnte Einblicke nehmen. Die Idee ist es, dieses Modell anwendungsbezogen mit weiteren Daten und Fragestellungen aufzuladen. Dies ist nur eines der vielen Projekte, die das Dienstleistungsunternehmen im Rahmen der eigenen Digitalisierungsstrategie vorantreibt.

„Es ist unsere gemeinsame Aufgabe sicherzustellen, dass die chemische Industrie handlungsfähig bleibt, und jeden Tag aufs Neue um Akzeptanz an unseren drei Standorten zu werben.

Digitalisierung ist der Weg zu einer ‚Smart City Industry‘, also einem intelligenten Neben- und Miteinander von Industrie und städtischem Leben. Die Innovation Night ist ein erster Schritt dorthin und ein weiterer ist unser gemeinsames Projekt ChemLab mit dem Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Dormagen“, erklärte Hausherr Hilken.

Das ChemLab stellten der Landrat vom Rhein-Kreis Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld, vor. „Derzeit erarbeiten wir eine Digitalisierungsstrategie Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit interessierten Partnern aus der Region, um die Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Im Rahmen dessen entstand auch die Idee zum Projekt ChemLab. Am 15. Februar haben wir den Förderantrag eingereicht“, berichtet Petrauschke. Auch Lierenfeld ist begeistert von dem Projekt, bei dem die Stadt Dormagen mit dem Kreis und dem Chemiepark-Betreiber kooperiert: „Wir sind gerne als Partner dabei, um die Entstehung von Innovationen zu fördern und den Gründergeist zu stärken.“

Beim anschließenden Networking hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch der Organisator ist zufrieden: „Mit der Veranstaltung verfolgt Digihub das Ziel, die Vernetzung zwischen Chemieindustrie und Start-ups voranzutreiben und mit guten Impulsen einen hilfreichen Beitrag für alle Branchenakteure zu leisten“, so Digihub-Manager Klemens Gaida. (op)

Die Pitches im Überblick:

  • Digital Product Selector – die Zukunft des B2B-Vertriebs / Carsten Dolch, FoxBase
  • Chemical Process Optimization in the Digital Age / Tino Mundt, DexLeChem
  • Industrieanlagen virtuell erleben - Anwendungsbeispiele und Potenziale / Mark Mätschke, Currenta
  • Strom aus Wärme - neu erdacht! / Martin Huber, Bipolymer Systeme
  • Image Recognition for the Chemical Industry / Eva Hlouschek, Nyris
  • Chemie an der Hochschule Niederrhein - Digital in Lehre, Forschung und Transfer / Martin Jäger, Hochschule Niederrhein
  • Pinpools – der digitale Marktplatz für die Chemie- und Kunststoffindustrie / Alexander Lakemeyer, Pinpools
  • Cloudbasierte Prozessanalytik für schnelle Multiparameteranalysen / Marius Gernhard, Mumura

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