Chemiestandort Leuna: Elektrolokomotiven des Typs Siemens „Smartron“ in Betrieb genommen

Gemeinsam nahmen am 2. Oktober 2019 Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, und der Geschäftsführer der Infraleuna, Christof Günther, die zwei neuen Elektrolokomotiven des Typs Siemens „Smartron“ der Infraleuna offiziell in Betrieb.

Minister Thomas Webel wünschte in seinem Grußwort den neuen Loks allzeit gute Fahrt und sagte: „Die beiden neuen Lokomotiven sind ein Symbol für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Es geht vorwärts und da ist es richtig und wichtig, auf moderne, nachhaltige und umweltbewusste Transporttechnologien zu setzen.“

Die Bahnlogistik am Chemiestandort Leuna hat eine über 100-jährige Tradition. Hier werden ca. 14% der Umschlagsmengen im Schienengüterverkehr des Landes Sachsen-Anhalt abgewickelt. Entsprechend hoch entwickelt sind das über 93 km umfassende Schienennetz, der Lokomotivpark sowie die Leit- und Sicherungstechnik. Neben den weitreichenden Standortdienstleistungen bietet die Bahnlogistik der Infraleuna stetig wachsend und erfolgreich Leistungen im Güterfernverkehr an.

Um die steigenden Leistungen im Güterfernverkehr auch künftig effizient und umweltfreundlich für ihre Kunden erbringen zu können, hat das Unternehmen nach intensivem Auswahlprozess zwei Elektrolokomotiven vom Hersteller Siemens Mobility erworben.

„Die Elektrolokomotiven erfüllen genau die Anforderungen, die der Einsatz erfordert. Mit diesen beiden neuen Lokomotiven stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im deutschlandweiten Güterverkehr. Die Nachfrage unserer Kunden ist in diesem Bereich stark gestiegen, sodass unsere Kapazitäten sehr gut ausgelastet sind. Deshalb steht für die heutige Inbetriebnahme nur eine der beiden neuen Lokomotiven zur Verfügung, da die andere gerade Güter für unsere Kunden transportiert“, so Christof Günther.

Die Infraleuna verfügt über 20 Lokomotiven, von denen 11 Lokomotiven am Chemiestandort Leuna im Einsatz sind. Neun Lokomotiven fahren im Güterfernverkehr. Das Unternehmen bietet Ganzzugverbindungen in ganz Deutschland an. Durch den Betrieb der zwei Smartrons steigert man bei den Transporten Effizienz und Umweltfreundlichkeit.

Technische Daten / Leistungsparameter der Elektrolokomotive des Typs Siemens „Smartron“

•             Länge über Puffer — 18.980 mm
•             Spurweite — 1.435 mm
•             Leistung — 5.600 kW
•             Höchstgeschwindigkeit — 160 km/h
•             Radsatzanordnung — Bo′Bo′
•             Gesamtmasse — 83 t
•             Radsatzlast — 20,7 t
•             Spannungssystem — 15 kV AC
•             Anfahrzugkraft — 300 kN

Hintergrund Chemiestandort Leuna
Der Chemiestandort Leuna steht für Dynamik, Innovationskraft und höchste Effizienz.

Sowohl internationale Konzerne als auch mittelständische Unternehmen investierten seit 1990 über 6 Mrd. EUR in den Standort, der im Jahr 2016 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Leuna gehört heute zu den Top-Adressen für moderne Chemie in Europa.

Die stoff- und energiewirtschaftlichen Verflechtungen, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie die strategisch hervorragende Lage im Herzen des Kontinents sind entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke des Standorts. Dafür stehen nicht zuletzt rund 10.000 Menschen in über 100 Unternehmen und eine Produktion von jährlich 12 Mio. t Gütern am Standort.

Aus der langen Tradition der chemischen Industrie in der Region speist sich zudem eine enge Verbundenheit mit den Menschen, die hier leben und arbeiten. Fachkräfte, die an den hiesigen Hochschulen und Universitäten lehren und lernen, sichern die Innovationskraft der Unternehmen.

Das Produktionsprofil des Standortes ist vielschichtig. Eine höchst flexible und effiziente Infrastruktur erlaubt traditionelle Massenchemie ebenso wie Aktivitäten im Bereich der Spezialitätenchemie, die für zahlreiche Unternehmen zunehmend in den Fokus rücken. Während die Anbindung an die Raffinerie und das überregionale Pipelinenetzwerk die vorteilhafte Versorgung mit essenziellen Rohstoffen sichern, bieten Forschungseinrichtungen vor Ort passfähige Strukturen für die Entwicklung hochspezifischer Produkte. Die ansässigen Unternehmen profitieren von einem ausgebauten und komplexen Stoffverbund, der Synergien fördert.

Die konsequente Umsetzung des Chemieparkkonzeptes, mit der Infraleuna als unabhängigem Betreiber aller Infrastrukturen, sichert die Synergien des Chemiestandortes und bietet die Rahmenbedingungen für eine kostenoptimierte und effiziente Produktion der Standortfirmen.

Das umfassende Angebot besteht aus der redundanten Bereitstellung von Dampf, Strom, Frisch- und Trinkwasser sowie der Abwasserentsorgung und weiteren Dienstleistungen. Auch komplexe Logistikleistungen werden bereitgestellt. Die Eigentümer des Unternehmens sind ausschließlich ansässige Unternehmen, die eigene Anlagen am Chemiestandort betreiben. Im Vordergrund stehen stets der Geschäftserfolg für die Kunden und die Weiterentwicklung des Chemiestandortes als Ganzes.

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