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T.A. Cook bietet Orientierung im Dschungel der digitalen Technologien

Trend-Kompass identifiziert wegweisende Technologie-Ansätze für die Instandhaltung

14.09.2021 - Was bedeutet Smart Maintenance? Welche Voraussetzungen müssen dafür in anlagenintensiven Unternehmen etabliert sein, welche der Technologien versprechen einen Benefit?

Experten in der Prozessindustrie sind sich einig, dass die Smart Factory nur dann Realität werden kann, wenn auch die Instandhaltung ‚intelligent‘ arbeitet. Aber was genau bedeutet Smart Maintenance? Welche Voraussetzungen müssen dafür in anlagenintensiven Unternehmen etabliert sein und vor allem, welche der zahlreichen Technologien auf dem Markt versprechen wirklich einen Benefit? Mit ihrem Trend-Kompass identifiziert die Unternehmensberatung T.A. Cook wegweisende Technologieansätze, transformative Prozesse sowie innovative Anwendungen und bewertet, welche nachhaltig die Erreichung individueller Unternehmensziele unterstützen.

In Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen spielt die Instandhaltung eine immer wichtigere Rolle für anlagenintensive Unternehmen, vor allem, wenn sie ‚intelligent‘ agiert. Denn Smart Maintenance verfolgt generell das Ziel, die technische Effektivität und wirtschaftliche Effizienz von Instandhaltungsmaßnahmen zu maximieren und damit die Kosten zu minimieren. Sie verspricht weniger Stillstandzeiten und erhöhte Anlagenverfügbarkeit, insbesondere im Hinblick auf die ständig steigende Produktivität in Unternehmen.

So weit, so bekannt. Um eine erfolgreiche Entwicklung hin zur intelligenten Instandhaltung überhaupt möglich zu machen, müssen Unternehmen dafür sorgen, dass altes ‚Silo-Denken‘ aufgehoben wird. Konkret bedeutet das, Produktion und Instandhaltung sollten eng und auf Augenhöhe zusammenarbeiten und gemeinsam planen. Die Realität, die wir in vielen Unternehmen beobachten, sieht leider nicht so aus. Der erste Schritt zu Smart Maintenance bedeutet deshalb nicht zuletzt auch die Emanzipation der Instandhaltung vom geduldeten Kostenverursacher zum unternehmensweit akzeptierten Wertschöpfungsfaktor.

In digitale Technologien investieren zahlt sich aus – wenn man die richtigen wählt

Steigt man tiefer in die Diskussion um Smart Maintenance ein, fallen schnell Schlagwörter wie Big Data, Sensor Based Maintenance, Digital Twinning oder Machine Learning. Unterm Strich laufen alle Ansätze darauf hinaus, dass Mitarbeiter Zugriff auf solide Daten haben, um Störungen schneller zu erkennen, zu bewerten und in der Folge umgehend beheben zu können oder im Idealfall sogar zu verhindern. Klingt vielversprechend? Ist es auch! Warum besteht dann bei vielen Unternehmen laut aktueller Studien immer noch eine große Lücke zwischen Theorie und Wirklichkeit?

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine zentrale Herausforderung für viele Anlagenbetreiber darin besteht, sich im Dschungel der innovativen Angebote zurecht zu finden und zu entscheiden, welche Investitionen sich auszahlen. Konkret: Welche digitalen Anwendungen und Lösungen führen zu einem sichereren Betrieb der Anlagen, ermöglichen Kostensenkungen oder versprechen eine optimale oder bedarfsgerechte Anlagenverfügbarkeit.

Um Unternehmen hier eine bessere Orientierung zu bieten hat T.A. Cook mit einem interdisziplinären Team einen Trend-Kompass entwickelt. Basierend auf der StartUs-Insights-Discovery-Plattform, die weltweit mehr als 1,8 Mio. Start-ups, Scale-ups und Emerging Technologies abdeckt, wurden interessante technische Innovationen identifiziert (siehe Grafik).
In die Recherche, aber vor allem die Bewertung der Trends, fließt zusätzlich die Erfahrung unserer Experten ein, die seit Jahrzenten Projekte von Kunden aus Chemie, Öl, Gas, Petrochemie und anderer anlagenintensiver Branchen betreuen und die Entwicklungen praxisnah beobachten und begleiten. Bei jedem Trend, den wir uns ansehen, klopfen wir vier zentrale Kriterien ab: Wie hoch sind die Umsetzungskosten, wie hoch ist der zu erwartende wirtschaftliche Nutzen, wie lange dauert die Implementierung und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einführung der neuen Technologie?

