Sicherheit – heute so wichtig wie morgen

Chemieparkbetreiber Currenta plant die kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen

  • Abb. 1: Wer als Feuerwehrmann im Chempark arbeitet, muss körperlich fit sein und gleichzeitig ein hohes Maß an technischem Verständnis mitbringen, um wie hier bei einer Rettungsübung in Industrieanlagen voranzukommen und sich zurechtzufinden – denn diese sind in der Regel komplex und sehr unterschiedlich aufgebaut.Abb. 1: Wer als Feuerwehrmann im Chempark arbeitet, muss körperlich fit sein und gleichzeitig ein hohes Maß an technischem Verständnis mitbringen, um wie hier bei einer Rettungsübung in Industrieanlagen voranzukommen und sich zurechtzufinden – denn diese sind in der Regel komplex und sehr unterschiedlich aufgebaut.
  • Abb. 1: Wer als Feuerwehrmann im Chempark arbeitet, muss körperlich fit sein und gleichzeitig ein hohes Maß an technischem Verständnis mitbringen, um wie hier bei einer Rettungsübung in Industrieanlagen voranzukommen und sich zurechtzufinden – denn diese sind in der Regel komplex und sehr unterschiedlich aufgebaut.
  • Abb. 2: Mithilfe des ferngesteuerten Feuerwehrroboters kann die Werkfeuerwehr auch in Bereiche vorstoßen, die für Menschen, zum Beispiel durch akute Explosionsgefahr, zu gefährlich wären. Der Manipulator überwindet dank seines Kettenantriebes auch Treppen oder Rohrleitungen. Er ist zudem in der Lage, Einsatzstellen auszuleuchten und zu erkunden. Sowohl sein Greifarm als auch verschiedene Werkzeuge ermöglichen es den Werkfeuerwehrleuten, aus der Ferne Ventile zu öffnen und zu schließen, Leckagen abzudichten, Proben zu entnehmen oder zu löschen. Parallel dazu geben installierte Kameras mit Bild und Ton den Brandschützern Einblick in die Einsatzstelle.
  • Abb. 3: In der Sicherheitszentrale laufen die Informationen bei einem Ereignis zusammen. Von hier aus koordiniert der Krisenstab den Einsatz der Kräfte, Gegenmaßnahmen und die Kommunikation.

Viel zu oft wird Sicherheit als naturgegeben angenommen. Dabei ist sie erst das Ergebnis genauer Planung, effizienter Schutzmaßnahmen sowie richtigen Verhaltens. Auch für den Chempark ist sie Grundlage für das Vertrauen der Nachbarschaft und die Zukunftsfähigkeit der drei Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Dies gilt sowohl im Hinblick auf Anwohner als auch die vor Ort produzierenden Unternehmen.

Sicherheit ist ein wichtiger Faktor sowohl für die Industrie als auch für deren Nachbarschaft. Für die Industrie bedeutet Sicherheit das störungsfreie Betreiben von Anlagen mit hoher Versorgungs- und Betriebssicherheit und damit Sicherung der eigenen Wertschöpfung. Die Anwohner hingegen erwarten sichere Arbeitsplätze und Anlagen, von denen keine Gesundheitsgefahren oder Belästigungen ausgehen. Aber letztlich wollen beide dasselbe: ein prosperierendes und sicheres Unternehmen, von dem die ganze Region profitiert.

Wer sich mit dem Thema Sicherheit beschäftigt, sollte verstehen, dass Sicherheit ein Grundbedürfnis des Menschen ist, über das nicht diskutiert werden kann. Es muss aber auch klar sein, dass kein Mensch eine hundertprozentige Sicherheit garantieren kann. Deshalb muss eine kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen angestrebt werden. Genau dies hat sich der Chemieparkbetreiber Currenta auf die Fahnen geschrieben. Auf Grundlage aktueller Erkenntnisse sowie Techniken wird das Sicherheitssystem ständig angepasst, um so das hohe Vertrauen der Nachbarschaft an den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen zu erhalten.

Bei Currenta gibt es sogar ein eigenes Geschäftsfeld „Sicherheit". Dazu gehören neben einem zentralen Management die Bereiche Brandschutz mit den Sicherheitszentralen, der Werkschutz, der Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit. Mehr als 750 Mitarbeiter sind in den genannten Bereichen beschäftigt - fast ein Viertel aller Mitarbeiter des Chemieparkbetreibers sorgen somit hauptberuflich für Sicherheit.

