Neue TDI-Anlage von Bayer MaterialScience Dialog soll 2014 in Betrieb genommen werden

  • Abb. 1: Mit dem Richtkranz vor dem Rohbau der neuen TDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Dormagen (von rechts): NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience, sowie Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience.Abb. 1: Mit dem Richtkranz vor dem Rohbau der neuen TDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Dormagen (von rechts): NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience, sowie Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience.
  • Abb. 1: Mit dem Richtkranz vor dem Rohbau der neuen TDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Dormagen (von rechts): NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience, sowie Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience.
  • Abb. 2: Rund 100 Gäste waren bei dem Richtfest an der neuen TDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Dormagen dabei.

Das TDI-Bauprojekt von Bayer MaterialScience im Chempark Dormagen hat einen Meilenstein erreicht: Der Rohbau ist fertiggestellt. Bauherr und beteiligte Firmen nahmen das zum Anlass, gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Nachbarschaft an der neuen Hightech-Anlage zur Herstellung der Chemikalie TDI (Toluylen-Diisocyanat) Richtfest zu feiern. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Hälfte 2014 geplant.

TDI wird als Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen benötigt, aus denen viele Alltagsprodukte wie Matratzen und Autositze bestehen. In die neue Anlage werden rund 250 Mio. € investiert. Inklusive der Pläne weiterer Unternehmen im Umfeld zur Errichtung von Betrieben, die mit der TDI-Produktion in Verbindung stehen, beläuft sich die Gesamtinvestition auf über 400 Mio. €.
„Mit dieser Anlage im so genannten World-Scale-Format mit einer Kapazität von 300.000 t/a wird Dormagen zum neuen Produktionszentrum für TDI in Europa", unterstrich Dr. Joachim Wolff, im Executive Committee von Bayer MaterialScience zuständig für die Business Unit Polyurethanes.

Minister Duin: Stärkung des Chemie-Standorts NRW

Ehrengast des Richtfestes war Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen. Er erklärte: „Mit der Investition in die TDI-Anlage hat sich Bayer bewusst entschieden, den Chemie-Standort Nordrhein-Westfalen zu stärken. Das zeigt, dass wir in unserem Land hoch attraktiv für eine erfolgreiche Industrie sind. Wir müssen daran arbeiten, dass es so bleibt."

Neue Mitarbeiter eingestellt

Der Dormagener Bayer-Betriebsratsvorsitzende André van Broich baut darauf auf. „Die neue TDI-Anlage ist der Beleg dafür, dass unser heimischer Standort in Europas größter Chemieregion sehr wohl wettbewerbsfähig ist, auch im internationalen Vergleich." Dafür gebe es neben der hervorragenden Infrastruktur und dem entsprechenden Verbund noch einen wichtigen Grund: „Wir haben in unseren Betrieben und in der Region hervorragende und top-ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine solche Hightech-Anlage sicher und effizient fahren können."
Im Rahmen des Projekts werden 20 neue Mitarbeiter eingestellt, die teilweise schon jetzt Seite an Seite mit den etwa 80 Kollegen in der derzeitigen TDI-Pilotanlage arbeiten und ein intensives „Training on the job" erhalten.

Zahlreiche Auftragnehmer aus der Region

Auch das Umfeld profitiert: Zwischen 500 und 1.000 Arbeitskräfte sind während der Bauphase zusätzlich in dem Projekt beschäftigt.

Viele Auftragnehmer kommen aus der Region, wie z.B. die Rohrleitungsplanungsfirma Keynes aus Neuss und der Apparatebauer Quast sowie der Apparatebauer APL aus Dormagen. Auch später im laufenden Betrieb werden Firmen aus der Umgebung für Wartungsarbeiten, Bau- und Instandhaltung sowie technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage integriert sein.
Die bestehenden Arbeitsplätze in Vorbetrieben und Logistik am Standort werden durch das Projekt gesichert. Das gilt auch für tausende weitere Stellen, die in der Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen und Deutschland mit der TDI-Produktion verbunden sind.

Umweltschonendes Verfahren

Das innovative Gasphasen-Verfahren macht die TDI-Herstellung besonders effizient. „Dabei werden Energie und Ressourcen optimal genutzt. So lassen sich hier gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Kapazität bis zu 60 % Energie einsparen, außerdem werden bis zu 80 % weniger Lösungsmittel benötigt. Dies sichert uns nicht zuletzt auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil", betonte Wolff.
Im Januar 2013 hatte die Bezirksregierung Köln die finale Bau- und Betriebsgenehmigung für die TDI-Anlage erteilt.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 11,5 Mrd. € im Jahr 2012 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2012 rund 14.500 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

 

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