11.09.2014
ThemenLogistik

Logistik-Spezialisten im Industriepark Höchst machen Supply-Chains für Chemie- und Pharma-Unternehmen transparent

  • 1. Im Industriepark Höchst verbindet der „Trimodalport“ die Verkehrswege Schiene, Straße und Wasserstraße miteinander.1. Im Industriepark Höchst verbindet der „Trimodalport“ die Verkehrswege Schiene, Straße und Wasserstraße miteinander.

Der Schlüssel zur erfolgreichen Supply-Chain sind Sicherheit, Schnelligkeit und Effizienz. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Chemielogistik im Gegensatz zu anderen Branchen auf dem sicheren Handling von chemischen Stoffen und Produkten, was nicht alle Logistikdienstleister, sondern ausschließlich Spezialisten garantieren können. Doch deren Know-how hilft auch dabei, die Supply-Chains von Chemie- und Pharmaunternehmen transparenter und wirtschaftlicher zu machen.

Sichere Gefahrstoff-Lagerung in der Chemie-Logistik

Für die Lagerung von Stoffen aus rund der Hälfte der dreizehn Lagerklassen gemäß Störfallverordnung gelten besonders strenge Bestimmungen, insbesondere beim Brandschutz für die Lagerklassen 3, 4 und 5. „Um Gefahrstoffe sicher zu lagern ist es sinnvoll, einen Dienstleister in einem Industrie- oder Chemiepark zu beauftragen, der über das erforderliche Know-how sowie die optimale Infrastruktur verfügt", sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Infraserv Logistics. Im 4,6 km² großen Industriepark Höchst produzieren und forschen rund 90 Chemie- und Pharma-Unternehmen, 22.000 Menschen arbeiten hier. Der Standort-Logistiker betreibt das größte Gefahrgutlager in Hessen. „Hier genießt der Schutz von Mensch und Umwelt höchste Priorität", beteuert Schmidt. Mit behördlich abgestimmter Notfallorganisation, eigener Werkfeuerwehr und einem arbeitsmedizinischen Zentrum hat der Standortbetreiber umfassende Schutzvorkehrungen getroffen. Zudem ist das Gelände durch die Zutrittskontrollen an den Einfahrttoren sowie durch Streifengänge gut gesichert. Sämtliche Lager liegen in gebührender Distanz zu den produzierenden Betrieben des Standorts.

„Wir verfügen nicht nur über das erforderliche Fachwissen im Umgang mit Gefahrstoffen der verschiedenen Gefahrstoffklassen und ihren möglichen Wechselwirkungen, sondern unsere Organisation ist auch darauf ausgerichtet, die erforderlichen Genehmigungsvorschriften zu jeder Zeit zu erfüllen. Dazu zählen natürlich die Einhaltung der Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften", sagt Geschäftsführungs-Kollege Jochen Schmidt. Der Logistik-Dienstleister hat zudem die erforderlichen Genehmigungen für die Gefahrstoffklassen 2a (Gase unter Druck), 6 (giftige und sehr giftige Stoffe) und 8 (ätzende Stoffe).

Dafür muss das Unternehmen unter anderem besondere Belüftungsanlagen, Gaswarneinrichtungen, Explosionsschutz sowie Löschwasser- und Produktrückhaltevorrichtungen bereithalten. Zusätzlich können besonders leicht entzündliche Stoffe temperaturgeführt gelagert werden. Einige der Produkte dürfen sogar nur unter Verschluss und damit für Unbefugte unzugänglich gelagert werden.

Pharma-Logistik nach GMP-Standard

Doch nicht nur rechtliche Regularien, auch branchentypische Richtlinien setzen die Spezialisten um. Der hessische Logistiker sorgt für die Einhaltung aller Vorgaben des VCI-„Leitfadens für die Zusammenlagerung von Chemikalien" und aller technischen Bestimmungen. Der Dienstleister lagert und versorgt nicht nur die Produktionsstätten am Standort mit Roh,- Hilfs- und Wirkstoffen, die Mitarbeiter übernehmen auch die bedarfsgerechte Auswiegung und termingerechte Bereitstellung von pharmazeutischen Rohstoffen. Dabei ist das Serviceunternehmen auch für das Qualitätsmanagement wie beispielsweise die Einhaltung internationaler Industriestandards verantwortlich. Dazu zählen Regularien für die Verpackung, Etikettierung und Lagerung von pharmazeutischen Produkten, die Teil des internationalen „Good Manufacturing Practice"(GMP)-Standards der pharmazeutischen Industrie sind.

Logistik-Drehkreuz

Bei der Versorgung der Produktion und dem internationalen Versand der Produkte profitieren die Unternehmen im Industriepark von den ausgezeichneten Verkehrsanbindungen des Standortes: Am Südhafen des Industrieparks verbindet der so genannte „Trimodalport", ein Molenhafen mit Containerbrücke und Gleisanschluss, die Verkehrswege Schiene, Straße und Wasserstraße miteinander. Insbesondere der Transport auf dem Main ist attraktiv: Diese Möglichkeit spart Logistikkosten und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Vom Binnenschiff können hier Container auf den Lastkraftwagen oder die Eisenbahn umgeschlagen werden. Der Standort verfügt über ein internes Schienennetz von 57 Kilometern Länge und ist an das Streckennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Infraserv Logistics fertigt alle ein- und ausgehenden Güterzüge ab und übernimmt die Waggons an der Werksgrenze, um sie zu den Ent- und Beladestellen auf dem Betriebsgelände zu rangieren. Beim Versand der Produkte in alle Welt profitiert der Industriepark auch von seiner Nähe zum Flughafen Frankfurt. Für viele Unternehmen dient das Logistik-Zentrum, ein Hochregallager mit rund 70.000 Palettenplätzen, als Logistik-Drehkreuz. Das Zentrum verfügt über vollautomatische Regalbediengeräte in den beiden Lagerblöcken und Elektrohängebahnen in der Warenumschlaghalle. Dort werden jeden Tag mehr als 3.400 Paletten umgeschlagen.

 

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