I-care bietet digitale Lösungen für Maintenance 4.0, Schwingungsmesssystem,

Belgischer Dienstleister hat ein drahtloses Schwingungsmesssystem entwickelt

  • Mit dem belgischen Schwingungsmesssystem soll Maintenance 4.0 verblüffend einfach sein. © I-Care DeutschlandMit dem belgischen Schwingungsmesssystem soll Maintenance 4.0 verblüffend einfach sein. © I-Care Deutschland

Das belgische Dienstleistungsunternehmen I-care hat die Zeichen der Zeit erkannt und ein drahtloses Schwingungsmesssystem sowie eine cloudbasierte Analyseplattform entwickelt. Mit diesen Tools wird Maintenance 4.0 verblüffend einfach – egal ob es sich um Bestands- oder Neuanlagen handelt.
 

Das System wurde von Predictive- Maintenance-Experten entwickelt und ist vermutlich das leistungsstärkste drahtlose Condition-Monitoring-Gebilde, das derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Mit der Einführung 2013 wurde eine Lücke auf dem Markt der Condition-Monitoring-Technologien geschlossen, die gerade für die Prozessindustrie schmerzhaft war: Online Schwingungsmesssysteme, die jederzeit den Ist-Zustand einer Anlage abbilden, sind sehr kostspielig, weshalb sie nicht für eine flächendeckende Anwendung zum Einsatz kommen. Als Alternative musste man bislang auf Routenmessungen zurückgreifen. Hier hat man jedoch den großen Nachteil, dass die Messungen sehr zeitaufwändig sind und zwischen den Messungen oftmals mehrere Wochen, wenn nicht Monate, vergehen.
Nun kann man sich den Weg zur Maschine und die mit der Messung verbundene Zeit ersparen und die Messung automatisiert durchführen lassen. So ist es möglich, z. B. alle 15 Minuten eine Messung zu erhalten. Und das, ohne ein einziges Kabel verlegen zu müssen. Die Stromversorgung für die Sensoren wird durch eine Batterie sichergestellt. Bei vier hochauflösenden Messungen am Tag kann eine Batterielebensdauer von bis zu fünf Jahren erreicht werden. Dabei werden nicht nur die Summenwerte der gemessenen Schwingungen, sondern das komplette Frequenzspektrum in Schwinggeschwindigkeit und Schwingbeschleunigung sowie das zugehörige Zeitsignal übertragen. Und natürlich wird auch die Oberflächentemperatur des Sensors übermittelt.
Die 2018 eingeführte patentierte I-DNA Technologie (Intelligent Decimation Numerical Algorithm) ermöglicht die Schadensfrüherkennung durch eine Sampling Rate von bis zu 80 kHz. Somit sind auch langsam drehende Anlagen (z. B. mit 10 U/min) sicher zu überwachen. Die Messdaten werden von den Schwingungssensoren über ein sich selbst konfigurierendes WLAN-Netzwerk zu einem zentralen Sammelpunkt, Gateway genannt, übertragen.

Von dort aus werden die Daten dann entweder per SIM-Karte oder lokalem Netzwerk auf den Server geschickt. Dabei kann der Kunde entscheiden, ob er die bereitgestellte Cloud verwenden möchte oder lieber einen eigenen Server bereitstellt. Die Daten sind dann über die Internetplattform von jedem Rechner der Welt passwortgeschützt per Browser abrufbar. Es muss also keine Software installiert werden.
Die Technologie verfolgt zwei Ziele: zum einen können Schwingungsexperten die Messdaten im Detail analysieren und entsprechende Berichte erstellen. Zum anderen werden dem Management durch grafische Auswertungen Entwicklungen visualisiert, die so wichtige Entscheidungshilfen bieten. Das Serviceunternehmen hat hier schon zahlreiche kundenspezifische Dashboards entwickelt, die die entsprechenden KPIs live abbilden.

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