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Duisburger Hafen setzt auf intermodale Logistikkonzepte

22.03.2023 - Eine dauerhafte Verlagerung von der Straße auf die Schiene soll ermöglicht werden. Hier müssen Industrie, Logistik und Politik zusammenarbeiten.

Die chemische Industrie ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für die gesamte Logistikbranche. In den letzten Jahren hat ein enormer Strukturwandel bei den Gütergruppen stattgefunden, auf den es effizient zu reagieren gilt. Es müssen Alternativen geschaffen werden. Dazu zählen vor allem die Transportwege Wasser und Straße, die von Negativfolgen der Niedrigwasserperioden sowie einer teilweise maroden Beschaffenheit des Straßenverkehrsnetzes betroffen sind. Folglich kann es zu Engpässen in der Binnenschifffahrt sowie einer verzögerten Abfolge der Lieferketten kommen. Zusätzlich dazu verzeichnet die Logistikbranche einen Rückgang im Segment der Berufskraftfahrer, insbesondere für ADR-Straßentransporte. Die Duisport-Gruppe geht diese Herausforderungen an und setzt dabei auf intermodale Logistikkonzepte. So soll eine dauerhafte Verlagerung von der Straße auf die Schiene ermöglicht werden. Hier müssen Industrie, Logistik und Politik zusammenarbeiten.

Terminals in direkter Nähe zu den Standorten

Der Duisburger Hafen bietet seinem Kundennetzwerk individuelle Bahnverbindungen ergänzend zu der Binnenschifffahrt an: Mit seiner Tochtergesellschaft Duisport Rail ist der Hafen in der Lage, wie eine Art Feeder-Bahn im regionalen Umfeld mit eigens operierten Zugsystemen zu agieren. So entwickelt Duisport Lösungen für führende Industrie- und Handelsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, speist kontinentale sowie maritime Waren in bestehende Bahnrelationen und verbindet diese mit den wichtigen Containerterminals der Rhein-Ruhr-Region. Bis zu 150.000 Lkw-Transporte werden so jährlich vermieden.

Ein Erfolgsbeispiel dafür ist das bimodale Terminal auf 10.000 m2 Fläche im Chemiepark Marl, welches gemeinsam mit Evonik betrieben wird. Neben 5.000 m2 Lagerfläche, wird hier ein Vorhol- und Lieferservice mit eigenen Förderfahrzeugen sowie eine tägliche direkte Anbindung über Shuttle-Züge nach Duis­burg angeboten. Darüber hinaus hat der Logistiker vor den Toren des Chemiepark Krefeld-Uerdingen ein Terminal entwickelt, welches durch eine interne Straße angebunden wurde – Das Zugterminal in Duisburg-Hohenbudberg. Durch diese intelligente Lösung können öffentliche Straßen gemieden werden und die verkehrsunabhängige Effizienz wird deutlich gesteigert. Das neueste Produkt stellt eine regelmäßige Zuganbindung vom Ruhrgebiet in den Chemiepark Leverkusen dar. Dadurch sind in Summe drei Chemieparks mit alternativen Logistikkonzepten eng mit dem Duisburger Hafen verbunden und setzen neue Maßstäbe in der Chemielogistik.

Neben den regionalen Feeder-­Shuttles hat die Hafengesellschaft auch über die Rhein-Ruhr-Region ­hinaus intermodale Logistikkonzepte entwickelt, um die Warenströme auf der Nord-Süd-Achse nach Norditalien mitzugestalten. Wöchentlich verkehren mehrere Züge zum logistisch wichtigen Hafen Triest, von dem der Weitertransport mit der Fähre in die Türkei durchführbar ist.

Logistikdrehscheibe

Der Duisburger Hafen arbeitet an der Entwicklung weiterer Konzepte zur Sicherung der Warenströme in der chemischen Industrie. Zum Beispiel wie in intermodalen Netzwerken der Verkehrsträger Schiene noch stärker eingesetzt werden kann und Zugsysteme dauerhaft aufrechterhalten werden können, um mögliche Risiken, wie einen Einbruch bestehender Lieferketten, langfristig zu diversifizieren.

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Führende Drehscheibe in Europa

Der Duisburger Hafen (Duisport) ist der größte Binnenhafen der Welt und befindet sich mitten im Herzen Europas an der Mündung zwischen Rhein und Ruhr. Mit einem Gesamtumschlag von über 111,1 Mio. t im Jahr 2021, ist der Hafen die führende Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa. Wöchentlich verkehren bis zu 400 Zugverbindung zu rund 100 direkten Zielen in Europa und Asien. Pro Jahr werden über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt. Neben dem klassischen Warenumschlag hat sich Duisport auf die Entwicklung von integrierten Hafen- und Logistikkonzepten, intermodale Transportdienstleistungen, Kontraktlogistik sowie Industriegüterverpackungen spezialisiert.

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Duisburger Hafen AG/Duisport

Alte Ruhrorter Straße 42–52
47119 Duisburg
Deutschland

+49 203 803-0