Erweiterungsbau des Hamad General Hospital, Doha, Katar für eine Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau

  • Eine neue Generation von kombinierten Drehflügel-/Schiebetüren mit gleichläufiger Öffnung trennt das Patientenzimmer auf der Intensivstation vom Korridor. © Lindner Group KG Eine neue Generation von kombinierten Drehflügel-/Schiebetüren mit gleichläufiger Öffnung trennt das Patientenzimmer auf der Intensivstation vom Korridor. © Lindner Group KG
  • Eine neue Generation von kombinierten Drehflügel-/Schiebetüren mit gleichläufiger Öffnung trennt das Patientenzimmer auf der Intensivstation vom Korridor. © Lindner Group KG
  • Vor jedem OP-Saal befinden sich chirurgische Waschbecken mit berührungslosen Wasserhähnen und automatisch schließende Schiebetüren dichten den OP-Bereich hermetisch ab. © Lindner Group KG
  • Der digital vernetzte MRT-Hybrid-Operationssaal zeichnet sich durch seine bestmögliche chirurgische Ausrüstung in Verbindung mit hochtechnischen medizinischen Geräten aus. © Lindner Group KG
  • Die offene, geradlinige Gestaltung bietet einen guten Überblick und erleichtert so die Orientierung. ©Lindner Group KG

Die Veränderungen im Gesundheitssystem Katars hatten die letzten zehn Jahre infrastrukturelle Maßnahmen zur Folge. So wurden mehrere Krankenhäuser mit verschiedenen Fachbereichen erbaut. Das kürzlich fertiggestellte OP-Zentrum auf dem Areal der Hamad Medical City in der Hauptstadt Doha erweitert mit seinen 20 neuen Operationssälen, inklusive Hybrid-OP, und 50 Intensivbehandlungszimmern die chirurgischen Kapazitäten des benachbarten Hamad General Hospitals.

Der Umgang mit potenziell kontaminierenden Partikeln stellt eine extrem vielschichtige Aufgabe dar und sollte ausschließlich von fachkundiger Hand ausgeführt werden. Aufgrund eines bestehenden, gut gepflegten Kontakts vor Ort durch Lindner Middle East L.L.C., wurde Lindner schon bald für die komplette Umsetzung dieses Großprojekts ins Boot geholt. Für den Erweiterungsbau wurde die Lindner Reinraumtechnik mit dem Komplettausbau betraut und übernahm als Spezialist für Hybrid-OPs zusätzlich die Planung für die Bereiche Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).

OP der Zukunft
Unter Erfüllung höchster Hygiene- und Technologiestandards bietet der Bau auf einer Fläche von 250.000 m² Patienten und Ärzten eine Sammlung hoch entwickelter, spezialisierter und medizinischer Einrichtungen für eine effektive Behandlung und Forschung. Das herausragende Innovations- und Qualitätsniveau steht dabei im Vordergrund. Jede Einheit zeichnet sich durch seine bestmögliche, chirurgische Ausrüstung in Verbindung mit hochtechnischen medizinischen Geräten aus, die u. a. eine Hochfrequenzkabine, Räume für interventionelle Bildgebung und chirurgische Waschbecken komplett aus Varicor bieten. Damit wurden neue Standards im Gesundheitssektor definiert.
Der moderne Gebäudekomplex bietet Platz für 20 Operationssäle, davon ein CT-Hybrid-OP, welcher zwei OP-Sälen entspricht. Alle Operationssäle sind ausgestattet mit Spezialtüren, Glaswänden mit integrierter Beleuchtung, Waschtischen vor Ort, Zuluftdecken sowie einem durchdachten Lichtkonzept mit LED-Beleuchtung. Die Besonderheit dieses Bauprojekts ist die Planung und Umsetzung des hochwertig ausgestatteten CT-Hybrid-OP im Erdgeschoss. Hier können Ärzte zielgerichtete und minimalinvasive Behandlungen optimal durchführen. Ein ausgeklügeltes Türsystem verbindet auf sterile Art und Weise zwei Operationssäle mit einem Zwischenraum, in dem sich der CT-Scanner befindet. Dies bedeutet, dass Chirurgen während parallel stattfindenden Operationen in beiden angrenzenden Räumen abwechselnd Zugriff auf das CT-Gerät haben. Somit erübrigt sich eine riskante Verlegung des Patienten in einen gesonderten Raum zur weiteren Untersuchung. Zudem kann der Budgetaufwand enorm gesenkt werden. Eine Win-win-Situation für Patient, Arzt und Krankenhausbetreiber.
Die hier zum Einsatz kommenden dreiteiligen Teleskopschiebetüren wurden gemeinsam mit einem Hersteller für Spezialtüren entwickelt und konstruiert. Der hochentwickelte Teleskopmechanismus erlaubt eine großzügige Öffnungsbreite. Diese robusten Türen unterliegen hohen Hygienestandards und versprechen in Kombination mit einem Strahlenschutz eine ideale Barriere zwischen zwei Räumlichkeiten. Spezielle Ausführungen, die Strahlen-, Laser- oder Schallschutzanforderungen nach EU-Richtlinien sowie DIN-Normen gerecht werden, machen den Anwendungsbereich gerade in Kliniken so wertvoll. Des Weiteren wurden Lindner Life OP-Wände verbaut, deren Oberfläche aus emailliertem, gehärtetem Sicherheitsglas besteht, das optimal gereinigt und desinfiziert werden kann. Diese und auch weitere Innenausbauten beherbergen ein aufwändiges Netzwerk wichtiger Medien.

