Die deutsche chemische Industrie 2030 - eine Studie des Verband chemische Industrie

  • Weltwirtschaft wächst dynamisch: Die Weltwirtschaft wächst bis 2030 jährlich um 3 Prozent. Wäh­rend die Schwellenländer, insbesondere China, Weltmarktan­teile hinzugewinnen, schrumpft der Anteil der Industrieländer am globalen Bruttoinlandsprodukt um 11 Prozentpunkte.Weltwirtschaft wächst dynamisch: Die Weltwirtschaft wächst bis 2030 jährlich um 3 Prozent. Wäh­rend die Schwellenländer, insbesondere China, Weltmarktan­teile hinzugewinnen, schrumpft der Anteil der Industrieländer am globalen Bruttoinlandsprodukt um 11 Prozentpunkte.
  • Weltwirtschaft wächst dynamisch: Die Weltwirtschaft wächst bis 2030 jährlich um 3 Prozent. Wäh­rend die Schwellenländer, insbesondere China, Weltmarktan­teile hinzugewinnen, schrumpft der Anteil der Industrieländer am globalen Bruttoinlandsprodukt um 11 Prozentpunkte.
  • Rohöl wird teurer: Die Nachfrage nach Öl steigt bis 2030 deutlich an. Um diese Nachfrage bedienen zu können, müssen neue Ölfelder erschlos­sen werden. Die Ölförderung wird immer aufwendiger und Öl teurer. Dämpfend auf den Ölpreis wirken sich hingegen die Erfolge vieler Industrieländer bei der Ressourceneffizienz aus. Quelle: IEA "current policies scenario"
  • Weltbevölkerung wächst - Lebenserwartung steigt: In allen Ländern steigt die Lebenserwartung und damit der Anteil der Personen über 65 Jahre. Zudem schrumpft in Japan, Russland, Polen und Deutschland die Bevölkerung. Quelle: Vereinte Nationen 2010

Der Megatrend Weltbevölkerungswachstum führt zu einem zunehmenden Bedarf an Konsumgütern. Eine Entwicklung, die sich besonders in Asien und Lateinamerika zeigt. Die Konsumgüterproduzenten, Kunden der Chemiebranche, drängen in diese „emerging markets", was zu einer Ver­schiebung der Wachstumszentren weg von Europa führt. Dieser Effekt führt zu steigendem Wettbewerbsdruck so­ wie wachsender Nachfrage nach Rohstoffen und Energie.
In dieser wirtschaftlichen Entwicklung nimmt die Chemie weltweit eine Schlüsselrolle ein. Die Chemie in Deutschland kann von diesem Effekt profitieren.

Erfolgsfaktoren für ein solides Wirtschaftswachstum in Deutschland

Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Branche in den kommenden zwanzig Jahren ihre Innovationsanstrengungen ebenso steigern wie Ressour­ceneffizienz und Produktivität. Neue Märkte können die Unternehmen auch zukünftig mit innovativen, hochwerti­gen Chemikalien erschließen.

Der Produktionsverbund in­nerhalb der Branche und der starke industrielle Kern der deutschen Volkswirtschaft mit seinen vernetzten Wert­schöpfungsketten sind dabei Garant für ein solides Wirt­schaftswachstum bis 2030.

Wirtschaftspolitische Risiken für das Wachstum in der Chemie

Dämpfend wirken sich der Rück­gang der Bevölkerung in Deutschland und damit die sinkende Zahl der Arbeitnehmer sowie die hohen Finan­zierungsdefizite der öffentlichen Haushalte in Europa aus. Entscheidend sind daher zukünftige wirtschaftspoli­tische Rahmenbedingungen.
Aus Sicht der chemischen Industrie muss die Politik der demografisch bedingten Verknappung von Arbeitskräften entgegenwirken und das Bildungssystem verbessern. Darüber hinaus gilt es, die Ein­wanderungsmöglichkeiten für Fachkräfte zu verbessern.
Durch staatliche Forschungsförderung, eine bessere Quali­fizierung der Arbeitnehmer und eine höhere Technologie­akzeptanz in der Gesellschaft lässt sich das Innovations­potenzial Deutschlands verbessern.

Politisch festgelegte Forschungsfelder sowie die Förderung einzelner Industrie­ zweige zulasten anderer dämpfen hingegen das Wachstums­potenzial.
Sinnvoller ist es, das Industrieland Deutschland insgesamt zu stärken.

Auswirkungen der Energiewirtschaft auf die chemische Industrie

Die Energiewende muss kosteneffi­zient vorangetrieben werden.

Solange es in Deutschland keine international wettbewerbsfähigen Energiepreise gibt, müssen die Härtefallregelungen für die energieintensive Produktion erhalten bleiben, sonst zerreißen Wertschöp­fungsketten. Wenn das technisch und wirtschaftlich Mach­bare bei der klima­- und umweltpolitischen Zielsetzung an­gemessen berücksichtigt wird, können Deutschland und Europa gleichzeitig Vorreiter im Klimaschutz und attraktiver Industriestandort bleiben.

Finanzpolitische Anforderungen für ein zukünftiges industrielles Wachstum

Unabhängig von den chemiespezifischen Forderungen haben die Stabilisierung der Gemeinschaftswährung und des Finanzsektors sowie die Intensivierung der Wirtschafts-­ und Fiskalunion eine hohe Priorität. Außen-­ und handels­politisch braucht die deutsche Industrie einen fairen globa­len Wettbewerb und offene Märkte. Um auch in den nächs­ten 20 Jahren noch optimale Rahmenbedingungen für ein Wirtschaftswachstum finanzieren zu können, muss der Schuldenabbau konsequent fortgesetzt werden.

Hinweis: Ab dem 15. März bis zum 30. April 2014 gibt es eine Kooperationsstudie vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Provadis Hochschule, der Universität Münster, der Strategieberatung Booz & Company sowie der Branchenzeitung CHEManager

Über die Branchenstudie: Neben einer umfangreichen Online-Umfrage unter Fach- und Führungskräften der Chemie- und Pharmabranche wird der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema ausführlich analysiert und ausgewertet. Persönliche Experten-interviews mit Entscheidungsträgern der Branche ergänzen und reflektieren die Ergebnisse der Online-Umfrage, so dass ein fundiertes Gesamtbild entstehen wird.Über diesen Link gelangen Sie zu der

Teilnehmen können Fach- und Führungskräfte der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Die Online-Befragung dauert ca. 15 - 20 Minuten.

Die Teilnehmer erhalten

  • einen direkten Zugang zu den Ergebnissen
  • die Einladung zu einem 1-Tages Workshop zur Diskussion der Maßnahmen
  • das Buch "Zukunft Chemie - Perspektiven auf die Welt von morgen"

Nehmen Sie jetzt an der Online-Studie "Von Megatrends zum Geschäftserfolg" teil!

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Microsite ChemPharmTrends.

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