Grundlagen des Sicherheitskonzeptes

Um zu verstehen, wie Sicherheit im Chempark geplant und umgesetzt wird, empfiehlt sich der Vergleich mit einer Pyramide.

Das Fundament bildet die Vorsorgliche und konstruktive Sicherheit, die bereits beim Bau einer Anlage ansetzt. Schon hier bewerten Sicherheitsexperten die Anlagensicherheit systematisch und treffen zum Beispiel über die Auswahl geeigneter Werkstoffe oder durch Auswahl geeigneter Abschaltsysteme erste sicherheitsrelevante Entscheidungen.

Als nächste Pyramidenebene darüber folgt die Aktive Sicherheit, die den Betrieb von Schutz- und Überwachungssystemen und die gründliche Ausbildung der Mitarbeiter umfasst. Diese beiden Ebenen der Pyramide zielen darauf ab, Ereignisse zu verhindern. Sollte trotz aller Vorsorge etwas passieren, dann tritt die dritte Ebene der Sicherheitspyramide in Aktion - die Reaktive Sicherheit. Dabei handelt es sich um die operative Gefahrenabwehr, die durch Auslösung und Koordination von Hilfs- und Rettungseinsätzen auf Basis einheitlicher, auch mit Behörden abgestimmter Gefahrenabwehrpläne dafür sorgt, Ereignisse zu beherrschen.

Vorbeugender Brandschutz

So entwickelt die Werkfeuerwehr zum Beispiel beim Querschnittsthema Brandschutz mit den relevanten Produzenten und Fachabteilungen individuell ein integriertes, präventives Gefahrenabwehrmanagement. Dabei wird zunächst geprüft, welche Stoffe verarbeitet werden und welche Ereignisse an welcher Stelle der Anlage auftreten könnten. Auf dieser Grundlage werden die erforderlichen Gegenmaßnahmen geplant, Personal- und Technikeinsatz konkretisiert sowie wichtige Details wie Anfahrtswege, Zugang und Alarmierungsreihenfolgen festgelegt. Für die einzelnen Betriebe werden dann nach einem einheitlichen Konzept Alarm- und Gefahrenabwehrpläne erarbeitet, in denen alle für die Gefahrenabwehr erforderlichen Informationen hinterlegt sind.

Reaktiver Brandschutz

Durch rund um die Uhr arbeitende Überwachungsgeräte lässt sich ein hohes Maß an Sicherheit mit überschaubarem Personalaufwand erreichen. Letzten Endes können jedoch nur erfahrene Fachleute die Ereignislage richtig einschätzen und daraufhin die passenden, schnell greifenden Gegenmaßnahmen anstoßen. Da man Sicherheit in einem Produktionsbetrieb 24 Stunden am Tag sicherstellen muss, sind die Sicherheitssysteme zu jeder Tageszeit eingeschaltet, und die Sicherheitszentrale ist rund um die Uhr besetzt. Die Werkfeuerwehr ist in maximal fünf Minuten an jedem Platz im Chempark vor Ort. „Es lässt sich manchmal schwer kommunizieren, dass eine Werkfeuerwehr permanent besetzt sein muss und optimal auf die Gefahrenabwehr ausgelegte Einsatzfahrzeuge und Spezialgeräte benötigt, die zum Teil mit hohen Investitionen verbunden sind. Aber Ereignisse richten sich nicht nach Wochenenden und Schlafzeiten.

Nur wenn die Auswirkungen schnell und effizient mit der richtigen technischen Ausrüstung bekämpft werden, lassen sich Schäden, Gefahren und Kosten gering halten", erläutert Stephan Hummel, Leiter des Brandschutzes in Leverkusen. Ein großer Vorteil des Chemiepark-Modells besteht darin, dass die Werkfeuerwehr sowie die ärztlichen Notdienste nicht nur für ein Chemieunternehmen da sind, sondern für alle. „Dies reduziert die Kosten, garantiert wenige Einschränkungen in der Produktion und erhöht somit letztendlich auch die Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr im Einsatzfall", unterstreicht Hummel.

Schlagkraft auf Basis intensiver Vernetzung und effizienter Teamarbeit

Im Ereignisfall muss in wenigen Minuten - oft auch in Sekunden - die richtige Entscheidung gefällt werden und jeder Griff im Team sitzen. Routine und Praxiserfahrung können sich jedoch nur vorteilhaft entfalten, wenn eine Werksfeuerwehr klar strukturiert und vernetzt ist, sodass sie mit minimalem Aufwand bei vollem Einsatz maximale Sicherheit bietet. Dabei richtet sich der Aufbau sowohl nach den bundeslandspezifischen gesetzlichen Vorschriften als auch den Strukturen der Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren. Denn erst wenn jeder weiß, wie eine kommunale Feuerwehr im Vergleich zu einer industriellen Werkfeuerwehr strukturiert ist und arbeitet, lassen sich effiziente Formen der Kooperation verwirklichen. Die Gefahrenabwehr ist somit im Chempark von Anfang an auf eine standortübergreifende, intensive Vernetzung und Harmonisierung aller verfügbaren Ressourcen ausgelegt.

