Der Zwilling bleibt auf dem Laufenden

Wie Bestandsanlagen mit ihrer Dokumentation OPC UA sprechen lernen

  • ©  hywards/Shutterstock© hywards/Shutterstock
  • ©  hywards/Shutterstock
  • OPC-UA-Verständnis und Webanbindung sind Voraussetzungen für die Kommunikation von Anlage und Engineering-System. © Aucotec AG
  • Änderungen in der realen Anlage schlagen sich direkt in EBs Dokumentation nieder. © Aucotec AG
  • Martin Imbusch, Produktmanager, Aucotec

Der Engineering-Software-Entwickler Aucotec zeigt auf der SPS, wie Bestandsanlagen automatisch ihren digitalen Zwilling über jede Änderung auf dem Laufenden halten können.

Aucotecs Plattform Engineering Base (EB) ist dabei die Single Source of Truth für die Abbildung der Anlage. EBs disziplinübergreifendes Datenmodell erkennt via OPC UA, wenn ein Gerät in der Anlage verändert oder gewechselt wird. Dass alle Feldgeräte, die bisher nicht OPC-UA-fähig waren, über dieses Protokoll kommunizieren können, ermöglicht das neue „Hart IP Gateway“ von Phoenix Contact, das sich leicht auf eine Hutschiene im Feldverteiler klemmen lässt und die üblichen Hart-Signale der Geräte in OPC UA „übersetzt“.
Aucotec und Phoenix Contact werden diese Lösung erstmals gemeinsam auf der Namur-Hauptsitzung Anfang November vorstellen. Auf der SPS kurz danach wird sie dann einem breiteren Publikum präsentiert. In einer Live-Demonstration auf dem Aucotec-Stand in Halle 6 können Besucher verfolgen, wie ein Gerätetausch sich im Nu durchgängig in der gesamten Anlagendokumentation niederschlägt. EBs Objektorientierung, Webfähigkeit und OPC-UA-Verständnis machen das ebenso möglich wie die Gateways, die teure Remote-
I/Os sparen bzw. das Tauschen von funktionsfähigen Geräten, nur weil sie keine OPC-UA-Schnittstelle haben.

Live und automatisch: aktueller „Health Status“
Brownfield-Betreiber können so nicht nur sicher sein, jederzeit den aktuellen Stand ihrer Anlagen vorliegen zu haben. EB ist überdies in der Lage, die Namur-Empfehlung NE 107 an jedem Objekt in jeder Ansicht, von Grafik bis Liste, abzubilden. Damit ist jeder einzelne ­„Health Status“ erkennbar, der z. B. zeigt, ob ein Gerät funktionsgerecht arbeitet, ob ein Fehler vorliegt oder Wartung erforderlich ist.
Alle diese Informationen sind in EB direkt am Objekt verfügbar. EB ist datenzentriert, nicht filebasiert, und aktualisiert daher nicht irgendein Dokument, sondern das komplette Datenmodell des Digital Twin. Dieses Prinzip wird immer wichtiger, denn laut einer VDMA/PwC-Studie zum Großanlagenbau wird sich der Anteil datengesteuerter Service-Modelle bis 2025 verdreifachen.
Die zusammen mit Phoenix Contact entwickelte digitale Aufwertung von Brownfield-Anlagen und ihren Dokumentationen ist für Aucotec ein konsequenter nächster Schritt.

Auf der Namur-Hauptsitzung 2018 demonstrierte das Hannoveraner Unternehmen zusammen mit dem ifak-Institut der Uni Magdeburg und der Höchster IGR anhand einer Versuchsanlage erstmals überhaupt, dass und wie eine Anlage mit ihrem Digital Twin kommunizieren kann. Jetzt ist daraus eine praktikable Lösung für Anlagen im realen Betrieb geworden

Autor(en)

Kontaktieren

Aucotec
Oldenburger Allee 24
30659 Hannover
Germany
Telefon: +49 511 61030
Telefax: +49 511 614074

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.