Strategie & Management

Der Wunsch nach freier Geräteauswahl

iDTM schlägt die Brücke zwischen EDD und FDT

27.07.2010 -

Die FDT-Technologie und ihre Produkte sind heute ein fester Bestandteil der Automatisierungtechnik. Seit 2008 bereichert der iDTM HART das FDT-Produktportfolio und bietet dem Anwender eine Lösung, mit der er sämtliche HART-Geräte mit Hilfe eines einzigen DTM bedienen kann, unabhängig davon, ob ein dedizierter DTM vom Gerätehersteller zur Verfügung gestellt wird oder nicht. Der Anwender hat somit die Möglichkeit, die Geräte für seine Anlage nach den Gerätefunktionen auszuwählen, unabhängig von der unterstützten Technologie.

Die Software Interpreter-DTM (iDTM), die auf dem DD-Interpreter SDC625 der HART Communication Foundation (HCF) basiert, verbindet die beiden Technologien FDT/DTM und EDD. Bereits erstellte Gerätebeschreibungen, in der die Hersteller die Bedienfunktionalität ihrer Geräte darstellen, können unverändert im registrierten Binärformat genutzt werden. Die gesamte DD (Device Description)-Bibliothek mit allen registrierten und zertifizierten DDs/EDDs ist integriert. Im Gegensatz zu einem generischen DTM bietet iDTM somit die vollständige Bedienung eines Gerätes auf Basis der Gerätebeschreibung.
Im Frühjahr 2008 wurde der iDTM HART freigegeben - mit Endress + Hauser als erstem Lizenznehmer für seine Rahmenanwendung FieldCare. Seither gibt es weitere Lizenznehmer für andere Anwendungen - das Interesse an iDTM wächst stetig.

Theorie oder praktischer Nutzen?

iDTM schließt eine bis dato vorhandene Lücke und agiert gleichzeitig ohne die meist vorhandenen Schwächen generischer Anwendungen. Es handelt sich hierbei also nicht um eine theoretische Lösung ohne praktischen Nutzen. Dies zeigt sich auch in Rückmeldungen von unabhängigen Einrichtungen und Anwendern.
Endress + Hauser als erster Lizenznehmer konnte bereits mehrere Projekte mit FieldCare als Rahmenanwendung und iDTM als Integrationsprodukt gewinnen, darunter eine Anlage von DuPont in den Niederlanden: "Mit iDTM bietet Endress+Hauser uns eine einfache und leicht zu implementierende Lösung, die uns dabei hilft, die Probleme der Geräteintegration zu lösen. Wir können jetzt die Lücke schließen, um HART-Geräte ohne DTMs in FieldCare zu nutzen. Es ist ausgesprochen praktisch, dass die HART EDDs bereits in iDTM enthalten sind und dass wir alle Gerätetypen in FieldCare so nutzen können, als ob sie über einen DTM verfügen würden. Dadurch wird die Handhabung identisch, was für unsere Mitarbeiter sehr komfortabel ist. iDTM stellt einen Mehrwert für unser Asset Management dar", so die Erfahrungswerte von Marcel Middendorp von DuPont.
Ein weiterer Kunde (Dr. Thomas Tauchnitz, Sanofi-Aventis Deutschland) schildert seine Erfahrungen mit dem iDTM folgendermaßen: „iDTM ist eine intelligente Art, FDT und EDDL in einem Tool zu kombinieren. Wir nutzen FDT, wann immer es möglich ist, und wir sehen uns Problemen gegenüber, wenn Geräte nur mit EDDL verfügbar sind. Als Anwender schätze ich iDTM als eine pragmatische Lösung, die es EDD-basierten Geräten erlaubt, die FDT-basierte offene verschachtelte Kommunikation zu nutzen."
Doch: Welchen Nutzen hat FDT, wenn man nicht alle Geräte integrieren kann? Die Firma Croda sah sich in der Vergangenheit mit dieser Situation konfrontiert. Grundsätzlich hat man sich dort für FDT und FieldCare entschieden. Manche Geräte verfügten jedoch über keinen DTM. „Bis vor kurzem konnten wir bei diesen Geräten nur die grundlegenden Funktionen von FieldCare nutzen", berichtet Gijsbert de Jong. „Für alle anderen Aufgaben mussten wir mit separater Software direkt auf das jeweilige Instrument zugreifen. Das war umständlich und hat uns sehr eingeschränkt." Der Versuch, nur Messgeräte anzuschaffen, die über einen eigenen DTM verfügen, erwies sich als zu restriktiv. Der Projektleiter: „Wir wollen die Freiheit haben, genau das Instrument zu kaufen, das am besten unsere Bedürfnisse erfüllt - egal, ob es dafür ein DTM gibt oder nicht." Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen: „iDTM war wie das letzte Teil eines Puzzles", beschreibt Gijsbert de Jong seine Sicht.
BIS Prozesstechnik führte im Jahr 2009 einen Test des iDTM durch und kam zu folgender Schlussfolgerung: „Die Bedienung des iDTM ist logisch und einfach gestaltet. Die Kommunikation mit den Geräten und die richtige Auswahl der zugehörigen iDTM-DD erfolgt zuverlässig."
Neue Produktentwicklung wecken den Wunsch nach Erweiterungen So war ein Ergebnis der Tests einige Anregungen für die Weiterentwicklung des iDTM. Darunter der Wunsch, „Enhancements der DD einpflegen, die eine komfortablere Bedienung in einigen Arbeitsschritten zulassen (z.B. die Hüllkurvenfunktion bei Level-Geräten)." Die Umsetzung für HART ist auf eine positive Resonanz in der Form gestoßen, so dass eine Anforderung war, die „Bibliothek auf Profibus und Foundation Fieldbus DD zu erweitern".

Neue Anforderungen werden umgesetzt

Diese Anforderungen von BIS und weiteren Quellen sind wurden bei Codewrights in die Produktplanung aufgenommen. Seit Anfang des Jahres ist der iDTM auch für Foundation Fieldbus verfügbar. Auch die Unterstützung von Enhancements und die Implementierung weiterer Funktionen ist in der Produktentwicklung eingeplant. Es wird eine Up-/Download-Funktion umgesetzt, darauf aufbauend folgt später die Unterstützung von Offline-Konfiguration. Zudem ist geplant, das iDTM-Konzept auf zusätzliche Kommunikationsprotokolle zu erweitern. Ergänzend zu diesen funktionalen Erweiterungen können künftig auch Anwender den iDTM einsetzen, die nicht die Rahmenanwendung Endress + Hauser FieldCare oder Rockwell Process Device Configuration nutzen. Codewrights bietet den iDTM diesen Anwender als EndUser-Lizenzen an. 

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