Strategie & Management

Wie digitale Innovationen die Supply Chain optimieren

Umfrage zur Digitalisierung in der Pharmaindustrie

30.04.2015 -

Begriffe wie Cloud Services, Big Data, Smart Industry, Open Innovation, Crowd Sourcing, Connected World, Social Media und Mobile Services werden immer wieder in Zusammenhang mit der Zukunftssicherung von Unternehmen gebracht. Was bedeutet das für die Pharmaindustrie und welche tatsächlichen Vorteile birgt die Digitalisierung für Unternehmen? Nehmen Sie an unserer Umfrage ""Do digital innovations drive externalization?"" teil, um erste Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

BearingPoint untersucht, welche digitalen Innovationen die treibende Kraft der Externalisierung im Sinne von Outtasking, Outsourcing oder strategische Allianzen in der pharmazeutischen Wertschöpfungskette sind. Ein Peer Benchmark für Ihr Unternehmen wird Ihnen im Rahmen der Teilnahme bereitgestellt.
Der Digitalisierungstrend umfasst nicht nur die oben genannten Begriffe, sondern beschreibt den Aufbau von digitalen Unternehmensstrukturen, Prozessen, Ressourcen und Diensten mit dem Ziel, diese zu vereinfachen und Synergieeffekte zu nutzen.
Die Pharmaindustrie steht vor großen Herausforderungen: Profitabilität und Gewinnmargen sinken, die Produktlebenszyklen werden kürzer und der Patentschutz vieler Produkte läuft aus. Der Kosten- und Innovationsdruck steigt zunehmend. Gleichzeitig sind fehlerfreie und agile Lieferketten gefordert und zusätzlich erschweren gesetzliche Regularien die Marktbedingungen. Neben dieser aktuellen Entwicklung ist das Portfoliomanagement der bestehenden und zukünftigen Produkte weiterhin eine zentrale Herausforderung für den nachhaltigen Markterfolg.
Hinzu kommt, dass Patienten häufiger digitale Portale und Services konsultieren und somit bestehende Marketing & Sales Prozesse verändern. Selbst sensible Themen, wie der eigene Gesundheitszustand, hält Patienten nicht davon ab, diese Informationen online einzuholen. Pharmaunternehmen sehen sich den Herausforderungen gegenüber, dass die „digitale" Erwartungshaltung ihrer Kunden und Patienten stetig zunimmt sowie der Einfluss von Geschäftspartnern und Lieferanten auf ihre Wertschöpfungskette weiter steigt. Unternehmensgrenzen werden von digitalen Innovationen aufgelöst und schaffen Eintrittspunkte für neue Geschäftsmodelle und neue Wettbewerber im Life Science-Markt.

Neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung

Pharmaunternehmen gehen daher zunehmend strategische Partnerschaften ein, um effektiver und effizienter zusammenzuarbeiten. Im Bereich Supply Chain Management hat beispielsweise das Healthcare-Unternehmen Baxter International seine komplette Direktbelieferung an den niederländischen Logistikkonzern Jan de Rijk Logistik ausgelagert. Ein weiteres Beispiel ist ein Software-Tool der DHL: Pharmakunden können die eigenen Warenbestände und den aktuellen Transportabschnitt in Echtzeit verfolgen, ohne dafür herausfinden zu müssen, welcher Logistikdienstleister die Waren global transportiert. Pfizer hingegen stärkt die Zusammenarbeit auf Grundlage optimierter Datenmodelle und Datenaustausch. Der Konzern tauscht digital klinische Daten mit Forschungspartnern aus, damit Patientendaten von klinischen Tests zusammengeführt und analysiert werden können. Diese Daten können unabhängig von Studien- und Forschungsprogrammen genutzt werden und geografische Distanzen überwinden. Bayers Forschung & Entwicklung nutzt ein gemeinsames Labor mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und hat darüber hinaus verschiedene Forschungskooperationen, wie zum Beispiel mit Amgen. AstraZeneca bietet zudem eine Open Innovation Plattform, um Entwicklungen zu beschleunigen und neue Ideen für die Forschung zu generieren.