Gut durchdacht
Im Erdgeschoss findet man sich gut zurecht, denn der Hauptkorridor führt hier über die komplette Gebäudelänge. Eine vorgesetzte Glasfassade, mit großflächigen Fenstern und integrierten elektrischen Jalousien, lässt Licht ins Innere des Gebäudes fluten. Neun Operationssäle, ein CT-Hybrid-OP sowie ein MRT-Hybrid-OP, sind durch Lindner Logic OP-Wände mit einer glatten HPL-Oberfläche vom Gang abgegrenzt. Der gesamte Korridor trägt die Lindner Brandschutzdecke F30-A Typ 7, deren Abklappsystem einen schnellen Zugang zum Deckenhohlraum ermöglicht. Optisches Highlight, speziell nach Kundenwunsch gefertigt, ist die Liftverkleidung aus Glas.
Im Obergeschoß des Gebäudes befinden sich die Intensivstation sowie weitere acht Operationssäle. Abgehängte Clipdecken in den OP-Sälen integrieren wichtige Einbauten wie Peripherie-Leuchten und bündige LED-Downlights für optimale Sicht während einer Operation. Damit die Luft gut zirkulieren kann, arbeitet ein Lüftungssystem rund um die Uhr, um vor allem die Operationsräumlichkeiten laufend mit sauberer Luft zu versorgen. Jeder OP-Saal ist durch eine raumhohe, pulverbeschichtete Schiebetür mit Sichtfenster und integriertem Sichtschutz abgeschottet. Diese einflügelige Tür öffnet und schließt sich automatisch und dichtet hermetisch ab. Zusätzlich sind die OP-Fenster mit Laserschutzrollos ausgestattet. Eine eingebaute Schrankdurchreiche dient dazu, Instrumente, Proben u. ä. während einer Operation ohne Kontaminationsrisiko in und aus dem Raum zu bringen, wodurch schädliche Verunreinigungen minimiert werden. Grüne und rote LEDs signalisieren, ob die Tür verriegelt ist oder der Zutritt gewährt wird. Vor den Eingängen zu den Operationssälen befinden sich hochwertige chirurgische Waschbecken mit berührungslosen Wasserhähnen. Auch die medizinische Spezialausrüstung stammt ausschließlich von renommierten Herstellern. Dabei wird die gesamte Ausstattung der OP-Säle höchsten Standards, hinsichtlich Hygiene, Komfort, Ergonomie, Akustik, Leistung und Sicherheit, gerecht.

Hightech bis ins letzte Detail
Die Intensivstation ist eine eigene, in sich abgeschlossene Abteilung im Krankenhaus und dient zur Überwachung von Patienten in kritischem Zustand. Hierbei ist es wichtig eine Umgebung zu schaffen, die den Heilungsprozess der Patienten bestmöglich unterstützt und die Arbeit für Krankenpfleger und Ärzte erleichtert. Für die Trennung von Korridor und Patientenzimmern wurde eine neue Generation an Türen entwickelt: eine kombinierte Drehflügel-/Schiebetür mit gleichläufiger Öffnung. Diese lässt schnellen Personenzugang ebenso zu wie Patiententransporte. Durch die große Verglasung kann zudem die Patientenüberwachung von außen noch besser gewährleistet werden. Jalousien bieten den nötigen Sichtschutz, wenn Bedarf besteht.
Erweitert wird diese Abteilung durch eine chirurgische Intensivstation (SICU), die eine Grundausstattung für die Bereitstellung von medizinischen Gasen und Equipment, sowie Klimatisierung und Energieversorgung bei Stromausfall gewährleistet. Speziell dafür wurden pulverbeschichtete Klemmkassettendecken mit Abklappmechanismus und das Lindner Logic OP-Wandsystem mit HPL-Oberfläche und einfach herausnehmbaren Wandpaneelen entwickelt.

Perfektion liegt im Detail
Die Hamad Medical Corporation ist Katars wichtigster Anbieter im Gesundheitswesen. Als Betreiber des Hamad General Hospitals sowie des neu angeschlossenen Erweiterungsbaus, gehören sieben weitere Krankenhäuser der Corporation an. Folgende Unternehmen waren bei der Errichtung des neuen Gebäudekomplexes in der Hamad Medical City vorwiegend involviert:

  • Auftraggeber und technischer Planer: Public Works Authority
  • Generalunternehmen: MIDMAC Contracting Company
  • Beratung: KEO International Consultants
  • Generalunternehmen Innenausbau: IMAR Trading and Contracting
  • Innenausbau: Lindner Reinraumtechnik | Lindner Middle East L.L.C.

Lindner lieferte für den Komplettausbau dieses Bauprojekts verschiedene maßgeschneiderte Produkte für sämtliche Funktionsbereiche, wie z. B. Fen­ster, Spezialtüren oder Trennwände mit Oberflächen aus Edelstahl, HPL und Glas. Mitarbeiter vor Ort überwachten die Montage der Decken- und Wandsysteme, um eine professionelle Umsetzung zu garantieren. Auch Türen, Licht und Leuchten entstanden in eigener Produktion der Lindner Group.

Kontaktieren

Lindner AG
Bahnhofstr. 29
94424 Arnstorf
Germany

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