09.11.2019
ThemenPersonal

Evonik bietet Mitarbeitern eine Chance mit Zukunftsperspektive

Nach 30 Jahren zurück auf die Schulbank

  • Die Teilnehmer der Umschulungsmaßnahme zusammen mit Heiko Kenkmann, Teamleiter Verfahrenstechnik (6.v.l.), im Innenhof des Ausbildungszentrums im Chemiepark Marl. Foto: EvonikDie Teilnehmer der Umschulungsmaßnahme zusammen mit Heiko Kenkmann, Teamleiter Verfahrenstechnik (6.v.l.), im Innenhof des Ausbildungszentrums im Chemiepark Marl. Foto: Evonik

Seit Anfang September befinden sich insgesamt 20 Mitarbeiter aus der Bekohlung des Geschäftsgebiets Energy & Utilities in einer Umschulung oder Weiterbildung, die von Evonik übernommen wird. Beide Maßnahmen, die durch die Erneuerung des Kraftwerksparkes im Chemiepark und die damit verbundene Abstellung der Kohleblöcke benötigt werden, bieten den Mitarbeitern berufliche Perspektiven für die Zukunft.

15 Teilnehmer der Umschulungsmaßnahme haben ursprünglich einen völlig anderen Beruf erlernt, in dem sie zukünftig nicht mehr tätig sein können. Nur fünf sind gelernte Chemikanten. Außerdem erlernen sie das, was ihre 16-jährigen Azubikollegen in dreieinhalb Jahren während der Ausbildung lernen, in nur zwei Jahren.

Oliver Schilk ist mit seinen 54 Jahren dem klassischen Azubialter schon ein wenig entwachsen, sodass es für den Quereinsteiger zwei Monate nach Start der Maßnahme immer noch ungewohnt ist, die Schulbank zu drücken. Alles hat sich verändert: Aus den Arbeitsmitteln früherer Zeiten sind Tablet, Smartphone und Mediathek geworden. Auch die Art des Unterrichts ist eine völlig andere. „Zusätzlich zu den neuen Lerninhalten trainieren wir gerade den Umgang mit moderner Technik wie dem Tablet, das jedem Teilnehmer für die Dauer der Maßnahme zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Oliver Schilk.

Das ist für die Teilnehmer, die gut 30 Jahre in 12-Stunden-Wechselschicht in der Bekohlung tätig waren und jeden zweiten Tag frei hatten, etwas völlig Neues. „Durch die Umstellung von Wechselschicht auf Tagschicht ist die Zeit für Behördengänge und die Familie deutlich knapper geworden“, so Schilk. „Aber diese Umschulung bietet uns im Gegenzug die Sicherung des Arbeitsplatzes und die große Chance, einen Beruf auszuüben, der am Markt sehr gefragt ist“.

Für die Ausbilder ist der Umgang mit den lebenserfahrenen Kollegen außerhalb der Regelausbildung ebenfalls ein anderer. Antonius Kappe, Ausbildungsleiter der naturwissenschaftlich-technischen Ausbildung, ist sich aber sicher, dass Evonik von der Maßnahme profitiert und dadurch Mitarbeiter, mit Lebenserfahrung, geschärftem Sicherheitsbewusstsein und Chemiepark-Kenntnissen, die über viele Jahre Teil der Evonik-Kultur sind, behalten kann.

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