LOUNGES 2019 in Wien

  • Marx-Halle bei Nacht.  © Inspire GmbH / Marx HalleMarx-Halle bei Nacht. © Inspire GmbH / Marx Halle
  • Marx-Halle bei Nacht.  © Inspire GmbH / Marx Halle
  • Eine der zahlreichen Präsentationen © Inspire GmbH
  • Harald Martin  Inspire GmbH

Ausgebuchte Ausstellungs­fläche und volles Programm – die Lounges in Wien starten in die zweite Runde. Über 60 Unternehmen präsentieren innovative Produkte und Dienstleistungen. Projekte und deren Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Präsentationen. Die nachfolgende Aufzählung von Themen stellt lediglich einen Teil des sehr interessanten Programms dar.

Sicherheitslabor für hochinfektiöse Proben – MED Campus Graz
Im neuen Campus der Medizinischen Universität Graz wurde ein in Österreich einzigartiger BSL-3 Sezier- und Laborbereich errichtet. Dieses Labor ermöglicht die Durchführung von Autopsien, Schnellschnittdiagnostik und Probenaufbereitung für die molekulare Erregerdiagnostik unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben für BSL-3 Einrichtungen und auch darüber hinaus. Eine zusätzliche chemische Dusche zur Personendekontamination, eigentlich nur in BSL-4 Bereichen vorgeschrieben, ermöglicht hier bestmöglichem Schutz für Mitarbeiter/innen und Umwelt. Dieses Sicherheitslabor wird somit zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung nicht nur lokal, sondern auch national leisten.
Die Infrastruktur und das Wissen werden allen relevanten Bereichen in Österreich zur Verfügung stehen, sodass in Graz auch Autopsien in speziellen Situationen von in anderen Bundesländern Verstorbenen durchgeführt werden können. Dies kann insbesondere erforderlich sein, wenn es sich um Todesfälle durch nicht diagnostizierte Erreger handelt oder zur Risikobeurteilung bei beginnenden Epidemien und zur Evaluierung der Rolle von Komorbiditäten. Es kann davon ausgegangen werden, dass durch die Zunahme von multiresistenten Bakterien, durch in regelmäßigen Abständen (wieder)auftretende neue Pathogene und die Möglichkeiten der schnellen globalen Verbreitung der Bedarf an der Nutzung hochwertiger BSL-3 Einrichtungen zunehmen wird.
Weiters steht dieses Labor auch für Entwicklungs- und Forschungskooperationen unter anderem für Schutzausrüstungen und Dekontaminationsverfahren zur Verfügung. Mit der Entwicklung eines Klasse III Isolators für besondere Anforderungen, die Schutzstufe BSL-4 erfordern, wurde bereits begonnen.

Projektarbeit zur Zufriedenheit aller – geht das?
Im Zuge eines großen Krankenhausprojektes ­wurde der Projektleiter des Auftraggebers zu Bau­beginn gefragt, wie das Projekt laufen muss, dass es für Ihn ganz persönlich einen Erfolg darstellt.

Als Ergebnis wurde folgende Projektvision dokumentiert: „Errichtung des Krankenhauses unter Einhaltung von Qualität, Kosten und Termin zur Zufriedenheit aller Projektbeteiligten“.
Dieser Satz wurde an den Anfang der wöchentlichen Baubesprechung gestellt und diente während des gesamten Projektablaufes als zentrales Steuerungs- und Orientierungselement.
Das Projekt konnte so wie es die Projektvision vorsah umgesetzt werden. Noch heute erinnern sich die beteiligten Personen gerne an dieses Projekt zurück.
Betrachtet man Projekte von heute, dann stehen diese unter hohem Termin- und Kostendruck. Die Qualität und die Zufriedenheit aller gehen dabei verloren. Es ist daher an der Zeit wieder die Zufriedenheit der Beteiligten in den Mittelpunkt zu stellen und das Projekt zum Herzensanliegen zu machen.
Welche Ansätze und Möglichkeiten es gibt und wie die Digitalisierung einen Beitrag dazu liefern kann, ist Inhalt dieses Vortrages.
Wege zur vollständigen Integration von CAD und Strömungssimulation in der Prozesstechnik
Die Integration von Strömungsinformationen bei der Konzeption und Detailplanung von Prozessanlagen ist in den letzten Jahren zu einem Megatrend geworden. Häufig wird diese Integration durch das Outsourcing von Strömungssimulationsprojekten durchgeführt. Dabei werden CAD-Daten nicht oder nur teilweise wiederverwendet. Bei Reinraumanlagen ist ein solches Outsourcing aufgrund der Komplexität des Gebäudes und der Installationen (HLK, Prozessmedien, etc.) äußerst anspruchsvoll. Unser Beitrag wird Ansätze zur Bewältigung dieser Herausforderung mit einem besonderen Fokus auf Anlagen im Bereich der Reinraumtechnik aufzeigen. Darüber hinaus werden anhand von Beispielen mögliche Anwendungsbereiche der Strömungssimulation bei der Konzeption und Detailplanung von Reinraum­anlagen veranschaulicht. Schließlich werden die Möglichkeiten, die sich durch eine vollständige Integration von Building Information Modeling (BIM), CAD und Strömungssimulation ergeben im Kontext von Reinräumen zusammengefasst.

