28.02.2018
ThemenLogistik

Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa (1/18)

Winterauswertung 2017: Steigerung der Frachtraten im Bulk Tank Segment

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  • Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa
  • Florian Mägerlein, Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS

Die Winterauswertung 2017 des Frachtraten-Benchmarkings der Fraunhofer SCS zeigt für den europäischen Straßengüterverkehr im Transportsegment Bulk Tank eine klare Steigerung der Frachtraten. Für die verpackte Ware ergeben sich sowohl im Komplettladungsbereich (FTL) als auch in den Teilladungsbereichen (LTL) vergleichsweise konstante Werte.

Bereits in der Sommerauswertung 2017 war das Bulk Tank-Segment der Bereich mit dem deutlichsten Preisanstieg (+1,3 %) und auch erneut gehen die europäischen Frachtraten hier mit durchschnittlich +1,0 % am stärksten nach oben. Getrieben wird diese Zunahme, wie auch in der letzten Auswertung, vor allem durch die Touren, die in den Benelux-Ländern starten. Besonders im Fokus stehen hierbei die Verbindungen Benelux-Frankreich und Benelux-England. Doch auch alle anderen betrachteten Länderrelationen weisen eine zumindest leichte Erhöhung der Raten auf.

Das FTL-Segment – mit +1,1 % im vorherigen Halbjahr noch am zweitstärksten gewachsen – ist in der aktuellen Auswertung der einzige Bereich mit einem leichten Rückgang der Frachtpreise von -0,3 %. Diese Reduzierung zieht sich jedoch nicht gleichmäßig durch alle Touren. Stattdessen fallen die Entwicklungen der Länderrelationen deutlich unterschiedlich aus: So lassen sich sowohl stark fallende Frachtraten ausmachen (wie z.B. Frankreich-Schweden und Benelux-Schweden), aber auch klar steigende (z.B. Benelux-Benelux und Deutschland-Russland).

Alle drei Teilladungsbereiche weisen diesmal eine sehr ähnliche, konstante Entwicklung auf. So steigt das LTL (7,5t)-Segment lediglich um +0,1 % (gegenüber +0,6 % im letzten Sommer) und auch das LTL (2,0t)-Segment legt nur um die gleichen +0,1 % (zuletzt -0,2 %) zu. Für das LTL (0,5t)-Segment berechnet sich ebenfalls ein nur leichter Anstieg von +0,2 % (zuvor +0,4 %). Die nur sehr geringen Erhöhungen können sich unter anderem darauf stützen, dass zwar der Index der relevanten Erzeugerpreise um +0,3 % gestiegen ist, der Dieselpreis diese mit seinem Rückgang um -1,2 % jedoch ausgleicht.

Der Blick auf die einzelnen Touren zeigt, dass es in allen Teilladungsbereichen nur wenige Ausreißer mit stärker steigenden oder fallenden Frachtraten gibt. Interessant ist hierbei beispielsweise Deutschland-Ungarn, das für alle drei Segmente eine deutliche Preisreduzierung verzeichnet.

In der CHEManager-Ausgabe 19/2018 erwarten Sie die aktuellen Benchmarking-Ergebnisse der nächsten Auswertung.

Frachten-Benchmarking Chemie

Das Fraunhofer SCS Frachten-Benchmarking besteht seit 2005 und ermöglicht seinen Teilnehmern einen detaillierten und anonymen Vergleich ihrer Frachtraten für den Lkw-Transport chemischer Güter in Europa. Hierdurch werden Marktentwicklungen und durchschnittliche Frachtraten auf nationaler wie auch regionaler Basis transparent gemacht und können im Unternehmenscontrolling sowie in Verhandlungen genutzt werden. In der vorliegenden Kolumne werden halbjährlich aggregierte Entwicklungstrends verschiedener Transportsegmente für die CHEManager-Leser veröffentlicht.

Das SCS Frachten-Benchmarking Chemie wird als offener Arbeitskreis geführt und kann durch geeignete Unternehmen erweitert werden.

 

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