Anlagenbau & Prozesstechnik

AIRA Challenge 2024

Mobile Industrieroboter im Wettstreit auf der Achema – die Finalisten im Portrait

23.05.2024 - Im Rahmen der AIRA Challenge 2024 auf der Achema in Frankfurt am Main präsentieren fünf Finalteams Advanced Industrial Robotic Applications – kurz: AIRA – und zeigen, wie zuverlässig und intuitiv realistische Aufgaben in Betrieben oder Laboren der Chemieindustrie per Teleoperation bewältigt werden können. Heute: EngRoTec-Solutions & Rollomatic

Ziel der AIRA Challenge ist es, zu demonstrieren, dass diese Robotiklösungen im realen Industriealltag extrem flexibel und spontan für fast beliebige Aufgaben in der Prozessindustrie eingesetzt werden können. Diese Herausforderung ist Teil einer ehrgeizigen Initiative, die von einem Konsortium von BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim und Wacker Chemie organisiert durch Invite – der Public-Private-Partnership der TU Dortmund, HHU Düsseldorf und Bayer – und unter der Schirmherrschaft der NAMUR vorangetrieben wird.

CHEManager hat in seiner Maiausgabe zusammenfassend über die AIRA Challenge berichtet. Hier stellen sich die fünf Finalteams von EngRoTec-Solutions & Rollomatic, Roboverse Reply, TruPhysics/UnitedRoboticsGroup, der ETH Zürich und dem FZI Forschungszentrum Informatik nochmals im Einzelnen vor.

Eng    rollo

Die mobERT Humanoid Crew bestehend aus EngRoTec-Solutions & Rollomatic Group präsentiert den mobERT Humanoid. Der mobERT Humanoid wurde entwickelt, um die Bedürfnisse von Herstellern und Laborumgebungen in Bezug auf Prozessoptimierung, Präzision durch kontrollierte Wiederholbarkeit und natürlich Rentabilität zu erfüllen. Dieser humanoide Roboter ist der ideale Partner für die pharmazeutische und chemische Industrie.

Zu den Einsatzgebieten von mobERT Humanoid gehören gesundheitsgefährdende Aufgaben wie die Handhabung von giftigen Flüssigkeiten oder die Durchführung von Analysen sowie andere Tätigkeiten, die die Anwesenheit des Bedieners vor Ort nicht mehr erfordern. Der Bediener kann auch mehrere Roboter im Fernbetrieb steuern. Nicht zu vergessen ist auch, dass man sich nicht mehr ausrüsten muss, um beispielsweise einen Reinraum zu betreten, was eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet.

Der mobERT Humanoid wurde aus der Beobachtung heraus geboren, dass der Mensch eine der größten Erfolgsgeschichten der Natur ist. Der Roboter ist mit einem Kopf und zwei Augen mit 3D-Stereosicht ausgestattet, um seine Umgebung zu visualisieren, sowie mit Armen und Händen, die von einer 15-achsigen Kinematik angetrieben werden, um Objekte zu manipulieren. Der Einsatz von mobilen Robotern für langweilige, sich wiederholende Tätigkeiten bedeutet, dass mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben zur Verfügung steht. In Zukunft werden die Aufgaben, die darin bestehen, Objekte von A nach B zu bewegen, durch mobile Roboter ersetzt werden müssen, um menschliche Zeit freizusetzen.

Die Humanoid-Crew von mobERT arbeitet fleißig an der Lösung der Herausforderungen, die mit einem solch ausgeklügelten Robotiksystem einhergehen. Zu diesen Herausforderungen gehören auch das Sicherheitsmanagement und die Anpassung der Greifsysteme, bei denen es wiederum darum geht, das zu reproduzieren, was ein Mensch mit zwei Händen und zehn Fingern tun kann. Um Industrieroboter wirklich interessant zu machen, muss ihre Technologie aber auch wirklich zugänglich, schnell einzurichten und einfach zu bedienen sein.

Die Teilnahme an der AIRA Challenge ermöglicht es der Crew nicht nur, sich selbst weiter zu entwickeln, sondern auch an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem die Herausforderungen denen in verschiedenen Branchen sehr ähnlich sind.

Lesen Sie hier den Übersichtsbeitrag über die AIRA Challenge aus der CHEManager-Maiausgabe.

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