Kooperation zur Nutzung und Weiterentwicklung der Memosens-Technologie feiert 10-jähriges Bestehen

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  • ei der digitalen Memosens-Sensortechnologie werden Sensordaten und Speisespannung kontaktlos übertragen. Da Feuchtigkeit oder Nässe die induktive Übertragung in den Sensorkupplungen nicht beeinflussen können, lassen sich Memosens-Sensoren sogar unter Wasser anstecken.   © Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG
  • Die Memosens Academy (www.memosens-academy.com) von Knick veranschaulicht auf unterhaltsame Weise technische Grundlagen und Einsatzszenarien von Memosens.  © Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG
  • Querschnitt durch das Memosens-Programm von Knick © Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG

Knick hat eine Online-Academy für Memosens-Know-how eröffnet und kündigt zur Achema zahlreiche Innovationen für den kontaktlosen Sensor-Standard an.

Bei der Flüssigkeitsanalyse von Prozessmedien können unterschiedliche Störfaktoren, wie z. B. EMV-Einstrahlungen, verunreinigte oder korrodierte Kontakte zwischen Sensor und Kabel sowie unzureichende Erdung bzw. mangelhafter Potenzialausgleich der Messstellenkomponenten die analoge Übertragung der Messwerte beeinträchtigen und zu teils erheblichen Verfälschungen der Ergebnisse führen.
Auf die kontaktlose digitale Memosens-­Technologie haben diese Fehlerursachen keinen Einfluss mehr. Die Messwerte werden bei Memosens-Sensoren von einem Chip direkt im Sensorkopf digitalisiert und gespeichert. Sowohl Daten als auch Speisespannung werden zwischen Sensor und Kupplung kontaktlos und damit galvanisch getrennt übertragen. Somit kann die Datenübertragung weder durch Nässe, Ablagerungen noch durch elektroma­gnetische Störquellen beeinflusst werden.
Bei herkömmlichen analogen Sensoren bildet die Verbindung zum Sensorkabel eine zusätzliche Schwachstelle, rund 95 % aller heute eingesetzten Flüssigkeitssensoren besitzen Schraub-Steckanschlüsse. Abgesehen von den typischen feuchtigkeits-, schmutz- oder korrosionsbedingten Kontaktproblemen kann es hier durch unvorsichtiges Einschrauben zum Verkanten und Kontaktproblemen kommen, die eine korrekte galvanische Trennung verhindern. Der Bajonettverschluss von Memosens ermöglicht hingegen ein schnelles und einfaches Anstecken der Sensoren auch unter widrigen Bedingungen. Verdrehungen des Sensorkabels, wie bei herkömmlichen Schraubanschlüssen, werden komplett vermieden.

Zehn Jahre beständige Weiterentwicklung
In den vergangenen zehn Jahren wurde die Technologie von ihren Urhebern laufend gemeinschaftlich weiterentwickelt. Die kontinuierlich wachsende Auswahl an pH/Redox-, Leitfähigkeits-, und Sauerstoff-Sensoren stellt Anwendern ein breites Spektrum für nahezu alle Applikationen in unterschiedlichsten Branchen zur Verfügung. Dazu bietet Knick heute ein großes Portfolio an Prozessanalysengeräten in 2- oder 4-Leiter-Versionen mit unterschiedlichen Busschnittstellen, automatisierten Reinigungs- und Kalibriersystemen, Wechselarmaturen, Kompakttransmittern und porta­blen Analysenmesssystemen für Memosens an. Alle Komponenten sind durchgängig kompatibel zueinander.

