Budgetplanung kann auch anders aussehen

Maßnahmenorientierte Planung fördert unternehmerisches Denken

  • Alljährlich planen Unternehmen mit hohem Aufwand ihre Budgets für die kommenden Geschäftsjahre. (© Indypendenz/Shutterstock)Alljährlich planen Unternehmen mit hohem Aufwand ihre Budgets für die kommenden Geschäftsjahre. (© Indypendenz/Shutterstock)
  • Alljährlich planen Unternehmen mit hohem Aufwand ihre Budgets für die kommenden Geschäftsjahre. (© Indypendenz/Shutterstock)
  • (Quelle: Maexpartners)
  • (Quelle: Maexpartners)
  • „Planung kann auch anders aussehen.“ Christian Gutsche, Partner, Maexpartners
  • „Maßnahmenorientierte Budgetplanung fördert unternehmerisches Denken.“ Felix Westkämper, Senior Manager, Maexpartners
Alljährlich planen Unternehmen mit hohem Aufwand ihre Budgets für die kommenden Geschäftsjahre. Damit sollen Ressourcen und Investitionsmittel effektiv auf Wachstumschancen und die aussichtsreichsten Unternehmensbereiche fokussiert werden. Genau dieses Ziel wird jedoch trotz zahlreicher Iterationsschleifen oftmals verfehlt.

Die Komplexität in multinationalen Unternehmen erschwert es, ausreichend Transparenz über einzelne, lokale Maßnahmen und ihre Effekte herzustellen. Die Allokation von Ressourcen und Management gelingt somit oft lediglich für Großprojekte und Schwerpunktthemen auf effiziente Weise. Budgetplanung führt daher häufig zu internen Auseinandersetzungen um Ressourcen und zu Wachstumsplänen, die auf vagen Extrapolationen, politischen Motiven und nicht-hinterfragten Annahmen über den unternehmerischen Erfolg einzelner Unternehmenseinheiten aufbauen. Die wichtigsten Kennzahlen zeigen als Resultat Jahr für Jahr den typischen Hockey-Stick-Verlauf: unterdurchschnittliches Wachstum in Umsatz und Profitabilität für das budgetierte Geschäftsjahr und überproportio­nales Wachstum in der Projektion über drei bis fünf Jahre.

Handlungsorientierung schon in der Budgetplanung anlegen

Planung kann auch anders aussehen. Die Unternehmensberatung Maexpartners begleitet Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Planungsprozesse und verfolgt dabei einen Ansatz, der die Wirkung und Effekte einzelner Maßnahmen und Handlungsoptionen in den Mittelpunkt stellt. Auf diese Weise werden die bestehenden Planungsprozesse ergänzt und bilden nach wie vor die Basis für die Budgets der Unternehmen und ihrer Gesellschaften. 
Nach der Top-down-Vorgabe von Planungszielen und Prämissen richten die einzelnen Tochterunter­nehmen ihren Fokus zu Beginn darauf, die Auswirkungen exogener Faktoren, wie z. B. Kostensteigerungen für Rohstoffe und Personal, aber auch Marktentwicklungen in einem Do-Nothing-Szenario präzise zu verstehen und quantitativ zu bewerten. Ausgehend von aktuellen Geschäftszahlen wird so zunächst eine realistische Baseline für die Planung der kommenden Geschäftsjahre entwickelt.
"Die Handlungsorientierung stellt sicher, dass Planziele auch in einem
volatilen und dynamischen Marktumfeld erreicht werden."
Durch den Vergleich dieses Szenarios mit den Zielvorgaben für das jeweilige Geschäftsjahr wird der Handlungsbedarf sofort quantifiziert.

Nun sind die lokalen Managementteams als Unternehmer gefordert. Welche konkreten Maßnahmen, wie z. B. die Einführung neuer Produkte, Preiserhöhungen, Kosteneinsparungen oder Produktivitätssteigerungen, können die exogenen Effekte wirksam kompensieren? Sind die geplanten Maßnahmen ausreichend, um die kurz- und mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen? Welche Risiken und welche zusätzlichen Potenziale sind auf der Ebene einzelner Maßnahmen bereits abschätzbar? Der Dialog über diese Fragen stärkt unternehmerisches Denken auf lokaler Ebene und nimmt die Teams direkt in die Verantwortung zu gestalten. 