Durch Übungen und Erfahrungen wird ein Sicherheitskonzept immer besser

Die Werkfeuerwehr übt den Ereignisfall zusammen mit dem eigenen Krisenstab sowie öffentlichen Feuerwehren und ärztlichen Diensten. Entscheidend ist hier die enge Verzahnung der Sicherheitsansätze von Werkschutz, Feuerwehren und Behörden. So können Führungskräfte der kommunalen Feuerwehren im Bedarfsfall problemlos in die rückwärtige Einsatzleitung der Werkfeuerwehr integriert werden. Nur wenn alle Puzzleteile im Ereignisfall sauber ineinandergreifen und jeder weiß, was er zu tun hat, ergibt sich ein in sich stimmiges Gesamtbild und somit effizientes Sicherheitskonzept.

Erst im Ereignisfall zeigt sich, wie gut ein Sicherheitskonzept wirklich ist. Bei der Mehrzahl der Feuerwehreinsätze gelingt es, das Ereignis so schnell zu beenden, dass die Öffentlichkeit nicht davon betroffen wird. Aber auch hier findet man immer wieder Ansatzpunkte und sammelt Erfahrungen, wie sich das Gefahrenabwehr- und Krisenmanagement noch schneller und effizienter gestalten lässt.

Aufgaben des Krisenstabs und der Einsatzleitung

Bei Ereignissen, die Einfluss auf die Anwohner nehmen sowie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden könnten, wird der Krisenstab zusammengerufen. Der Stab berät die Einsatzleitung, überprüft die Meldepflichten gegenüber Behörden und informiert die Öffentlichkeit. Zudem kann der Krisenstab auf ein umfangreiches Netzwerk aus Fachleuten zurückgreifen. Dabei kann es sich um Werksärzte, Juristen, Toxikologen oder Ökologen handeln. Der Werkschutz übernimmt Aufgaben der Polizei im Werksgelände und stimmt sich mit dieser zur Verkehrslage ab.

Bei größeren Feuerwehreinsätzen wird zur Koordination der Gefahrenabwehrmaßnahmen eine stabsmäßige Einsatzleitung gebildet. Diese befindet sich in einem eigenen Raum in direkter Nachbarschaft zum Krisenstab und zur Sicherheitszentrale. Aufgrund der räumlichen Nähe lassen sich die Kommunikations- und Abstimmungsprozesse deutlich schneller koordinieren.

Trends im Bereich Sicherheit

Aktuell setzt sich der Trend zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit rund ums Thema Sicherheit weiter fort. Auf organisatorischer Ebene können sich so zum Beispiel die Werkfeuerwehren immer besser gegenseitig aushelfen. Darüber hinaus profitiert jeder vom Know-how des anderen. Insgesamt wird so durch Kooperation mehr Schlagkraft erreicht. Zudem werden potentielle Risiken transparenter kommuniziert und frühzeitig, möglichst vor Eintreten, wahrgenommen.

Im zunehmenden Maße fungiert die Werkfeuerwehr auch als Ansprechpartner in Sicherheitsfragen. Als Berater kümmert sie sich darum, Risiken zu minimieren sowie potentielle Neuansiedlungen aus Sicherheitsgründen zu bewerten. Auch beim Thema präventiver Brandschutz und Schutz für Mitarbeiter berät sie unter Zuhilfenahme der ärztlichen Currenta-Dienste immer häufiger.
Vom Know-how der Werkfeuerwehr profitiert auch die Öffentlichkeit. Im Rahmen des TUIS-Netzwerkes hilft sie auch außerhalb des Chempark-Werkszauns, zum Beispiel beim Bergen von Gefahrgut bei Unfällen auf öffentlichen Straßen. Im Zusammenspiel mit anderen Geschäftsfeldern verfügt Currenta über die Ressourcen, die Stoffe genau zu analysieren, diese umweltgerecht abzutransportieren sowie zu entsorgen.

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Currenta GmbH & Co. OHG
Chempark Leverkusen
51368 Leverkusen
Germany
Telefon: +49 214 30 0

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