Übernahmestationen im Entsorgungszentrum von Currenta entstehen modular

  • Auffangschutz in XXL: Die Betonwannen, über denen zukünftig die Container entladen werden, kommen bereits vorgefertigt auf die Baustelle und in den Boden.Auffangschutz in XXL: Die Betonwannen, über denen zukünftig die Container entladen werden, kommen bereits vorgefertigt auf die Baustelle und in den Boden.

Vollständig montiert schwebt die Bedienbühne ihrer Bestimmung entgegen. Etwa drei mal drei Meter groß und rund vier Tonnen schwer ist das vorgefertigte Modul, das der Teleskoplader auf die Plattform der Rohrbrücke im Entsorgungszentrum des Chemiepark-Betreibers Currenta hebt. Ein augenscheinlich spielerisch handhabbarer Baustein der neuen Übernahmestationen, der den Ingenieuren, den Monteuren und nicht zuletzt dem Kranführer die Arbeit sehr erleichtert.

„Zur Errichtung unserer neuen Übernahmestationen setzen wir an vielen Stellen auf das Prinzip der Vormontage. Die einzelnen Module werden dann wie riesengroße Bausteine in die Anlage eingesetzt“, erklärt Projektleiter Florian Wiedenmann. „Das reduziert die Komplexität der Baustelle enorm: Wir brauchen weniger Montagearbeiten und damit weniger Platz vor Ort. Auf der Baustelle sind weniger Gewerke und weniger Material zu koordinieren. So kommen wir zügiger und gleichzeitig sicherer voran“, so der Ingenieur.

Bei strahlender Frühlingssonne hebt der Teleskoplader gleich noch die zweite Bedienbühne ein. In den Monaten zuvor fanden schon einige andere Bausteine ihren Platz in der Anlagenerweiterung. Im Januar „landete“ eine komplett vormontierte, 26 Meter lange Rohrbrücke millimetergenau auf den stählernen Stützen. An ihr werden jetzt die zwei neuen Übernahmestationen befestigt. Darunter liegen insgesamt vier Betonwannen, die bereits kurz zuvor in den Boden eingelassen wurden – ebenfalls als vollständig vorgefertigte Module. Die Wannen bilden den Auffangschutz, wenn zukünftig darüber die Lkw parken, aus deren Tankcontainern Flüssigabfälle über die Bedienbühnen in die Verbrennungsanlage übernommen werden. Pro Wanne eine Lkw-Entladefläche – bleibt also noch Platz für zwei weitere Übernahmestationen, die später installiert werden können.

Wofür braucht der Dienstleister diese Erweiterung? Die Zusammensetzung der Sonderabfälle im Chemiepark verändert sich: Während der Anteil fester Abfälle zurückgeht, erhöht sich der Anteil an Flüssigabfällen. Dieser Veränderung muss der Betreiber der Entsorgungseinrichtungen mit größeren Übernahmekapazitäten für flüssige Stoffe Rechnung tragen.

Das Spektrum der in Bürrig behandelten Abfälle ändert sich damit nicht. Ebenso bleibt die Verbrennungskapazität unverändert. Das Investitionsvolumen für die neuen Übernahmestationen zusammen mit den Verrohrungen und Trägerstrukturen beträgt knapp sieben Mio. EUR.

Diese Bauarbeiten im Entsorgungszentrum sind Teil des Projekts „CUBE“. Die Abkürzung steht für „Currenta unterstützt Bayer-Erweiterung“. Dabei verstärkt der Betreiber seine Infrastruktur in den Bereichen Brauch- und Abwasser, Energie, Kälte sowie Entsorgung, um die Entwicklung der Pflanzenschutz- und Saatgut-Division von Bayer in Dormagen zu begleiten. Dieses Wachstum führt nicht nur zu Anpassungen vor Ort, sondern, wie hier, auch in den Verbundinfrastrukturen in Leverkusen-Bürrig. Insgesamt investiert der Standortmanager über mehrere Jahre rund 70 Mio. EUR in das Projekt. (op)

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