Auf diese Weise entsteht eine Budgetplanung von hoher Plausibilität und Belastbarkeit. Durch die einheitliche Systematik lassen sich die lokalen Effekte exogener Faktoren und Maßnahmen konzernweit ag­gregieren. Kennzahlen wie Umsatz, EBIT, Personal lassen sich auf einfache Weise vom aktuellen Geschäftsjahr auf das Planjahr überleiten. Verschiedene Darstellungen möglicher Maßnahmen schaffen Transparenz und ermöglichen Risikoanalysen auf unterschiedlichen Steuerungsebenen im Unternehmen.

Budgetplanung effektiv mit Umsetzungsplänen verknüpfen

Die Vorteile der Methode offenbaren sich vor allem im Verlauf des geplanten Geschäftsjahres. Bereits bei der Definition der Maßnahmen werden für die Umsetzung verantwortliche Manager, Implementierungspläne und Ressourcen zugeordnet. Dies unterstützt später die schnelle Umsetzung auf lokaler Ebene und die Nachverfolgung des regulären Verlaufs. Die Unternehmenseinheiten fokussieren in ihren Führungsdia­logen stärker auf Fakten und die jeweiligen Handlungsoptionen; sie übernehmen mehr Verantwortung für die Steuerung ihres Geschäfts. Abweichungen werden frühzeitiger erkannt und die Effektivität der geplanten Maßnahmen durch aktives Gegensteuern sichergestellt.
Auf diese Weise wird mit einer maßnahmenorientierten Budgetplanung nicht nur die Plausibilität der Planung erhöht, sondern gleichzeitig die Grundlage für das Management der Maßnahmen im laufenden Geschäftsjahr gelegt – die unternehmerischen Planziele werden deutlich besser erreicht. Erfolgt der Maßnahmen-Review in einem monatlichen Prozess, und ergänzt so die Managementroutine der Teams vor Ort, ist dies zugleich der Einstieg in einen rollierenden Planungsprozess. Eine Vorausschau auf die Geschäftsentwicklung kann zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres mit wenig Aufwand aus einer aktuellen Maßnahmenplanung abgeleitet werden, dies ergänzt den Business-Forecast und macht ihn plausibel. 
Die Handlungsorientierung unterstützt die Weiterentwicklung der Organisation, stärkt das unternehmerische Denken auf lokaler Ebene und stellt sicher, dass Planziele auch in einem volatilen und dynamischen Marktumfeld erreicht werden. Dies schafft Vertrauen, entlastet obere Führungsebenen von Kontrollfunktionen, ermöglicht mehr Dynamik und Transparenz im Einsatz von wertvollen Ressourcen und erhöht so nachweislich den unternehmerischen Erfolg.

ZUR PERSON
Christian Gutsche ist seit dem Jahr 2015 als Partner bei der Unternehmensberatung Maexpartners. Er hat zahlreiche internationale Transformationsprojekte in der Chemie- und Life-Sciences-Industrie umgesetzt. Vor seiner Tätigkeit als Berater hatte er verschiedene Führungspositionen in der Industrie in den Bereichern Beschaffung, Produktion und Entwicklung inne.


ZUR PERSON
Felix Westkämper ist seit Juli 2018 für Maexpartners tätig. Als Senior Manager leitet er Kundenprojekte und berät multinationale Unternehmen u. a. bei der Weiterentwicklung ihrer Strategie- und Budgetplanungsprozesse. Zuvor war er über zehn Jahre in den Feldern Commercial Excellence, Geschäftsmodellentwicklung und Produktmanagement in der Chemie- und Bauzulieferindustrie tätig. 


 

 

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Josef-Gockeln-Str. 10
40474 Düsseldorf

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