Von klein nach groß

Druckdrehfilter für prozessvorbereitende Pilotversuche und zur Kleinmengenproduktion

  • Anschaulicher Größenvergleich: Qualitätskontrolle und Endabnahme bei einem Druckdrehfilter vom Typ RPF X20 (links) mit einer aktiven Filterfläche von 8,6 m² und einem Druckdrehfilter vom Typ RPF P01 als Labor- und ­Pilotfilter mit einer aktiven Filterfläche von 0,17 m²Anschaulicher Größenvergleich: Qualitätskontrolle und Endabnahme bei einem Druckdrehfilter vom Typ RPF X20 (links) mit einer aktiven Filterfläche von 8,6 m² und einem Druckdrehfilter vom Typ RPF P01 als Labor- und ­Pilotfilter mit einer aktiven Filterfläche von 0,17 m²

Der Druckdrehfilter RPF P01 von BHS-Sonthofen eignet sich besonders für prozessvorbereitende Pilotversuche sowie für Kleinproduktionen und Chargen-Tests.

Druckdrehfilter vom Typ RPF ermöglichen die kontinuierliche Filtration von nahezu allen Suspensionen in komplexen Produktionsprozessen. Innerhalb einer Trommeldrehung erfolgt eine Vielzahl von Prozessschritten, wie die Trennung der Suspension in Filtrat und Filterkuchen, eine ein- oder mehrstufige Kuchenwäsche, Aufschlämmen, Lösemitteltausch und Dämpfen, die Extraktion sowie die mechanische oder thermische Kuchenentfeuchtung. Alle Prozessschritte laufen dabei in getrennten druckdichten Segmentzonen innerhalb des Filters ab. Dadurch kann der Kuchenaustrag auch direkt in den atmosphärischen Umgebungsbereich erfolgen – ein separater Druckausgleich bspw. über Druckschleusen ist nicht erforderlich. Zusätzlich erlaubt dies die Filtrate der einzelnen Zonen exakt separat abzuführen.

Pilotfilter zur Ermittlung der Anlagentechnik
Mit seiner geringen Größe von 2 x 1,3 x 2 m (L/B/H), 0,17 m2 Filterfläche und einem Gewicht von lediglich 2.500 kg eignet sich der Druckdrehfilter RPF P01 von BHS-Sonthofen für die Produktion von Kleinmengen ebenso wie für Versuchsanlagen. Die Geräuschentwicklung ist gering, außerdem benötigt er aufgrund der geringen Drehzahl keine besonderen Fundamente und ist damit semimobil einsetzbar. Der Einsatz des Druckdrehfilters in Vorversuchen ermöglicht eine frühe Weichenstellung der späteren Anlagentechnik im Großprozess, denn das universell ausrüstbare Gehäuse ist verfahrenstechnisch äußerst vielseitig und eins zu eins identisch mit größeren Bauarten. Je nach eingesetztem Dichtungsmaterial sind Betriebstemperaturen von -20 °C bis 160 °C und Betriebsdrücke bis 7 bar (g) möglich, bei einer Filterkuchenstärke von 5 bis 100 mm. Im Unterschied zu punktuellen Versuchsproduktionen erlaubt der Druckdrehfilter Langzeitprüfungen unter kontinuierlichen Produktionsabläufen. Gleichzeitig erfolgt bei allen Prozessschritten die Druckerzeugung hydraulisch über die Zuführung der Suspension bzw. der Wasch- und Extraktionsmedien.

Die einzelnen verfahrenstechnischen Prozessschritte lassen sich so individuell optimieren. Gleichzeitig führt dieses generelle Funktionsprinzip, das baureihenübergreifend bei allen BHS-Druckdrehfiltern eingesetzt wird, zu einem extrem geringen Betriebsmitteleinsatz, insbesondere beim Gasverbrauch.

Chargenreine Produktion in Pharmaqualität
Das Anwendungsspektrum der Druckdrehfilter von BHS-Sonthofen umfasst unter anderem Kunststoff-Vorprodukte (PTA, ABS), Pharmaprodukte, Farben und Pigmente sowie Celluloseprodukte (MC, HEC, HMEC, CMC). Die Möglichkeit zur Gegenstrom-, Verdrängungs- und Kreislaufwäsche innerhalb des Filterkreislaufs erlaubt hier die chargenreine Produktion in Pharmaqualität. Darüber hinaus sind die Produktionsverfahren auch auf Lebensmittel und Pigmente anwendbar. Seit Ende vergangenen Jahres wird der Druckdrehfilter bei einem renommierten deutschen Chemieunternehmen zur Produktion von Zuckerersatzstoffen eingesetzt. Außerdem wird der RPF P01 unter anderem bei der Kaffee-Extraktion sowie in Indien bei der Herstellung von Gewürzen (Curcuma) angewandt.

Autor(en)

Kontaktieren

BHS-Sonthofen GmbH
An der Eisenschmelze 47
87527 Sonthofen

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.