Die Bereiche Finanzwesen, IT und Beschaffung sind in der Pharmabranche am häufigsten externalisiert. Allein der Outsourcing-Markt für Auftragsforschungsinstitute der Pharmabranche lag bei 31 Mrd. USD im Jahr 2013 und es wird vermutet, dass das Marktvolumen bis 2018 auf 65 Mrd. USD ansteigt.
Durch Outsourcing und strategische Allianzen über die gesamte Wertschöpfungskette werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht unter der Voraussetzung, dass ein integrierter Prozessmanagementansatz angewendet wird. Es stellen sich umfangreiche Fragestellungen, wie Pharmaunternehmen und deren externes Unternehmensnetzwerk Digitalisierungstrends nutzen sollten, um Kernkompetenzen zu stärken und neue Geschäftsmodelle zu etablieren.

Digitale Innovation bietet vielversprechende Chancen
Pharmakonzerne sehen sich einer Vielzahl von Herausforderungen in ihrer Supply Chain gegenüber, die mithilfe von digitalen Konzepten gelöst werden können. Cloud Services können die globalen Einkaufs- und Auftragsprozesse beschleunigen und diesen einfacher und transparenter gestalten. Des Weiteren können GPS-Informationen, die in Echtzeit an mobile Endgeräte gesendet werden, den Wareneingangs- und Warenausgangsprozess verbessern, indem minutengenau Ankunftszeiten inklusive Ladungsdetails übermittelt und damit der Wareneingang vorbereitet und effizient ausgeführt werden kann. Außerdem können Cloud Services genutzt werden, um die Nachverfolgbarkeit der globalen Supply Chain für Kunden und Lieferanten zu stärken. Denn Supply Chain-Visibilität schafft die Voraussetzung für flexible und agile Lieferketten und zusätzlich durch reaktionsschnelle Wertschöpfungsketten eine verkürzte Produkteinführungszeit (Time to Market).
Nicht zuletzt können durch eine Kombination von virtuell integrierten Produktions- und Logistiknetzwerken und der Nutzung von Cloud Services GxP relevante Produktdaten ausgetauscht und Serialisierungsnummern übermittelt werden, um die Nachverfolgbarkeit von Lieferungen sicherzustellen. Dies sind nur einige Beispiele, wie digitale Innovationen die eigene Supply Chain optimieren können. Letztendlich können alle gesammelten Informationen in Big Data-Lösungen und, damit verbunden, vorhersagenden Analysen genutzt werden, um die Produktions- und Absatzplanung mit höherer Genauigkeit durchzuführen.
Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation und die digitalen Treiber ergibt sich für die Pharmabranche ein großes Optimierungspotential in ihrem Wertschöpfungsnetzwerk. Voraussetzung ist es, den Kunden in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen, um wertstiftende Anknüpfungspunkte zu konzipieren. Pharmaunternehmen profitieren durch Multi-Channel Marketing & Sales, indem Gespräche mit medizinischem Fachpersonal oder Patienten ermöglicht werden, wobei gleichzeitig die Vertriebskosten gesenkt werden. Verkaufsportale und Onlinemarketing erhöhen das Potenzial von Closed Loop Marketing, da durch verbesserte Segmentierungsinformationen gezielte Angebote unterbreitet werden können, die der Kundennachfrage entsprechen. Verbindet man diverse Kommunikationskanäle mit den Echtzeitinformationen zu Produkten und Services im Wertschöpfungsnetzwerk, können zusätzliche Marktpotenziale erzielt werden.

Umfrage zur Digitalisierung in der Pharmaindustrie
Allerdings sind dies nur Auszüge dessen, was uns im Zuge der Digitalisierung erwartet und es stehen viele Fragen an, die es zu beantworten gilt. Wie weit sind Sie mit Ihrer digitalen Unternehmensstrategie? Etablieren Sie bereits neue Geschäftsmodelle und können Sie sich mit neuen Wettbewerbern wie Google und Apple messen?
Nehmen Sie an unserer Umfrage "Do digital innovations drive externalization?" teil, um erste Antworten auf diese Fragen zu erhalten. BearingPoint untersucht, welche digitalen Innovationen die treibende Kraft der Externalisierung im Sinne von Outtasking, Outsourcing oder strategische Allianzen in der pharmazeutischen Wertschöpfungskette sind. Ein Peer Benchmark für Ihr Unternehmen wird Ihnen im Rahmen der Teilnahme bereitgestellt. 

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