Vergleichbarkeitsstudien für Pharmawirkstoffe aus rekombinanten Proteinen
Die Produktion von Pharmawirkstoffen und die dazugehörigen analytische Vergleichbarkeitsstudien werden so aufgesetzt, dass die analytische Vergleichbarkeit von Wirkstoffen und finalen Arzneimitteln vor und nach einer beträchtlichen Änderung demonstriert wird. Änderungen im Prozess und der Produktionsanlage, wie bspw. Änderung des Produktionsstandards oder Anpassung des Maßstabs und Änderungen der Zell Linie oder der Biosynthese/Bioreaktor Bedingungen müssen verglichen werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über Vorschriften, regulatorische Erwartungen und die derzeit bewährtesten Verfahren um Vergleichbarkeitsstudien aufzusetzen. Sicherheitslabor für hochinfektiöse Proben – MED Campus Graz.
Darüber hinaus müssen in die Studie Themen, wie z. B., Produktqualität und Produktwissen, kritische Qualitätseigenschaften sowie Prozessregelstrategien und analytische Kontrollstrategien und die dazugehörige Dokumentation mit einbezogen werden. Der Vortrag wird sich auf Vergleichbarkeitsstudien von Proteinprodukten die mit Hilfe rekombinanter DNA entwickelt wurden fokussieren.

Smart Engineering Services
Im Durchschnitt werden im Engineering zur Realisierung einer pharmazeutischen Produktionsanlage rund 10.000 verschiedene Komponenten beschafft. Jede Komponente zieht aufwändige Spezifikationsarbeiten nach sich, für die viel Zeit aufgewendet wird – und Zeit kostet Geld.
Christian Gößler erläutert in seinem Vortrag ein neues Service des Engineering Profis ZETA, das unnötiger Zeitverschwendung, durch redundante Prozesse im Engineering, entgegenwirkt. Mit dem neuen Smart Engineering Service (SES) von ZETA wird durch die Entwicklung einer kundenspezifischen Projektdatenbank und Integration aller Projekt Zulieferer (PDP) in das zentrale Datenmanagement ein enormer Mehrwert erzielt. Einerseits wird die Projektdurchlaufzeit stark verkürzt, was eine raschere Markteinführung und somit eine höhere Amortisation ermöglicht. Andererseits bietet das Service volle Datentransparenz und Wissensgenerierung auf einer umfassenden zentralen Datenbank, die insbesondere für den Anlagenbetrieb und das Asset-Management Mehrwert über den gesamten Anlagenlebenszyklus schafft.
ZETA greift dabei auf zwei Experten Software Systeme zurück und findet mit Siemens und AVEVA geeignete Partner für das neue Engineering Service. Die Spezifikationen der einzelnen PDPs werden standardisiert und dienen als Basis für die verschlankte transparente Datenverarbeitung. Jede einzelne Komponente wird einmal definiert und repräsentiert den digitalen Zwilling. Mit der Software AVEVA wird ein virtuelles 3D-Modell auf der Grundlage standardisierter Katalogdaten erstellt. Herr Gößler wird konkrete Praxisbeispiele für das effiziente Engineering Service einbringen, indem er anhand der 3D Planung die Schnittstellen der Gesamtplanung der Anlage aufzeigt und die Reduktion des Aufwands der Schnittstellenkoordination durch SES verdeutlicht.

ISO 14644-2: 2015, Überwachung zum Nachweis der Reinraumleistung bezüglich Luft
In diesem Beitrag erfahren Sie was sich in der neuen DIN EN ISO 14644-2 geändert hat und welchen Einfluss dies auf die Requalifizierung von Reinräumen hat.
Wie sind die neuen Anforderungen umzusetzen? Was beinhaltet das Konzept der kontinuierlichen Reinraumüberwachung und wie wird dieses umgesetzt? Erhalten Sie praktische Tipps zur Erstellung eines Überwachungsplans.

Partikel – Was tun?
Vor Partikel ist niemand geschützt. Sie tauchen auf, wenn man sie nicht braucht. Und vor allem: Sie sind inhomogen verteilt. Meistens jedenfalls. Wie ist die Erwartung der Behörden, welche Techniken gibt es, welches Vorgehen ist sinnvoll. Es gibt keine pauschale Antwort darauf, welches Vorgehen angemessen ist. Der Vortrag erläutert Möglichkeiten und Lösungsansätze im Hinblick auf Partikel.

