Jumos Produktpalette soll künftig auf einer neuen Hard- und Software-Plattform aufbauen

  • Die beiden geschäftsführenden Gesllschafte von Jumo (v.l.): Michael und Bernhard Juchheim. © JumoDie beiden geschäftsführenden Gesllschafte von Jumo (v.l.): Michael und Bernhard Juchheim. © Jumo
  • Die beiden geschäftsführenden Gesllschafte von Jumo (v.l.): Michael und Bernhard Juchheim. © Jumo
  • Auf der Jupiter-Plattform soll die künftige Produktentwicklung bei Jumo ausbauen. © Jumo

Knapp an der Viertelumsatzmilliarde vorbeigeschrammt ist der Fuldaer Messtechnikspezialist Jumo im vergangenen Geschäftsjahr 2018. Aber auch mit den erzielten 248 Mio. € ist Seniorchef Bernhard Juchheim sehr zufrieden. Denn „wir sind mit einem Plus von 6 % gegen den Branchentrend gewachsen, der nach Auskunft des Branchen-Fachverbandes ZVEI im Jahr 2018 nur um 2,6 % gestiegen ist“. Seit 2008 sei der konsolidierte Umsatz damit um 39 % gewachsen“ erläutert der geschäftsführende Gesellschafter der Unternehmensgruppe.

Während das deutsche Bruttoinlandsprodukt lediglich um 1,5 % gewachsen ist und die Prognose für das Jahr 2019 sogar nur bei 1,0 % liegt, plant Jumo im Jahr 2019 eine Umsatzsteigerung von 4 % auf dann 258 Mio. €. Der bisherige Geschäftsverlauf im Januar stimme zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden könne, so Juchheim.
Dank der soliden finanziellen Lage und der guten Liquidität hätten weltweit im Jahr 2018 Investitionen in Höhe von 10,2 Mio. € in Maschinen, Anlagen und Werkzeuge getätigt werden. 2019 werde diese Summe durch umfangreiche Erweiterungs- und Umzugsmaßnahmen deutlich höher ausfallen.
Als Megatrends für die kommenden Jahre, die auch die weitere Entwicklung von Jumo entscheidend prägen werden, hat Co-Geschäftsführer Michael Juchheim Digitalisierung, Konnektivität, Sicherheit sowie Energie und Umwelt ausgemacht. „Wir sind bei all diesen Themen mit passenden Produkten und Lösungen sehr gut aufgestellt“, so der Juniorchef weiter. Durch ein umfangreiches Transformationsprojekt würden derzeit die Voraussetzungen für die Neuausrichtung der Unternehmensgruppe im Hinblick auf die Digitalisierung geschaffen.

Neue Hard- und Software-Plattform Jupiter
Wie schon Volkswagen und zahlreiche andere Unternehmen wird Jumo ab diesem Jahr für die Produktentwicklung den Plattformgedanken aufgreifen. Ein erster Vorreiter für diese neue, nach dem römischen Göttervater Jupiter benannte Plattform ist das Automatisierungssystem Jumo variTron. Dafür sind bis zu 64 intelligente Anschaltmodule möglich und per Ethernet können maximal zehn Bedienpanels parallel angeschlossen werden.

Laut Harald Schöppner, der maßgeblich am Engineering beteiligt war, wurde bei der Entwicklung der Plattform höchster Wert auf die Skalierbarkeit der Hard- und Software gelegt. Die Plattform werde Schritt für Schritt die Basis für weitere Geräte wie etwa Bildschirmschreiber, Mehrkanalmessgeräte für die Flüssigkeitsanalyse oder Prozess- und Programmregler.

Einige Basisdaten zu Jupiter
Das Ergebnis ist eine modulare, flexible Hardware-Plattform, kombiniert mit einer modernen Software-Architektur. Basis ist eine Hardware-Plattform mit einem 800 MHz-Prozessor, der je nach Anwendung als Single-, Dual- oder Quad-Core-Variante eingesetzt wird. Das CPU-Modul ist steckbar und kann per Schnittstellen, wie z. B. Ethernet, USB, PCIe, UART, SPI, I²C und GPIO’s, flexibel an die Anforderungen eines Gerätes angepasst werden. Leistungsstärkere oder leistungsschwächere Prozessoren können damit je nach Kundenanforderungen verwendet werden.
Die Software ist auf Basis einer Linux-Plattform modular aufgebaut und ermöglicht eine sehr gute Skalierbarkeit der Performance, Speicher und Schnittstellen. Durch hohe Standards bei der Internet Security und der Kryptographie sind Anwender auch beim Cloud-Computing stets auf der sicheren Seite.

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Jumo GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1
36039 Fulda
Germany
Telefon: +49 661 6003 0

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