09.02.2017
ThemenLogistik

Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa (1/17)

Winterauswertung 2016: Durchwachsene Entwicklungen der Frachtraten

  • Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in EuropaFraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa
  • Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa
  • Florian Mägerlein, Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS

Die Winterauswertung 2016 des Frachtraten-Benchmarkings der Fraunhofer SCS zeigt für den europäischen Straßengüterverkehr im Transportsegment Bulk Tank einen leichten Preisrückgang, für die verpackte Ware im Komplettladungsbereich (FTL) eine Stagnation und für den Teilladungsbereich (LTL) eine Steigerung der Frachtraten.

In der vorherigen Halbjahres-Auswertung zum April 2016 konnte noch für alle Transportsegmente eine Reduzierung der Preise ausgewiesen werden (Bulk Tank: -0,7%; FTL: -1,9%; LTL(7,5t): -1,7%; LTL(2,0t): -1,6% und LTL(0,5t): -2,5%). Dies war u.a. auf den stark fallenden Dieselpreis (-11,1%) zurückzuführen. Für die aktuelle Auswertungsperiode zeigt sich jedoch, dass der Dieselpreis mit einem Plus von über 2% zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder steigt. Für rückläufige Entwicklungen in den Frachtraten werden somit andere Marktbewegungen, wie z.B. die Kapazitätsentwicklungen, wichtiger.

Im Bulk Tank-Segment zieht sich der leichte Rückgang der Frachtraten (-0,6%) durch fast alle betrachteten Länder-Relationen, wobei die Einsparungen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. So weisen Touren aus den Benelux-Ländern nach Italien eine Abnahme von über -2% aus, innerdeutsche Touren hingegen blieben preislich weitestgehend stabil. Anders sieht es für das FTL-Segment aus, für das regional betrachtet sowohl Preisrückgänge von bis zu -2,4% (z.B. Deutschland-Tschechien) wie auch Preissteigerungen von fast +3% (z.B. Frankreich-Benelux) auszumachen sind, das aber insgesamt stagniert (-0,1%). Für den Teilladungsbereich ergibt sich – die Frachtraten über alle betrachteten europäischen Länder aggregiert – jeweils eine Preissteigerung (LTL(7,5t): +0,8%, LTL(2,0t): +1,2% und LTL(0,5t): +0,5%). So lassen sich zwar in allen drei Segmenten auch Regionen finden, für die die Frachtraten gefallen sind, für gewisse Relationen, wie z.B. von Deutschland in die Schweiz sind die Preise jedoch umso deutlicher gestiegen.

In der CHEManager-Ausgabe 19/2017 im Oktober erwarten Sie die aktuellen Benchmarking-Ergebnisse der nächsten Auswertung.


Frachten-Benchmarking Chemie

Das Fraunhofer SCS Frachten-Benchmarking besteht seit 2005 und ermöglicht seinen Teilnehmern einen detaillierten und anonymen Vergleich ihrer Frachtraten für den Lkw-Transport chemischer Güter in Europa.

Hierdurch werden Marktentwicklungen und durchschnittliche Frachtraten auf nationaler wie auch regionaler Basis transparent gemacht und können im Unternehmenscontrolling sowie in Verhandlungen genutzt werden. In der vorliegenden Kolumne werden halbjährlich aggregierte Entwicklungstrends verschiedener Transportsegmente für die CHEManager-Leser veröffentlicht.

Das SCS Frachten-Benchmarking Chemie wird als offener Arbeitskreis geführt und kann durch geeignete Unternehmen erweitert werden.


 

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