Scherarm pumpen

Konstante Förderung von schaumbildendem Trennmittel

  • Die Förderung des bei der Kautschukproduktion zwingend benötigten Trennmittels mit einer Kreiselpumpe führte zu ungewollter, intensiver Schaumbildung. © Netzsch Pumpen & Systeme GmbHDie Förderung des bei der Kautschukproduktion zwingend benötigten Trennmittels mit einer Kreiselpumpe führte zu ungewollter, intensiver Schaumbildung. © Netzsch Pumpen & Systeme GmbH
  • Die Förderung des bei der Kautschukproduktion zwingend benötigten Trennmittels mit einer Kreiselpumpe führte zu ungewollter, intensiver Schaumbildung. © Netzsch Pumpen & Systeme GmbH
  •  Seit im Kautschukwerk in Java eine pulsationsarme Exzenterschneckenpumpe zum Einsatz kommt, bereitet die Förderung des Trennmittels keine Probleme mehr. © Netzsch Pumpen & Systeme GmbH
  •  Mit der Technologie der Exzenterschneckenpumpe werden Medien kontinuierlich und pulsationsarm gefördert. Aufgrund dieser Eigenschaften kommen Nemo Exzenterschneckenpumpen bevorzugt bei sensiblen Medien zum Einsatz. © Netzsch Pumpen & Systeme GmbH.
  • Roger Willis,  Manager Business Field Chemical, Pulp & Paper,  Netzsch Pumpen & Systeme

Im neuen Werk für Synthesekautschuk eines indonesischen Herstellers werden nur noch Nemo Exzenterschneckenpumpen von Netzsch zur Förderung des Trennmittels eingesetzt.

Vulkanisiertes Gummi ist auf molekularer Ebene vernetzt und daher elastisch, aber formstabil. Daher ist es ein vielseitig einsetzbares Material. Bei der Produktion ist es allerdings wichtig, dass das Ausgangsmaterial, die frischen Kautschukbahnen, nicht zusammenkleben, sondern sauber getrennt gelagert, transportiert und verarbeitet werden können. Um das Zusammenkleben zu vermeiden, wird ein Trennmittel verwendet, dessen Förderung Pumpen vor Herausforderungen stellen kann: Es ist äußerst schersensibel und neigt zu schneller Schaumbildung. Gefragt sind flexible Aggregate, die kraftvoll und gleichzeitig schonend fördern, wie z. B. die Nemo Exzenterschneckenpumpen von Netzsch Pumpen & Systeme.

Synthesekautschuk
Gummi ist ein faszinierendes Material: weich oder hart, flexibel, aber formstabil, gewonnen aus natürlichem oder künstlichem Rohstoff. Ungefähr die Hälfte der jährlich über 20 Mio. t produzierten Kautschuks sind synthetischen Ursprungs. Dabei stehen viele Mischungen zur Verfügung, die für unterschiedliche Anwendungen genauso gut oder sogar besser geeignet sind als ihr natürliches Vorbild. Beide sind gut voneinander zu unterscheiden: Während Naturkautschuk je nach Herkunft eine hell- bis dunkelbraune Farbe aufweist, ist das synthetische Pendant reinweiß.
Die weltweit gebräuchlichste Variante des Synthesekautschuks ist Styrol-Butadien-­Kautschuk (SBR). Diese und Butadien-­Kautschuk (PBR) – eine weitere häufig verwendete Mischung – werden auch in einer erst jüngst eröffneten Anlage in Indonesien produziert. Am Standort in Banten, einer Provinz auf der Insel Java sollen jährlich 120.000 t Rohmaterial für die Reifenproduktion entstehen. Besonders heben die Projektbeteiligten den effizienten Produktionsprozess hervor, der auf ein firmeneigenes Verfahren zurückgeht und die Produktion umweltfreundlicher gestalten soll.

Trennmittel ist schwer zu fördern
Bei Bau und Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte lief alles nach Plan – mit einer Ausnahme.

