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Chemie verdient verhältnismäßig gut

09.02.2010 -

Deutsche Chemie-Manager haben 2009 verhältnismäßig gut verdient. Gut 60% der Geschäftsführer und Vorstände liegen im Jahreseinkommen über 150.000 € - davon mehr als die Hälfte über 200.000 €. Während im Mittelstand auf der ersten Ebene Gehälter bis 200.000 € üblich sind, liegen die Spitzengehälter bei den Konzerngesellschaften teilweise deutlich darüber. Das ergibt eine Umfrage der internationalen Managementberatung Barfeld & Partner GmbH, an der 6.000 Fach- und Führungskräfte der Energie- und Chemiebranche teilgenommen haben.

Auf Bereichsleitungs- bzw. Direktionsebene liegen die Gehälter liegen bei rund 150.000 €. Ausreißer nach oben und unten sind in der Regel durch die Unternehmensgröße begründet. Auch bei den Abteilungsleitungspositionen zeichnet sich ein fast identisches Bild zwischen den Managern der Energie- und der Chemiewirtschaft. Beide liegen im Schnitt bei 100.000 bis 150.000 € im Jahr. Die Projekt- oder Teamleitungsebene verdient knapp 100.000 € per anno. Dabei sind bei den Energiemanagern Ausreißer nach oben deutlich häufiger, als es bei ihren Kollegen aus der Chemie der Fall ist.

Der prozentuale Anteil der variablen Einkommenskomponente liegt bei den Energiemanagern im Schnitt bei 21%, bei den Chemiemanagern bei 26 %. Bei beiden Branchen bewegt sich auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene der variable Gehaltsanteil üblicherweise zwischen 30 und 50 %. Auf der zweiten Ebene, also den Bereichsleitungen, liegt der Anteil bei rund 23 %, bei den Abteilungs- und Teamleitungen bei 20 %.

Positionen wie beispielsweise Energietrader oder Großprojektleiter im Kraftwerksbau verfügen in der Regel über eine deutlich höhere Tantieme - teilweise auch höher als die der ersten Ebene. Bei der Abhängigkeit des variablen Einkommensanteils zeigt sich ein ambivalentes Bild. Bei rund der Hälfte der Befragten ist entweder das Unternehmens- bzw. Bereichsergebnis (34 %) oder die persönliche Zielvereinbarung (17 %) Bemessungsgrundlage.

Ein Blick auf die Nebenleistungen verrät, dass sowohl in der Energie- als auch in der Chemiewirtschaft ein Firmenwagen auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene Usus ist. Für immerhin rund 80 Prozent der Bereichs- und Abteilungsleitungen gilt dies genauso. Auch auf der Teamleitungsebene ist das Firmenfahrzeug gängig. Hier geben zwei Drittel der Befragten an, einen eigenen Firmenwagen zu nutzen. Neben dem Firmen-PKW ist die betriebliche Altersversorgung nach wie vor die häufigste Nebenleistung. Über 90 Prozent der Befragten profitieren in ihrem Unternehmen von einem entsprechenden Modell.

 „Auffallend ist, dass bei etwa zwei Dritteln der Teilnehmer neben der Altersversorgung keine weitere Nebenleistung zur Anwendung kommt. Der "Grundbaustein" Altersversorgung wird in anderen Fällen kombiniert mit Aktienoptionen oder der Möglichkeit, eine Auszeit in Form eines Sabbaticals zu nutzen", erklärt Claus-Peter Barfeld, Geschäftsführer von Barfeld & Partner.

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