Anlagenbau & Prozesstechnik

Mobil gemacht

Ecom Instruments: PDA für den Einsatz im Ex-Bereich

21.05.2012 -

Der mobile Werker, unterstützt von modernster Technik, muss auch im Ex-Bereich keine Utopie mehr sein.

Flexibilität und Mobilität sind Schlagworte der modernen Gesellschaft. Egal wo sich ein Mensch aufhält, er ist heute telefonisch oder per E-Mail erreichbar und hat über Internet und VPN Zugang zu aktuellen Geschäftsprozessen. Wirklich immer und überall? Nein, in Ex-Bereichen sieht die Welt meist noch anders aus. Während die Einen diesen Zustand vielleicht begrüßen, bedauern Andere, dass das volle Maß an Flexibilität und Produktivität dadurch nicht ausgeschöpft werden kann.

Wären alle gängigen Technologien auch im Ex-Bereich verfügbar, ließe sich beispielsweise die vorbeugende Instandhaltung weiter optimieren: Der mobile Mitarbeiter hätte alle Tools zur Verfügung. Viele Produktionsprozesse könnten effektiver gestaltet werden, wenn das Personal nicht mehr nur an starre Arbeitsplätze, begrenzte Konnektivität oder unflexible Papierlisten gebunden wäre. In der Vergangenheit fehlte aber die nötige technische Ausrüstung mit den entsprechenden Zertifizierungen, um diese Flexibilität auch in explosionsgefährdeten Bereichen zu erlauben. Ein neuer, von Grund auf für diesen Bereich konzipierter mobiler Computer bringt nun mehr Mobilität in den Ex-Bereich.

Ex-sicher „von der Pike auf"

Technische Geräte, die für viele längst „State of the Art" sind, stellen in Bereichen, in denen prozessbedingt explosive Atmosphäre auftreten kann, nach wie vor eher eine Vision als Realität dar. Zwar arbeitet man dort auch heute nicht ganz ohne Unterstützung von mobilen Geräten, diese lassen aber Funktionalität vermissen, die andernorts bereits Standard ist.

Zusammen mit einem der Marktführer für industrielle PDA, der Firma Intermec, hat Ecom Instruments komplettes Neuland betreten in puncto „Ex-geschützte mobile Computer". Dazu wurde eine Plattform entwickelt, die bereits vom Design her alle Voraussetzungen für eine Ex-Zertifizierung bietet und modernste Technik auch in der Zone 1 verfügbar macht. Stromsparende Prozessoren für lange Akkulaufzeiten, die Integration aller aktuellen WLAN-Standards für schnelle und sichere Übertragung von Daten und die Unterstützung von UMTS zur drahtlosen Datenübertragung außerhalb von WLAN-Netzen gehören dazu ebenso wie ein robustes und industrietaugliches Gerät im ergonomischen Design.

Immer und überall im Netz

Innerhalb von Gebäuden der Prozessindustrie ist eine WLAN-Abdeckung inzwischen fast überall Standard. Den kompletten Außenbereich ebenso abzudecken, wird bei der geringen Übertragungsreichweite von WLAN aber aufwändig und teuer. Dagegen ist in der Regel im Freien auf einem Firmengelände ein Mobilfunknetz verfügbar. Somit kann eine komplette Kommunikations-Abdeckung (mit WLAN in der Anlage und bspw. UMTS im Freigelände) realisiert werden. Allerdings fehlten bislang die entsprechend zugelassenen mobilen Computer, die WLAN und UMTS unterstützen und zudem die nötige Ex-Zertifizierung aufweisen. Der i.roc Ci70 -Ex schließt nun genau diese Lücke.

Den Überblick behalten

In manchen Situationen ist es wichtig, schnell zu wissen, wo sich ein Mitarbeiter im Gelände aufhält. Bei einem Unfall können so zum Beispiel Rettungskräfte schneller zu Personen in Gefahrenbereichen vordringen und die nötige Hilfe leisten. Hier ist das im mobilen Computer integrierte GPS-Modul hilfreich. Aber auch im normalen Arbeitsalltag bringt es Vorteile:

In Kombination mit der entsprechenden Software können Arbeiter über den PDA gewarnt werden, wenn sie einen Gefahrenbereich betreten, bzw. aufgefordert werden, entsprechende Freigaben einzuholen. Diese Freigaben lassen sich dann ebenfalls über den mobilen Computer anfordern. So erhöht das GPS-Modul die Sicherheit von Mitarbeitern und trägt zur Optimierung von Prozessen bei.

Handlich auch mit Zusatzfunktionen

Neben UMTS und GPS kann es für den Anwender sinnvoll sein, weitere Technologien mit seinem mobilen Computer zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise Barcode- oder RFID-Reader. Allerdings muss der mobile Computer dabei handlich bleiben, wenn er zuverlässig genutzt werden und die Arbeit erleichtern soll.

So werden manche Geräte durch zusätzlich am Gehäuse befestigte Hardware beispielsweise kopflastig, sind kompliziert zu handhaben und schwer zu tragen. Deshalb wurde bei der Entwicklung des i.roc Ci70 -Ex besonderer Wert auf ein ergonomisches Design gelegt und wichtige periphere Funktionen wie Barcode- oder RFID-Reader zum Sammeln von Informationen oder HART-Modem zur Kommunikation mit Feldgeräten fest integriert.

Tauglich für die Praxis

Bewegungsfreiheit und Flexibilität erleichtern nicht nur das Arbeiten, sondern verbessern auch die Ergebnisse - bei der Produktion ebenso wie bei der Instandhaltung. So kann der i.roc Ci70 -Ex zu einem wichtigen Tool werden, um den kompletten Materialfluss zu dokumentieren. Vom Auslagern einzelner Stoffe über den Prozess selbst bis hin zum Einlagern, hilft der PDA, Prozesse sicherer zu machen, alle relevanten Informationen zu sammeln und in Echtzeit an die übergeordneten Systeme weiterzuleiten.

Auch Instandhaltungsarbeiten können statt mit starren Papierlisten flexibler ausgeführt werden: Angefangen mit Instandhaltungsdaten, die in digitaler Form zentral vorliegen, einfach wieder gefunden und von mehreren Personen gleichzeitig eingesehen werden können, über das Vermeiden von Fehlern beim Abtippen der Messwerte ins System bis dahin, dass sich Prozesssicherheit erhöhen lässt.

Stattet man den mobilen Computer mit einem RFID-Lesekopf aus und versieht alle von der Instandhaltung betroffenen Anlageteile mit einem entsprechenden Tag, kann z.B. sicher gestellt sein, dass die Messdaten wirklich direkt am Gerät abgelesen wurden. Weichen eingetragene Messwerte zu sehr von der Vorgabe ab, könnte der mobile Computer den Anwender zudem automatisch warnen. Messungen lassen sich dann sofort direkt vor Ort wiederholen und Fehler oder Probleme schneller aufdecken. 

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