17.11.2016
ThemenPersonal

Neues aus dem VAA – Chemie-Preis Köln 2016 geht an Schott

VAA zeichnet Personalarbeit beim Mainzer Spezialglashersteller aus

  • Dr. Thomas Fischer, erster Vorsitzender des VAA, verlieh dem Vorsitzenden des Schott-Vorstands, Dr. Frank Heinricht, am 4. Oktober in der Kölner Flora den Deutschen Chemie-Preis Köln 2016.  © Maria Schulz – VAADr. Thomas Fischer, erster Vorsitzender des VAA, verlieh dem Vorsitzenden des Schott-Vorstands, Dr. Frank Heinricht, am 4. Oktober in der Kölner Flora den Deutschen Chemie-Preis Köln 2016. © Maria Schulz – VAA

In diesem Jahr geht der vom VAA verliehene Deutsche Chemie-Preis Köln an das Unternehmen Schott mit Sitz in Mainz, das für seine besonders vorbildliche und langfristig angelegte Personalarbeit ausgezeichnet wurde. Einen Sonderpreis für ihren rasanten Aufstieg bei der VAA-Befindlichkeitsumfrage auf Platz zwei erhielt Covestro aus Leverkusen.

Mit dem Chemie-Preis zeichnet der VAA seit 2008 Unternehmen für besonders vorbildliche Personalarbeit aus. Grundlage für die Entscheidung der Jury ist die jährlich unter 7.000 Führungskräften in 24 Chemie- und Pharmaunternehmen durchgeführte VAA-Befindlichkeitsumfrage, aus der Schott als Sieger im Jahr 2016 hervorgegangen ist. „Unsere Befindlichkeitsumfrage zur Stimmungslage der Führungskräfte ist der Seismograph für die Veränderungen in Unternehmen und der gesamten Branche der chemisch-pharmazeutischen Industrie“, sagte der zweite Vorsitzende des VAA, Rainer Nachtrab, auf der Preisverleihung am 4. Oktober 2016 in der Kölner Flora. „Sie zeigt, dass kein Unternehmen dabei von seinen Führungskräften im vergangenen Jahr so viel Wertschätzung erfahren hat wie Schott.“

Entgegengenommen hat den Preis der Vorsitzende des Schott-Vorstandes Dr. Frank Heinricht. Die strategische Neuausrichtung des Glaskonzerns sei von den Mitarbeitern gut aufgenommen und umgesetzt worden, betonte Heinricht vor den rund 150 Gästen. „Auch dank vieler Kulturworkshops herrscht heute ein offenes und kritikfähiges Miteinander und ein großes Verständnis für die langfristigen Ziele.“ Der Personalvorstand des Vorjahrespreisträgers Beiersdorf Zhengrong Liu hielt die Laudatio und analysierte den Kulturwandel bei Schott nach 2013, der nun zu neuen Erfolgen geführt habe. „Bestehende Werte und Visionen wurden nicht über Bord geworfen, sondern ergänzt.“ Auch der Personalvorstand der Deutschen Telekom, Dr. Christian P. Illek, sprach in seiner Keynote über die Herausforderung, Kerngeschäft und Innovation zu managen: „Bestehende Organisationen müssen sich in Teilen neu erfinden und ihr Kerngeschäft weiter optimieren.“

In der VAA-Befindlichkeitsumfrage 2016 erreichte Covestro aus Leverkusen aus dem Stand den zweiten Platz.

Dafür hat das Polymerunternehmen den Sonderpreis des Jahres 2016 erhalten. Übergeben wurde der Preis an Frank H. Lutz, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor von Covestro. Auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Covestro Deutschland, Dr. Richard Pott, nahm an der Veranstaltung teil.

Im Herbst 2015 wurde Covestro von Bayer abgespalten, an die Börse gebracht und konnte sehr gute Erfolge erzielte. Aber auch die Führungskräfte honorierten die gelungene Ausgliederung mit exzellenten Bewertungen vor allem in den Bereichen „Arbeitsbedingungen“ und „Kultur“. Die Resultate zeigen: Ausgründungen von Unternehmen müssen für die Mitarbeiter nicht automatisch mit schmerzhaften Veränderungen verbunden sein, sondern können auch einen positiven Schwung generieren. Dafür kommt es aus Sicht der Chemieführungskräfte ganz entscheidend auf eine kluge und strategisch orientierte Personalpolitik an, die Mitarbeiter wertzuschätzen und mitzunehmen vermag.

Moderiert wurde die Preisverleihung vom Wirtschaftsjournalisten Bert Fröndhoff.

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