18.11.2013
ThemenLogistik

Modellhafte Branchenlösung

Ganzheitlich konzipiert: Distributionszentrum des Pharmagroßhändlers Salus

  • Das SCS steht für hochdynamische Stückkommissionierung mit bis zu 1.000 Picks pro Stunde und Mitarbeiter.Das SCS steht für hochdynamische Stückkommissionierung mit bis zu 1.000 Picks pro Stunde und Mitarbeiter.
  • Das SCS steht für hochdynamische Stückkommissionierung mit bis zu 1.000 Picks pro Stunde und Mitarbeiter.
  • Salus Distributionszentrum: rd. 13.000 verschiedene Artikel aus acht Artikelgruppen mit elf Artikeltypen.
  • Für Pharma-Produkte, die unter Kühlbedingungen gelagert werden müssen, erfolgt eine manuelle Kommissionierung mit so genannten Picking-Carts.

Für Pharmagroßhändler Salus hat SSI Schäfer in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana eines der modernsten Distributionszentren in Mitteleuropa realisiert. Es ist eine Anlage nach ganzheitlicher Konzeption entstanden, die unterschiedliche Lager- und Kommissionierbereiche miteinander verknüpft.

Differenzierte Artikel- und Auftragsstrukturen erfordern vom Warehousing höchste Flexibilität und eine intelligente Verknüpfung der Kommissionierstrategien. Angesichts dieser Anforderungen entschloss sich Salus, einer der führenden Großhändler für pharmazeutische und medizinische Produkte im slowenischen Markt, zur Realisierung eines der modernsten Distributionszentren in Mitteleuropa.

„In der alten Anlage waren wir an die Grenzen unserer Kapazitäten gestoßen", erklärt Salus-Projektleiter Andrej Hočevar. „Zudem lag sie nicht verkehrsgünstig, Daher war die Entscheidung folgerichtig, ein neues Distributionszentrum zu bauen. Es bietet mehr Platz und - durch moderne Ausstattung und Prozessgestaltung - mehr Effizienz. Damit erhalten unsere Kunden einen besseren Service." Der Auftrag als Generalunternehmer für die Intralogistik ging an SSI Schäfer, Giebelstadt. Entstanden ist eine Anlage, die mit ihren vielfältigen Besonderheiten für die Anforderungen im Pharmahandel durchaus als modellhafte Branchenlösung zu bezeichnen ist.

Auftragsbezogene, mehrstufige Kommissionierung

Rund 13.000 verschiedene Artikel aus acht Artikelgruppen mit elf Artikeltypen sind in dem neuen Distributionszentrum in Ljubljana konzentriert. Der durchschnittliche Warenbestand liegt bei etwa 6 Mio. Einzelstücken. 30 Lagerbereiche mit vier unterschiedlichen Temperaturzonen umfasst der Lagerkomplex. So werden im neuen Salus-Distributionszentrum die Aufträge zur Belieferung von Apotheken, Krankenhäusern und Bedarfsstellen nach einer von SSI Schäfer angelegten, ganzheitlichen Konzeption zusammengestellt. Sie berücksichtigt eine auftragsbezogene, mehrstufige Kommissionierung nach verschiedenen Kommissionierstrategien - teilweise über drei Stockwerke.
Für die Lagerung von Paletten betrifft dies ein 6-gassiges, vollautomatisches Hochregallager (HRL) mit zwei kurvengängigen Regalbediengeräten.

Mehr als 5.100 Stellplätze für die einfachtiefe Lagerung von Paletten mit einem Gewicht von jeweils 1.000 kg stehen dort zur Verfügung. Für das Cross-Docking von Ganzpaletten ist zudem ein separater Umschlagbereich eingerichtet.

Anspruchsvolle Systemtechnik und Prozesssteuerung

Die Lagerung und Kommissionierung von Einzelartikeln erfolgt über ein automatisches Kleinteilelager (AKL) und ein Schäfer Carousel System (SCS). Darüber hinaus verfügt das Distributionszentrum über zwei manuell bediente Lagerbereiche: einen speziellen Komplex zur Lagerung temperaturgeführter Artikel sowie Bereiche zur Kommissionierung von Großmengen.
Alle Lager- und Kommissionierbereiche sowie die entsprechenden Handling-Prozesse bei Salus werden vom installierten SSI Schäfer-Lagerverwaltungssystem Wamas gesteuert. „Mit der Verknüpfung und umfassenden IT-Steuerung dieser unterschiedlichen Systeme und Bearbeitungsstrategien haben wir sowohl systemtechnisch als auch in der Prozesssteuerung durch die IT eines der anspruchsvollsten Projekte der vergangenen Jahre realisiert", urteilt Peter Diener, Projektleiter von SSI Schäfer. „Die so erzielte Prozessoptimierung führt für Salus trotz des sehr differenzierten Artikelspektrums und der Artikelvielfalt zu extrem schnellen Durchlaufzeiten, deutlich gesteigertem Durchsatz und hoher Prozesssicherheit."

Intelligenter Warenfluss

„Durch die einzigartige Systemkombination, die weitgehende Automation der Prozesse und das Leistungsvermögen der Systeme können wir täglich bis zu 300 Aufträge mit insgesamt 10.000 bis 12.000 Auftragspositionen zusammenstellen und ausliefern", so Hočevar.
Das bedarf intelligenter Warenflüsse. Diese hatte SSI Schäfer in der Konzeptions- und Planungsphase bereits vor der Anlageninstallation in Simulationsprojekten auf ihre Belastbarkeit hin überprüft.

 

Kontaktieren

SSI Schäfer Peem GmbH


Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.