23.03.2017
ThemenLogistik

BVL Forum Chemielogistik: Digitalisierung ersetzt nicht Strategie

  • Das Kombiterminal (KTL) von BASF in Ludwigshafen ist Teil der Werksführungen im Rahmen des Forums. © BASFDas Kombiterminal (KTL) von BASF in Ludwigshafen ist Teil der Werksführungen im Rahmen des Forums. © BASF
  • Das Kombiterminal (KTL) von BASF in Ludwigshafen ist Teil der Werksführungen im Rahmen des Forums. © BASF
  • © BASF

Auch die Digitalisierung ist nicht nur Segen. Auf der einen Seite stehen Chancen und Potenziale mit Blick auf Effizienz, Flexibilität, Produktivität, Transparenz und Kundenorientierung. Auf der anderen Seite entstehen neue Szenarien, neue Risiken, neue Herausforderungen, für die es keine Erfahrungswerte gibt – und manchmal noch nicht einmal einen rechtlichen Rahmen.

Die vielbeschworene digitale Transformation ist mit einem Wandel verbunden, der sich durch alle Unternehmensbereiche zieht. Das bedingt einen hohen Einsatz seitens der Menschen, die diesen Wandel mitgehen müssen und dafür ausreichend zu qualifizieren sind. Nicht zuletzt müssen passende Hardware und Software vorgehalten oder gar entwickelt werden. Trotz Hype und der Drängelei, jetzt bloß nicht den technologischen Anschluss zu verpassen, sollten Entscheider sich also gut überlegen, wie viel Digitalisierung für sie machbar und sinnvoll ist. Strategie bleibt auch in digitalen Zeiten ein elementarer Baustein unternehmerischen Handelns.

Nützliches Wissen, um eine pragmatische Digitalisierungsstrategie in der Chemieindustrie zu entwickeln, bietet das Forum Chemielogistik der BVL am 17. und 18. Mai 2017 am BASF-Standort Ludwigshafen. Die Teilnehmer lernen, Mythen und Fakten zu unterscheiden. Wie groß sind die Risiken des Datenaustausches im Rahmen von Geschäftsbeziehungen wirklich? In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Nutzen, und wie sieht es mit den rechtlichen Bedingungen für den Datenschutz aus? Für die Akteure der Chemieindustrie besonders wichtig ist das Wissen über Cybersicherheit und die Vorsorge vor Hackerangriffen, um gefährliche oder wertvolle Stoffe vor Manipulationen zu schützen.

Digitalisierung in der Praxis

Referenten aus Industrie und Dienstleistung stellen auf dem Forum Praxisprojekte vor, die den Nutzen neuer Technologien und digitaler Prozesse deutlich machen. Mit Big Data lässt sich beispielsweise die Transportsicherheit verbessern. Wie das ganz konkret bei Evonik Industries in Darmstadt funktioniert, verrät auf dem Forum Robert Schmidkunz, Leiter Logistik Sicherheit bei Evonik.

Welche Vorteile insbesondere Unternehmen aus der Chemieindustrie von einem „digitalen Seehafen“ haben, schildert Roland Klein, Repräsentant des Hafens Rotterdam, in seinem Vortrag über die Digitalisierung des größten Hafens Europas. Im neuen „Consultants Pitch“ diskutieren zudem führende Köpfe großer Beratungsunternehmen über die Erkenntnisse aus jüngst durchgeführten Studien zur Digitalisierung in der Wirtschaft.

Ein Keynote-Sprecher ist Ralf Busche, Senior Vice President Global Supply Chain Strategy & Performance beim Gastgeber BASF, der das Forum Chemielogistik als Fortbildungs- und Networking-Möglichkeit schätzt. „Es ist für die Supply Chain-Experten der BASF eine exzellente Plattform für den Austausch mit Fachleuten aus anderen Technologie- und Chemieunternehmen sowie aus der Wissenschaft. Gemeinsam werden hier neue Ideen und Trends diskutiert, die uns alle bewegen. Gerne unterstützen wir als Gastgeber das Forum und freuen uns, die Teilnehmer in diesem Jahr nach Ludwigshafen einladen zu dürfen.“ (sa)

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