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Covestro stellt die richtigen Weichen für die Zukunft

Lise Kingo als neues Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen

16.04.2021 - „Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt: Covestro kann Krisenmanagement. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus. Im Gegenteil: Wir stellen aktiv die richtigen Weichen für die Zukunft", sagte der Vorstandsvorsitzende Markus Steilemann auf der diesjährigen Hauptversammlung des Konzerns.

Dass Covestro erfolgreich durch das von der Coronavirus-Pandemie geprägte Jahr 2020 gesteuert ist, könne man nach Einschätzung von Steilemann sowohl auf die frühzeitigen Maßnahmen des Konzerns als auch auf den Zusammenhalt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückführen. Neben Maßnahmen zur Kosteneinsparung und Liquiditätssicherung hatte sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern auf Solidarmaßnahmen geeinigt. So wurde für die deutschen Gesellschaften ein freiwilliger Lohnverzicht bei gleichzeitiger Arbeitszeitverkürzung vereinbart. Außerhalb Deutschlands haben die Standorte vergleichbare landesspezifische Maßnahmen umgesetzt. In der zweiten Jahreshälfte hat Covestro von seinem konsequenten Krisenmanagement profitiert und im Dezember 2020 allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Einkommensausfall durch eine Sonderzahlung vollständig zurückgezahlt.

Finanzvorstand Thomas Toepfer stellte in seinen Ausführungen auf der Hauptversammlung das starke Ergebnis für das Ausnahmejahr 2020 heraus. Trotz pandemiebedingter Einbußen der abgesetzten Mengen profitierte der Konzern von seinen umfassenden Maßnahmen und einer deutlichen Nachfrageerholung ab der Jahresmitte. Insgesamt hat Covestro den Rückgang im EBITDA auf 8,2% im Jahresvergleich begrenzt und mit rund 1,5 Mrd. EUR ein operatives Ergebnis fast auf Vorjahresniveau erzielt. Das Konzernergebnis erreichte 459 Mio. EUR, der Free Operating Cash Flow (FOCF) erhöhte sich auf 530 Mio. EUR.

Neue Strategie und Struktur ebnen Weg zur Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz hatte Covestro im Februar 2021 die Neuausrichtung seiner Konzernstrategie vorgestellt. Im Fokus der Strategie „Sustainable Future" stehen eine geschärfte Kundenorientierung sowie nachhaltiges Wachstum. Langfristiges Ziel des Konzerns ist es, sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten.

Covestro schafft dafür mit einer passgenauen Konzernstruktur die optimale Ausgangsposition. Das Unternehmen plant sein Geschäft ab 1. Juli 2021 mit sieben operativen Geschäftseinheiten zu führen – aufgestellt nach ihren jeweiligen Erfolgsfaktoren und zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden sowie die Anforderungen ihrer Märkte. Covestro unterscheidet künftig die zwei Bereiche Performance-Materialien sowie das Lösungs- und Spezialitätengeschäft.

„Mit unserer neuen Strategie vereinen wir Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit", erläuterte Steilemann in seiner Rede an die Aktionärinnen und Aktionäre. „Durch Investitionen in attraktive und nachhaltige Marktsegmente treiben wir die Entwicklung eines zukunftsfähigen Portfolios gezielt voran. Außerdem bündeln wir unsere Produkte nach spezifischen Anforderungen und werden ein noch besserer Partner für unsere Kunden."

Erfolgreicher Start in das Jahr 2021: RFM-Akquisition abgeschlossen

Einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung der neuen Konzernstrategie leistet die am 1. April 2021 erfolgreich abgeschlossene Akquisition des Geschäftsbereichs Resins & Functional Materials (RFM) von DSM. Steilemann verdeutlichte auf der Hauptversammlung: „Diese Transaktion ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg hin zu nachhaltigerem Wirtschaften." Der Konzern ist nun einer der weltweit führenden Anbieter für nachhaltige Beschichtungsharze. Durch den Zukauf steigert Covestro seinen Umsatz um rund 1 Mrd. EUR und erweitert sein globales Produktionsnetzwerk um 20 Standorte. Im Zuge der vollständigen Integration rechnet Covestro mit dauerhaften Synergieeffekten, die bis 2025 auf jährlich rund 120 Mio. EUR steigen sollen.