Anwender noch nicht mit allen Vorteilen vertraut
Von den Sensoren, die Knick Elektronische Messgeräte heute verkauft, sind ca. 80 % digitale bzw. Memosens-Ausführungen. Dennoch werden die besonderen wirtschaftlichen Vorteile dieser Technologie, wie z. B. durch die Möglichkeiten der Vorkalibrierung und der Sensordiagnose zur vorausschauenden Wartung, von vielen Kunden noch verkannt oder unterschätzt. Dabei bietet die Speicherung sämtlicher Sensor- und Kalibrierdaten im Sensorkopf bzw. die Option, die Sensoren unter optimalen Bedingungen im Labor zu kalibrieren, ein probates Mittel, um die Lebensdauer der Sensoren erheblich zu verlängern. Durch die Kontrolle der Sensorbetriebsdauer, des Sensorverschleißes, der Reststandzeit, der Maximaltemperatur, des sogenannten adaptiven Kalibrier-Timers sowie der Kalibrier- und Justierdaten kann die Verfügbarkeit signifikant erhöht werden – vorkalibrierte Memosens-Sensoren erreichen eine bis zu 40 % längere Lebensdauer als herkömmliche analoge Sensoren.
Zeigt die Belastungsmatrix, dass eine Sonde durch extreme pH- und Temperaturwerte stark belastet ist, können die vorgegebenen Kalibrierintervalle über den sogenannten adaptiven Kalibrier-Timer verkürzt werden. „Bei diesem prädiktiven Vorgehen wartet man nicht, bis der Sensor am Wochenende oder in der Nachtschicht ausfällt, sondern tauscht stark beanspruchte Sensoren regelmäßig gegen vorkalibrierte Sensoren aus“, erklärt Dr. Dirk Steinmüller, Mitglied der Geschäftsleitung von Knick. „Wenn früher ein Problem am Sensor auftrat, musste der Ersatzsensor durch einen PAT-Ingenieur vor Ort kalibriert werden. Dagegen lassen sich Memosens-Sensoren im Labor zuverlässig vorkalibrieren, so dass ein einfacher und unkomplizierter Austausch an der Messstelle ohne hochqualifiziertes Personal erfolgen kann.“

Online-Portal vertieft Memosens-­Kenntnisse
Um dieses Wissen nachhaltig zu vermitteln und Anwendern oder allen Interessierten eine Gelegenheit zu bieten, ihre Kenntnisse rund um die Memosens-Technologie auf unterhaltsame Weise zu vertiefen, hat Knick die Memosens Academy gegründet: Unter der Adresse
www.memosens-academ.com erläutert das Online-Portal mit vielen Kurzfilmen und interaktiven Grafiken die Grundlagen der digitalen Sensortechnologie auf leicht verständliche Weise. Neben Erklärungen der Funktionsweise und der Anwendungsvorteile widmet sich ein großer Bereich der Memosens Academy der Erläuterung realer Anwendungsszenarien: Die Rubrik „Memosens in der Praxis“ zeigt anhand laufend erweiterter Applikationsbeispiele wie sich mit Memosens Messaufgaben in anspruchsvollen Anwendungen lösen lassen, bei denen herkömmliche Sensortechnik an ihre Grenzen stößt. Dabei werden nicht nur die technischen Vorzüge von Memosens in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt, sondern auch die ökonomischen Vorteile, von denen die Anlagenbetreiber profitieren.

Das Produktportfolio in der Übersicht
Wer konkrete Lösungen für unterschiedliche Messanforderungen sucht, erhält in der Ru­brik „Memosens@Knick“ des Online-Portals eine interaktive Übersicht über das Memosens-Geräteportfolio von Knick. Das Spektrum untergliedert sich hier in vier Bereiche: Kompakttransmitter zur Schaltschrankmontage und zum direkten Anschluss der Messstelle, Analysenmessgeräte in 2- und 4-Leiterausführungen, vollautomatische Mess-, Reinigungs- und Kalibriersysteme und Wechselarmaturen sowie mobile Analysenmessgeräte für Memosens. Zur einfachen und sicheren Kalibrierung und Justierung der Memosens-Sensoren dient die PC-Software-Tool MemoSuite, mit der erweiterten Software-Version MemoSuite Advanced lassen sich auch bis zu zehn Sensoren gleichzeitig kalibrieren. Die Funktion der Datenverwaltung dient einer lückenlosen Erfassung der Kalibrier- und Justierdaten sowie der Belastungsdaten des Sensors und ermöglicht eine vollständige Dokumentation entsprechend den Vorgaben z. B. nach FDA 21 CFR Part 11.
Angesichts der interessant aufbereiteten, aber zahlreichen Fakten können die Besucher zur Auflockerung noch bis Ende April an einem kleinen Quiz teilnehmen und ihr Wissen rund um Memosens und die Flüssigkeitsanalyse testen. Wer alle Fragen richtig beantwortet hat, wird „Memosens-Master“ und erhält die Chance, einen großzügigen Amazon-Gutschein zu gewinnen.

