Milliarden Investition in Standorte

Currenta kündigt neuen Akzeptanzbericht für den Herbst an

  • Über den Dächern des Chempark Krefeld-Uerdingen: Vom Kraftwerksturm aus hat Lars Friedrich einen guten Blick über den gesamten Chemiestandort.Über den Dächern des Chempark Krefeld-Uerdingen: Vom Kraftwerksturm aus hat Lars Friedrich einen guten Blick über den gesamten Chemiestandort.

Mehr als 1,4 Mrd. EUR für Neuinvestitionen und Instandhaltungen an allen drei Standorten von Standortbetreiber Currenta, über 48.000 Beschäftigte, davon 2.100 Azubis: "Das sind erfreuliche Kennzahlen zum 10-jährigen Bestehen des Chempark", sagt Leiter Lars Friedrich. „Die Unternehmen setzen auf unsere Standorte und investieren kräftig.“ Im vergangenen Jahr sind die Investitionen in neue Anlagen alleine in Leverkusen um fast 100 Mio. EUR gestiegen.

Steigende Zahlen an allen drei Standorten

Auch an den beiden Schwesterstandorten in Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind steigende Zahlen zu verzeichnen: Zwar liegen die Neuinvestitionen in Dormagen im vergangenen Jahr mit 185 Mio. EUR unter dem Rekordjahr 2015, als bspw. die TDI-Anlage von Covestro und der Steam Reformer von Air Liquide starteten. Dafür gaben die Unternehmen 2017 mit 261 Mio. EUR für Instandhaltungen noch einmal 13 Mio. EUR mehr aus als im Vorjahr. In Krefeld-Uerdingen investierten die Unternehmen rund 300 Mio. EUR in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen – 40 Mio. mehr als im Vorjahr und nur sieben Mio. EUR weniger als der erhobene Bestwert.
Friedrich: „Das verdeutlicht die Attraktivität unsere Standorte und ist gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Chemie im Rheinland.“ Das belegen auch zwei Investitionsbeispiele in Leverkusen, dem weltweit größten Standort von Lanxess. Für das aktuelle Jahr plant der Spezialchemie-Konzern hier Investitionen von insgesamt rund 125 Mio. EUR.
Covestro treibt den Ausbau seines Standortes Leverkusen ebenfalls voran und wird ein neues Bürogebäude errichten. Der Bau ist dabei ein klares Bekenntnis zum Standort, an dem rund 3.500 Menschen für den Werkstoffhersteller arbeiten.

Investitionen sind keine Selbstläufer

Chemiepark-Leiter Friedrich betont, dass weitere langfristig angelegte Investitionen keine Selbstläufer sind. Der Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern ist offen und konstruktiv.

"Damit der Chempark weiterhin seine Rolle als Beschäftigungs- und Fortschrittsmotor für die Region übernehmen kann, brauchen wir klare und praxisnahe Rahmenbedingungen", erklärt Friedrich. Eine uneingeschränkt nutzbare und leistungsfähige Infrastruktur sei wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Industrie hier im Land. „Für unsere Standorte hat sie sogar existenzielle Bedeutung."

An den drei Currenta-Standorten am Rhein arbeiten über 48.000 Menschen. Sehr viele der Beschäftigten wohnen und leben in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten. Mit einer gestiegenen Zahl an Menschen, die hier ihr Geld verdienen, steigt auch die Kaufkraft in der Region. Auch viele Pendler nehmen Dienstleistungen im Umfeld wahr oder kaufen Produkte in und aus der Region. Die errechnete Nettolohnsumme aller Beschäftigten liegt bei rund 1,3 Mrd. EUR.

Austausch mit den Nachbarn im Fokus

Die Chemieparks stehen im regelmäßigen Austausch mit den Bürgern. Ansprechbar zu sein, die Haltung der Menschen vor Ort zu kennen und deren Informationsbedürfnissen gerecht zu werden – das ist für den Chemiepark-Manager enorm wichtig. Friedrich erklärt: „Besonders weil man auch mal unterschiedlicher Meinung sein kann, ist es für uns sehr wichtig, mit unseren Nachbarn im Gespräch zu bleiben und miteinander auf Augenhöhe zu sprechen.“ Dazu wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Dialog-Formate entwickelt.

Neuer Akzeptanzbericht für den Herbst angekündigt

Anfang des Jahres kündigte die Servicegesellschaft die zweite Auflage seines Akzeptanzberichts an. Dazu lud das Leverkusener Unternehmen zu Gesprächsrunden ein. Dabei spielte das Thema Transparenz genauso eine Rolle wie Umwelt und Sicherheit. In den gerade beendeten Gesprächsrunden konnten die Anwohner aus der Nachbarschaft ihre Erwartungen und Wünsche sowie ihre Einschätzungen zu den bisherigen Dialogangeboten einbringen. Friedrich: „Neutralität und Anonymität sind für uns sehr wichtig.“ Daher werden die Erhebungen von einem Forschungsinstitut durchgeführt. Die Auswertung erfolgt anonym in zusammengefasster Form. In den nächsten Wochen erfolgt dann der zweite Schritt der Studie in Form einer repräsentativen Telefon-Befragung. Alle Ergebnisse werden im zweiten Currenta-Akzeptanzbericht im Herbst dieses Jahres veröffentlicht. Die erste Ausgabe ist unter www.currenta.de/akzeptanzbericht.html zu finden. (op)

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