Nachdem die gesamte Ausrüstung installiert worden war, wollte eine Komponente nicht wie gewünscht funktionieren: eine mit Polyvinylidenfluorid (PVDF) ausgekleidete Kreiselpumpe, die für die Förderung von Promol gedacht war. Das Medium fungiert als sogenanntes Mischungstrennmittel: Es verhindert, dass unvulkanisierte Kautschukmischungen miteinander verkleben – eine wichtige Aufgabe in der Handhabung der produzierten Mischungen. Die guten Trenneigenschaften von Promol ermöglichen niedrige Verbrauchsraten und gewährleisten auch, dass so wenig Trennmittel wie möglich in die Kautschukmischung eingetragen wird. Das ist wichtig für die hochwertige Weiterverarbeitung. Da das schersensitive Trennmittel als Konzentrat geliefert wird, wird es als Dispersion gefördert.
Nach Anlaufen der Anlage stellten die Mitarbeiter schon nach kurzer Zeit eine intensive Blasenbildung im Inneren der Kreiselpumpe fest. Obendrein begann die PVDF-Auskleidung, sich zu lösen. An eine dauerhafte Förderung war so nicht zu denken. Das stellte die Produktionsverantwortlichen vor echte Probleme, denn schließlich sollte die Herstellung so schnell wie möglich starten. Ohne das Trennmittel, das die sichere Lagerung des Kautschuks gewährleistet, war das jedoch nicht möglich. Auf der Suche nach einer schnellen Lösung des Pro­blems wandte man sich daher an Netzsch – mit dem Wunsch nach einer möglichst scherarmen Pumpe, welche die Promol-Dispersion sicher fördern kann. Das Unternehmen mit Hauptsitz im bayerischen Waldkraiburg entwickelt und produziert verschiedene Pumpentypen, darunter auch die Baureihe der Nemo Exzenterschneckenpumpen. Sie ist in vier verschiedenen Rotor-Stator-Geometrien und mit einem an die jeweilige Anwendung angepassten Gelenk verfügbar, um einen möglichst großen Einsatzbereich abzudecken. Dazu tragen auch die angebotenen Werkstoffe bei: Sowohl bei den metallischen Werkstoffen als auch bei den medienberührten Elastomeren sorgt eine große Bandbreite für ein breites Einsatzspektrum.

Neue Pumpe schafft Abhilfe
„Nemo Pumpen sind sehr robust und vor allem für schersensible Medien geeignet“, sagt Antonio Prabandaru, Salesmanager bei Netzsch Indonesia. Die Scherkräfte, die in den Pumpen auf das Medium einwirken, sind so gering, dass diese selbst in der Lebensmittelindustrie genutzt werden, um ganze Früchte zu fördern. Auch die kontinuierliche und pulsationsarme Förderung macht die Aggregate für die Verwendung in vielen sensiblen Bereichen geeignet. „So entstehen bei der Förderung mit den Aggregaten fast kein Schaum oder Blasen“, ergänzt Prabandaru. Aufgrund dieser Eigenschaften kommen Exzenterschneckenpumpen bei vielen Medien zum Einsatz, die kontinuierlich, druckstabil, schonend und pulsationsarm gefördert werden müssen.
Noch ein Aspekt prädestinierte diese Pumpe für den Einsatz beim Kautschukhersteller: Er legt großen Wert auf eine konstante, nicht nachlassende Durchflussmenge – kein Wunder, schließlich entsteht bei ausbleibender Trennmittelzufuhr sofort die Gefahr, dass Kau­tschukbahnen verkleben und für die Weiterverarbeitung kaum noch nutzbar sind. Exzenterschneckenpumpen fördern so exakt, dass sie sogar für Dosieraufgaben eingesetzt werden. Damit eignen sie sich auch in dieser Hinsicht bestens für die Promol-Förderung.

Referenz für weitere Anlagen
Um das Problem in Indonesien so schnell wie möglich zu lösen, griffen Prabandaru und sein Team auf im Land lagernde Pumpen zurück. Mit dauerhaft vorgehaltenen Komponenten in allen wichtigen Märkten stellt der global agierende Anbieter sicher, dass auch dringende Aufträge schnellstmöglich erfüllt werden können.
„Seit die Pumpe im August 2018 installiert wurde, ist unser Kunde sehr zufrieden mit dem Aggregat“, sagt Prabandaru. „Geplant ist, die Nemo künftig auch in anderen Anlagen einzusetzen, in denen Promol gefördert wird.“ Aus einem akuten Produktionsnotstand wurde so durch überzeugende Produkte und schnellen Service ein Referenzprojekt, das den Kunden auf ganzer Linie überzeugt hat.
 

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