09.10.2019
ThemenLogistik

Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa (2/19)

Erneuter Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten

  • Das Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa verzeichnet in der Sommerauswertung 2019 einen erneuten Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten © Fraunhofer_SCSDas Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa verzeichnet in der Sommerauswertung 2019 einen erneuten Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten © Fraunhofer_SCS
  • Das Fraunhofer-Frachtkostenbarometer der chemischen Industrie in Europa verzeichnet in der Sommerauswertung 2019 einen erneuten Anstieg der Frachtraten in allen Segmenten © Fraunhofer_SCS
  • Julia Stephan, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Abt. Analytics, Gruppe Process Intelligence, Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS,  Nürnberg

Die Sommerauswertung 2019 des Frachtraten-Benchmarking des Fraunhofer SCS zeigt für den europäischen Straßengüterverkehr in allen betrachteten Transportsegmenten eine deutliche Steigerung der Frachtraten. Damit setzt sich die Tendenz der vorangegangenen Auswertungsperioden fort. Insbesondere im Teilladungsbereich (LTL) ist eine deutliche Zunahme der Frachtpreise erkennbar.

Im direkten Vergleich aller Segmente weist der Bereich Bulk Tank mit +2,1 % die geringste Preissteigerung auf. Im Vergleich zu den letzten beiden Halbjahresauswertungen sind die Frachtraten für Bulk Tank in dieser Auswertungsperiode jedoch stärker angestiegen (Vergleich Preisanstieg Oktober 2018: +0,9 %; Preisanstieg April 2018: +1,4 %). Diese Entwicklung wird, wie auch bereits in den Auswertungsperioden zuvor, insbesondere von einem Preis­anstieg von Transporten innerhalb Frankreichs getrieben.

Das FTL-Segment verzeichnet in dieser Auswertungsperiode mit +2,4 % die gleiche prozentuale Steigerung der Frachtraten wie in der vorangegangenen Auswertung im Oktober 2018. Diese fällt allerdings geringer aus als vor einem Jahr (Vergleich Preisanstieg April 2018: +3 %). Insbesondere Frachtraten für Transportrelationen, die in Deutschland starten, weisen einen vergleichsweise starken Anstieg (+2,9 %) auf. Die Frachtraten für Relationen aus anderen Ländern steigen verhaltener. Dennoch können im FTL-Bereich auch Länderrelationen identifiziert werden, die eine Reduzierung der Frachtraten aufweisen (z. B. BX-DK und BX-RU).

Die Frachtraten der drei Teilladungsbereiche sind, im Vergleich zum FTL und Bulk Segment, in dieser Auswertung am stärksten gestiegen. Die Frachtraten des LTL (7,5 t) -Segments verzeichnen einen Zuwachs von 3,1 % (Vergleich Preis­anstieg Oktober 2018: 2,6 %). Für das LTL (2,0t) – Segment berechnet sich ebenfalls ein starker Preisanstieg von +3,5 % (Vergleich Preisanstieg Oktober 2018: 2,4 %).

Das LTL (0,5 t) – Segment weist mit +3,9 % die insgesamt stärkste Preissteigerung aller Segmente auf (Vergleich Preisanstieg Oktober 2018: 1,6 %). Ähnlich wie im Komplettladungsbereich (FTL) sind auch in den Teilladungsbereichen insbesondere Transporte, welche in Deutschland starten, von dem Preisanstieg betroffen. Preissenkungen konnten im Teilladungsbereich, im LTL (2,0 t) -Segment und im LTL (0,5 t) – Segment, einzig für Transporte innerhalb des Vereinigten Königreichs beobachtet werden.
In der CHEManager-Ausgabe im Februar 2020 erwarten Sie die aktuellen Benchmarking-Ergebnisse der nächsten Halbjahresauswertung.


Frachten-Benchmarking Chemie
Das Fraunhofer SCS Frachten-Benchmarking besteht seit 2005 und ermöglicht seinen Teilnehmern einen detaillierten und anonymen Vergleich ihrer Frachtraten für den Lkw-Transport chemischer Güter in Europa. Hierdurch werden Marktentwicklungen und durchschnittliche Frachtraten auf nationaler wie auch regionaler Basis transparent gemacht und können im Unternehmenscontrolling sowie in Verhandlungen genutzt werden. In der Ihnen vorliegenden Kolumne werden halbjährlich aggregierte Entwicklungstrends verschiedener Transportsegmente für die CHEManager-Leser veröffentlicht.
Das SCS Frachten-Benchmarking Chemie wird als offener Arbeitskreis geführt und kann durch geeignete Unternehmen erweitert werden.


 

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