Neue Memosens-Produkte zur Achema 2018
Zur diesjährigen Achema kündigt Knick gleich mehrere Produktinnovationen an: So erweitert der Messtechnikhersteller sein Kompakttransmitter-Programm für Memosens um Memo­Trans, eine extrem schlanke Multiparameter-Lösung in 2-Leiter-Ausführung mit 4–20 mA und Hart Kommunikation, die mit allen Memosens-Sensoren zur Messung von pH/Redox, Sauerstoff oder Leitfähigkeit verwendet werden. MemoTrans vereint Transmitter und Sensoranschluss in einem platzsparenden Gehäuse, sodass die Messstelle direkt stromschleifengespeist an das Prozessleitsystem angeschlossen wird. Damit ist der Einsatz der Memosens-Technologie jetzt auch in Anwendungen möglich, bei denen keine festinstallierten Anzeigedisplays und Bedieneinheiten mehr vor Ort benötigt werden oder in denen nicht genügend Platz für einen klassischen Transmitter vorliegt. Um technischem Personal den flexi­blen und bequemen Zugriff auf die Messstelle vor Ort zur verschaffen, bietet MemoTrans eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle, über die sich der Kompakttransmitter mittels der Memo­Trans-App für iOS- und Android-Smartphones oder Tablets parametrieren sowie die Sensoren kalibrieren und konfigurieren lassen. Zudem werden alle aktuellen Sensor- und Diagnosedaten von der MemoTrans-App direkt angezeigt. Da der neue Kompakttransmitter auch mit dem standardisierten Feldbus Hart ausgestattet ist, kann der Zugang ebenso über das Leitsystem und ein Hart-Handheld erfolgen.
Zu den weiteren, für dieses Jahr angekündigten Memosens-Innovationen zählt das Gate­way-Modul MemoGate zum Anschluss von vier Memosens-Sensoren mit verschiedenen Ethernet-Schnittstellen. Darüber hinaus präsentiert Knick in Frankfurt die neueste Generation der Stratos-Analysenmessgeräte, die sich durch zwei Kanäle und Multiparameterfähigkeit auszeichnet. Zudem vereinfachen jetzt ein Mehrfarbdisplay und Klartextanzeige die Bedienung und Konfiguration. Neue Memosens Sensoren ergänzen das genannte Produktspektrum.

10 Jahre Memosens
Im Jahr 2008 beschlossen Knick Elektronische Messgeräte und Endress+Hauser eine Kooperation, um gemeinsam einen einheitlichen überlegenen Standard für digitale Prozesssensoren voranzutreiben. Dafür brachte Knick sein induktives Sensor-Stecksystem InduCon und sein Know-how zur Datenspeicherung im Sensorkopf ein, während Endress+Hauser sein älteres bestehendes System mit Namen Memosens für die Weiterentwicklung öffnete. Seither hat sich die gemeinsame Technologie als führender Standard für die kontaktlose Übertragung von Messdaten und Speisespannung zwischen elektrochemischen Sensoren und Analysengeräten etabliert. Messfehler oder Verfälschungen, deren Ursachen in mangelhaftem Potenzialausgleich, ungeeigneten Kabeln oder feuchten, korrodierten oder verschmutzten Kontakten liegen, können mit Memosens-Sensoren nicht mehr auftreten.

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14163 Berlin
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