Funkprotokoll mit großer Reichweite
In den letzten Jahren gab es auf dem Markt für kontinuierliche Überwachungssysteme ein hohes Interesse für drahtlose Systeme. Messungen finden häufig in anspruchsvollen Industrieumgebungen mit z.B. Zementblockwänden oder Metallkabeln statt, was dazu geführt hat, dass viele Benutzer von Überwachungssystemen auf Probleme gestoßen sind, z.B. hinsichtlich der Netzwerkkonnektivität oder -abdeckung. Es hat sich gezeigt, dass für die bestmögliche Bedienbarkeit vor Ort ein völlig neues Protokoll erforderlich ist.

Der Reinraum im Focus
Inhalte und Zusammenhänge eines Reinraum­projekts
Dieser Vortrag stellt einen gesamten neutralen Projektablauf für GMP- und ISO Reinräume dar. Beginnend mit der Vorprojektphase, Budgetierung und Ermittlung der Anforderungsspezifikationen wird weiterführend die Projektlaufzeit mit den einzelnen Planungsphasen und Möglichkeiten zur Kostenkontrolle erläutert. Neben organisatorischen und technischen Informationen über Planungsleistungen und Anlagenoptimierungen werden die Bereiche Kommunikation mit der Behörde, zeitliche und inhaltliche Informationen über Qualifizierungsleistungen und Qualifizierungsmessungen erklärt. Informationen zur Nachprojektphase für die Bereiche Anlagenwartung und Requalifizierung von reinraumtechnischen Anlagen runden den Vortrag über einen gesamten Projektablauf ab.

Praxisbasierte Einrichtung von Personalschleusen
Der Personalzugang beeinflusst Arbeitsabläufe und Reinheitsniveau. Nur bei entsprechender Planung und Einrichtung ist das Einkleiden gleichzeitig reinraumgerecht und effizient. Neben den Personenwegen muss die Versorgung mit Bekleidungsartikeln und deren Entsorgung bedacht werden. Anhand ausgeführter Praxisbeispiele von für Kunden der Pharmazie konzipierten und umgesetzten Personalschleusen, die den Durchsatz optimieren und Zukunftsanforderungen sowie Richtlinien berücksichtigen, werden Lösungen dargestellt. Dabei wird darauf eingegangen, welche Materialien (Edelstahl, HPL, Corian usw. ) zum Einsatz kommen können, welche Vorteile sich daraus ergeben und was entsprechend zu beachten ist.

Faktor Mensch
Cleanroom Skillset und Mindset durch Deeptraining

Korrektes Verhalten im Reinraum ist eine Herausforderung: Die hoch empfindliche Reinraum-Umgebung stellt ihre Operator vor besondere Herausforderungen, mit denen heutige Schulungssysteme an Grenzen stoßen. Das Problem: Grundsätze der modernen Lernpsychologie werden zu wenig beachtet und Möglichkeiten der modernen Technologie nicht ausgeschöpft. Operatoren müssen sich gezielt auf die Herausforderungen im Reinraum vorbereiten, um Kontamination zu verhindern. Was kann die Verbindung von psychologischem Wissen und technologischem Know-how für Reinraum-Trainings leisten? Wie kann Virtual Reality Technologie eingesetzt werden, um grundlegende Prinzipien korrekten Reinraumverhaltens zu lehren, ein tiefgehendes Bewusstsein zu bilden und die Motivation für korrektes Arbeiten bei Operatoren zu stärken? Wo stößt Virtual Reality an Grenzen und wo hat die Technologie ihre großen Stärken? All das erfahren Sie beim Fachvortrag.

Die Ausstellungsfläche ist ausgebucht
Über 60 Unternehmen präsentieren innovative Produkte und Dienstleistungen. Hier ein Auszug aus der Unternehmensliste:
ABC Allgemeine Bau Chemie, bc-technology, Block Technical, Briem Steuerungstechnik, Brucha, BWT Pharma & Biotech, Camfil Austria, Chemgineering Group, Cleanroom Control and Sterilization Technology, Cleanroom Technology Austria, clean-tek Reinraumtechnik, CLS Ingenieur, Comprei, Contec, CRS Clean Room Solutions, Czech Engineering, Dastex Reinraumzubehör, decontam, Drees & Sommer, Dycem, Ecolab, Ellab, elva-tec Radeberger Reinraumsysteme, Exyte Central Europe, Fischer Mess- und Regeltechnik, Friedrich Sailer, Gerflor, Human.technology Styria, Hydroflex Group, Ing. W. Häusler, Industrie Automation Graz, Innerspace, Kemmlit-Bauelemente, Lorenz Consult ZT, Mettler-Toledo, Mikroclean, Niotronic, ÖRRG – Österreichische Reinraumgesellschaft, Particle Measuring Systems, Pfennig Reinigungstechnik, Salesianer Miettex, Schülke & Mayr, Shield Scientific, Siemens, SWAN Analytische Instrumente, Tecnoplast Industrietechnik, Testo Industrial Services, USF Water Purification, Valtec, Viessmann Technologies, VIP 3000, Vogelbusch Biopharma, VTU Engineering Deutschland, Zauner Anlagentechnik, ZETA.


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