BRAIN hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 veröffentlicht

Demnach steigerte die BRAIN-Gruppe ihre Gesamtleistung im Berichtsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht von 25,7 Mio. EUR auf 26,1 Mio. EUR. Beide Segmente der Gruppe, „Bioindustrial“ und „Bioscience“, trugen zu diesem Wachstum bei. Das Bioindustrial-Segment profitierte dabei insbesondere von einem starken vierten Quartal, in dem der ölpreisbedingte Nachfragerückgang bei Enzymen für die Bioethanol-Herstellung überwunden werden konnte. Die Gesamtleistung in Q4 2015/16 im Vergleich zu Q3 2015/16 wuchs dabei um 18%. Die testierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 wird das Unternehmen am 16. Januar 2017 veröffentlichen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 rechnet der Vorstand mit einem weiteren Wachstum der Gesamtleistung im zweistelligen Prozentbereich sowie einer überproportionalen Verbesserung des EBIT.

Das Geschäftsjahr 2015/16 war wesentlich geprägt vom Börsengang im Februar 2016 und den damit verbundenen Kosten und Sondereffekten sowie von teilweise schwierigen Marktentwicklungen z.B. in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres im Bioethanol-abhängigen Geschäft. Die Zukunftsinvestitionen in das weitere Wachstum der Gruppe, wie z.B. in die Produktentwicklungspipeline, wurden dabei wie geplant fortgesetzt. Auch wurde durch die Implementierung des DOLCE-Programms zur Entwicklung neuer biologischer Süßstoffe im August 2016 eine Grundlage für das erwartete starke Wachstum in den kommenden Jahren gelegt. Dabei sieht der Vorstand das Programm als Blaupause auch für andere Industrien und Felder. Insgesamt ist der Vorstand daher mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 zufrieden und rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 mit einem deutlich positiven Momentum. Im Segment Bioscience konnte das Kooperationsgeschäft mit global agierenden Industriepartnern, insbesondere aus der Spezialchemie und der Nahrungsmittelindustrie, über das Gesamtjahr 2015/16 kontinuierlich ausgebaut werden. Unterlegt durch die Erreichung mehrerer Entwicklungsmeilensteine stieg die Gesamtleistung des Segmentes gegenüber dem Vorjahr leicht von 12,3 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR, was 47% der Gesamtleistung entspricht. Die Gesamtleistung ist um 0,5 Mio.

EUR niedriger, da bedingt durch temporäre Verzögerungen durch die Zwischenevaluierungen Fördermittel retardiert zur Auszahlung kamen.

Die Gesamtleistung des industriellen Produktgeschäfts, zusammengefasst im Segment Bioindustrial, verbesserte sich im Geschäftsjahr 2015/16 ebenfalls leicht von 13,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,9 Mio. EUR, was 53% der Gesamtleistung der Gruppe ausmacht. Durch ein starkes viertes Quartal konnten die Folgen des in Q1 2015/16 eingesetzten Nachfragerückgangs im Bereich Bioethanol-Enzyme ausgeglichen werden. Hier haben sich auch die Initiativen zum Ausbau des margenstärkeren Spezialenzymgeschäfts wie z.B. Enzyme zur Aufbereitung von Wein- und Fruchtsaftgetränken bereits positiv ausgewirkt.

Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2015/16 ist maßgeblich beeinflusst durch Einmal- und Sondereffekte des Börsengangs und verringerte sich im Vorjahresvergleich von -4,6 Mio. Euro auf -13,8 Mio. EUR. Bereinigt um einmalige IPO-Kosten in Höhe von 1,0 Mio. EUR, einen nicht liquiditätswirksamen Personalaufwand aus anteilsbasierten Mitarbeitervergütungsprogrammen bei der Tochtergesellschaft Analyticon in Höhe von 1,4 Mio. EUR, sowie ein ebenfalls nicht liquiditäts- und auch nicht eigenkapitalwirksames Vergütungsprogramm speziell im Zusammenhang mit dem Börsengang in Höhe von 3,9 Mio. EUR betrug das bereinigte EBIT der Gruppe im Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt -7,6 Mio. EUR gegenüber -3,9 Mio. EUR im Vorjahr. In diesen -7,6 Mio. EUR sind neben Zukunftsinvestitionen in Höhe von 4,7 Mio. EUR unter anderem nicht bereinigungsfähige Anlaufkosten im ersten Jahr der Börsennotierung in Höhe von 1,2 Mio. EUR, sowie zusätzliche Personalkosten inklusive eines Bonusprogramms für die Mitarbeiter in Höhe von 1,2 Mio. EUR berücksichtigt.
 

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