Sieht man sich z.B. einen ­Makro-Trend wie Mobile Working an, würde man auf den ersten Blick sagen, dass dies ein Selbstläufer ist. Mobile Anwendungen helfen Unternehmen, ihre Instandhaltungsingenieure und -techniker so optimal wie möglich einzusetzen, denn mit ihrer Hilfe haben sie im Feld Zugriff auf kritische Anlagendaten in Echtzeit, können schneller auf festgestellte Abweichungen reagieren und auch Aufträge effektiv planen. Die Mitarbeiter können Informationen über die auszuführenden Arbeiten abrufen, die geleisteten Arbeitsstunden und die verwendeten Teile registrieren, melden, dass die Arbeit des Technikers fertig ist, Arbeitsaufträge eingeben, kleine Reparaturen registrieren, Fotos und Unterschriften hinzufügen oder E-Mails versenden, um nur einige Funktionen zu nennen. Letztlich führen all diese Vorteile zu einer erhöhten Produktivität, einer verbesserten Datenqualität und effizienteren und dadurch kostensparenden Prozessen.

Bei der Bewertung stehen außerdem auf der Pro-Seite überschaubare finanzielle und zeitliche Investitionen für die Anschaffung und Implementierung mobiler Anwendungen. Aber obwohl der technische Reifegraf hoch ist und viele etablierte Applikationen existieren, stellen wir in der Praxis häufig fest, dass der Umsetzungserfolg überraschend niedrig ist. Ein Grund ist, dass die Mitarbeiter nicht von Anfang an in den Prozess eingebunden werden. Die Implementierung von Mobile Working ist ein klassisches Change Management-Projekt. Viele Unternehmen unterschätzen, dass die Technologien nur ein Teil des notwendigen Entwicklungsprozesses hin zur mobilen Instandhaltung sind. Mindestens ebenso wichtig sind die Anpassung und Digitalisierung von Prozessen und vor allem die Befähigung der Mitarbeiter. Denn was nützen die besten Technologien, wenn keiner sie anwenden kann – oder will.

 

Roadmap zum digitalen Erfolg

Klar ist: An Smart Maintenance kommt keiner mehr vorbei. Aber nicht alle Technologien, die auf dem Markt sind, passen zu jedem Unternehmen und bringen die gewünschten Benefits. Wichtig ist deshalb eine strategische, strukturierte Herangehensweise bei der am Anfang nicht nur klare Ziele gesetzt werden, sondern auch eine realistische Einschätzung der Umsetzbarkeit stattfindet.

Der Trend-Kompass hilft dabei, individuelle Ziele für eine digitale Unternehmensvision zu definieren. Im nächsten Schritt sollte dann der digitale Reifegrad der Organisation ermittelt werden, bei der vorhandene Informationssysteme und IT-Infrastruktur, Datenqualität, Prozesse, Entscheidungswege, die digitale Kompetenz der Mitarbeiter und vor allem die Firmenkultur untersucht und bewertet werden. Beide Perspektiven zusammengenommen bilden das Fundament für eine digitale Roadmap, mit der Unternehmen auf dem erfolgreichen Weg zur digitalen Transformation sind.

Autor

 

Zur Person

Markus Lewerenz verfügt als Principal bei T.A. Cook über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der strategischen und operativen Beratung. Der Spezialist für Change Management und Operational Excellence unterstützt vorwiegend Unternehmen aus der Chemie-, Petrochemie- sowie Öl- und Gasbranche bei der Entwicklung und Steuerung globaler Transformations-Programme. Nach Stationen in London und Shanghai leitet der studierte Betriebswirtschaftler seit 2017 ein langfristiges Digitalisierungs-Programm für einen führenden Chemiekonzern. Seit 2020 ist er außerdem als Global Expertise Lead für den Bereich Digital Solutions verantwortlich.

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