Weiter auf Wachstumskurs: Ergebnisprognose angehoben

Covestro ist mit viel Dynamik in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Nach einem besser als zuvor erwarteten Jahresauftakt, hatte der Konzern am 13. April 2021 seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Entsprechend optimistisch zeigte sich Toepfer auf der Hauptversammlung: „Covestro ist äußerst solide aufgestellt und verfügt über robuste Liquiditätsreserven. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist intakt und wir profitieren von einer sehr positiven Margenentwicklung. Insgesamt erwarten wir eine signifikante Steigerung gegenüber unserem Vor-Pandemie-Ergebnis aus dem Jahr 2019."

Für das Gesamtjahr 2021 rechnet man nun mit einem EBITDA zwischen 2,2 Mrd. und 2,7 Mrd. EUR (bisheriger Ausblick: zwischen 1,7 Mrd. und 2,2 Mrd. EUR). Das Mengenwachstum im Kerngeschäft wird unverändert zwischen 10 und 15% erwartet. Für den FOCF rechnet der Konzern nun mit einem Wert zwischen 1,3 Mrd. und 1,8 Mrd. EUR (bisheriger Ausblick: zwischen 900 Mio. und 1,4 Mrd. EUR), für den Return on Capital Employed (ROCE) mit 12 bis 17% (bisheriger Ausblick: zwischen 7 und 12%). Covestro erwartet für das erste Quartal 2021, dessen Bericht am 28. April 2021 veröffentlicht wird, ein EBITDA in Höhe von 743 Mio. Euro und rechnet für das zweite Quartal 2021 mit einem EBITDA zwischen 730 Mio. und 870 Mio. Euro.

Vorstandsvergütung erhält Nachhaltigkeitskomponente

Covestro unterstreicht das Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung und hat einen Teil der variablen Vorstandsvergütung an seine Nachhaltigkeitsziele geknüpft. Seit Jahresbeginn richten sich 25% der langfristigen variablen Vergütung des Vorstands nach den vom Konzern eingesparten Treibhausgasemissionen. Analog wurde das Vergütungssystem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an dem Programm zur langfristigen variablen Vergütung teilnehmen, ebenfalls um diese Klimaschutzkomponente erweitert. Diese Anpassungen bilden dabei nur den Auftakt. Künftig plant Covestro weitere nicht-finanzielle Ziele in seine Vergütungssysteme einzubeziehen.

Dividendenvorschlag in Höhe von 1,30 EUR pro Aktie

Für eine Beteiligung am Unternehmenserfolg haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 1,30 EUR pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorgeschlagen. Damit erreicht Covestro eine Ausschüttungsquote von 55% seines Jahresüberschusses.

Im Februar 2021 hatte Covestro zudem angekündigt, seine Dividendenpolitik auf eine neue Basis zu stellen und so einen stärkeren Bezug zur wirtschaftlichen Gesamtlage des Konzerns zu schaffen. Zukünftig wird Covestro zwischen 35 und 55% des erwirtschafteten Nettogewinns an seine Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Die Ausschüttungsquote wird sich in Jahren mit starken Konzernergebnissen am unteren Ende des Korridors bewegen, in herausfordernden Jahren am oberen Ende.

Wechsel im Aufsichtsrat: Lise Kingo als Nachfolgerin vorgeschlagen

Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung 2021 steht zudem die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds. In den Aufsichtsrat gewählt werden soll Lise Kingo. Sie ist unter anderem als unabhängiges Verwaltungsratsmitglied der Sanofi tätig und war bis Juni 2020 CEO und Executive Director des United Nations Global Compact, der weltweit größten Initiative für unternehmerische Nachhaltigkeit. „Wir sind davon überzeugt, dass Lise Kingo eine ausgezeichnete Wahl für unseren Aufsichtsrat ist. Sie wird mit ihrer Kompetenz und ihrer Erfahrung speziell im Bereich der nachhaltigen Unternehmensentwicklung wichtige Akzente setzen und den Weg von Covestro hin zu einer vollständigen Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft fördernd begleiten", sagte Richard Pott, Aufsichtsratsvorsitzender von Covestro, auf der Hauptversammlung.

Lise Kingo soll auf Ferdinando Falco Beccalli folgen, der sein Mandat zum Ablauf der Hauptversammlung 2021 niederlegen wird. Pott würdigte die Verdienste von Beccalli, der dem Gremium seit 2015 angehört, in seiner Rede an die Aktionärinnen und Aktionäre.

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