21.04.2020
ThemenLogistik

Kommentar: Hamburger Hafen - wichtige Drehscheibe für die chemische Industrie

Ingo Egloff, Hafen Hamburg Marketing

  • Im Hamburger Hafen werden große Industrieareale von der Chemie genutzt. Zukünftig soll auch grüner Wasserstoff u.a. in einem großen Werk im Hamburger Hafen produziert werden. © HHM/Michael Linder Im Hamburger Hafen werden große Industrieareale von der Chemie genutzt. Zukünftig soll auch grüner Wasserstoff u.a. in einem großen Werk im Hamburger Hafen produziert werden. © HHM/Michael Linder
  • Im Hamburger Hafen werden große Industrieareale von der Chemie genutzt. Zukünftig soll auch grüner Wasserstoff u.a. in einem großen Werk im Hamburger Hafen produziert werden. © HHM/Michael Linder
  • Ingo Egloff, Hafen Hamburg Marketing © HHM/Achim Multhaupt

Deutschlands größter Seehafen Hamburg ist auch für die chemische Industrie eine wichtige Drehscheibe für den Im- und Export. Der seeseitige Umschlag von Chemie-Erzeugnissen erreichte 2018 in Hamburg 15,5 Mio. t. Dies ist ein Anteil von 13 % an den insgesamt in Hamburg umgeschlagenen Gütern. Der Import schlug mit 5,6 Mio. t zu Buche, der Export war mit 9,7 Mio. t deutlich stärker. Im Export war der Bereich Düngemittel von großer Bedeutung. Haupthandelspartner waren Brasilien, USA und Frankreich, China, Südkorea und Russland.
Norddeutschland ist für die chemische Industrie und damit auch für den Hamburger Hafen wichtig. Im Hamburger Hafen werden große Industrieareale von der Chemie genutzt, aber auch in der gesamten Metropolregion sind im Unterelbe­raum in Stade und Brunsbüttel viele Industrieanlagen. Sowohl die Grundstoffindustrie, als auch die verarbeitende Industrie nutzen die günstigen Bedingungen der Lage am seeschifftiefen Wasser der Elbe und dem Nord-Ostsee Kanal.
Dies wird noch wichtiger werden, wenn aufgrund der Energiewende zunehmend Wasserstofftechnologie genutzt werden soll und auch LNG eine größere Rolle spielen wird. Grauer Wasserstoff wird schon in großen Mengen produziert und zukünftig soll auch grüner Wasserstoff u. a. in einem großen Werk im Hamburger Hafen produziert werden. Auch ein nationales LNG-Terminal soll im Unterelberaum angesiedelt werden.   
Der Hamburger Hafen bietet für die chemische Industrie insbesondere aufgrund der 1.300 Bahnverbindungen jede Woche auch unter Nachhaltigkeitsaspekten und aufgrund der verlässlichen Verbindungen eine gute Möglichkeit, Transporte im Zu- und Ablauf zwischen Deutschlands größtem Universalhafen und dem Binnenland effizient zu steuern. Hamburg hat sich beim Bund für den Ausbau der Ostkorridor-Eisenbahntrasse, die bis ins bayerische Chemieindustriegebiet in Burghausen reicht, stark gemacht.

Mehr Gütertransporte werden auch auf der Elbe möglich sein, wenn die Fahrrinnenanpassung der Elbe abgeschlossen ist. Der Hamburger Hafen wird dann auch in der Lage sein, weitere schwere Container der Chemieindustrie – auch aus dem Bereich der Rheinschiene, die mit der Bahn nach Hamburg gelangen könnten, abzufertigen.

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