Menschen

Ein Editorial von Dr. Volker Oestreich

  • Dr. Volker OestreichDr. Volker Oestreich

Ob im privaten Umfeld, im Beruf oder in der Politik: Wenn Menschen sich nicht verstanden fühlen, neigen sie zu irrealen Reaktionen.

Im politischen Bereich erleben wir das in jüngster Zeit in Dresden und Leipzig genauso wie in Athen. Im privaten Umfeld kennt jeder Situationen, in denen man an Freunden, Partnern, der Familie zweifelt. Und die gar nicht so sozialen Netzwerke sorgen dafür, dass Privatsphäre und Beruf immer mehr verschmelzen - die dauernde Erreichbarkeit ist mehr Fluch als Segen.

Hinzu kommen kürzer werdende Innovationszyklen, globaler Wettbewerb, Produktionsverlagerungen. Firmenbereiche wie IT, Forschung und Entwicklung entstehen neu in ganz anderen Teilen unserer Erde. Was bringt uns Industrie 4.0? Wie können wir persönlich den Herausforderungen begegnen? Ist unser Unternehmen so schlagkräftig und schlank aufgestellt, um neuen Anforderungen gewachsen zu sein? Und wie reagieren wir auf die demographische Veränderung in unserem Lande?

Nicht jeder hat auf alle diese Fragen immer gleich die passenden Antworten. Aber auch wenn es noch Klärungsbedarf und offene Herausforderungen gibt, sollten wir unsere Kollegen und Mitarbeiter frühzeitig mitnehmen auf dem Weg in die Zukunft. Viele Weichen sind in die richtige Richtung gestellt:
Zum Beispiel ist Industrie 4.0 ist in der universitären Ausbildung angekommen. Auch wenn die Dynamik der Entwicklung dazu führt, dass von Semester zu Semester die Inhalte überarbeitet werden müssen, werden die Studierenden schon jetzt an das Thema herangeführt.

Gleichzeitig findet in der Personalpolitik der deutschen Chemieunternehmen ein Umdenken statt. 72 Prozent der Firmen in Deutschlands berücksichtigen den demographischen Wandel in der Arbeitswelt. Die älteren Experten werden immer wichtiger, um dem bevorstehenden Fachkräftemangel in der Chemieindustrie entgegenzuwirken. Mit geeigneten Maßnahmen wollen viele Firmen eine individuelle Personalentwicklung für die Generation 50 Plus gestalten und dabei Ist- und Bedarfsanalysen, Motivationsarbeit und die Entwicklung adäquater Weiterbildungsstrategien berücksichtigen.

Nehmen Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter mit auf die Reise in die Zukunft. Ich wünsche Ihnen, wie immer, ein gutes und erfolgreiches Studium Ihres aktuellen CHEManager. Wir bieten Ihnen die Informationen, die Ihnen helfen, nachhaltig die Belange Ihres Unternehmens, Ihrer Mitarbeiter und Ihrer Umwelt zu verfolgen.

Ihr

Volker Oestreich

 

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