01.03.2021 • News

BME: Neue Anschlussgleis-Förderung des Bundes begrüßt

Die seit 1. März 2021 geltende Förderrichtlinie des Bundes begrüßt der BME als einen wichtigen Meilenstein zur Umsetzung der Gleisanschluss-Charta

© frankoppermann - stock.adobe.com
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Diese Förderrichtlinie unterstützt Verlader, Speditionen und Eisenbahnen bei Aus- bzw. Neubau, Reaktivierung und Erhalt von Gleisanschlüssen und multifunktionalen Güterterminals.

Besonders erfreulich ist die erstmalige finanzielle Förderung von Ersatzinvestitionen in bestehende Gleisanschlüsse sowie die Erneuerung der Anschlussweiche. Auch die verbesserte Förderung multifunktionaler Terminals wird der Entwicklung multimodaler Verkehre einen wichtigen Schub geben.

Förderfähig sind nun auch Industriestamm- und Zuführungsgleise, wenn diese durch ein Unternehmen in Privatrechtsform betrieben werden. Dies ist ein neues und wichtiges Förderinstrument für vorgelagerte Infrastrukturen in direkter Nähe zu den Zugangsstellen der Schiene.

Die Gleisanschluss-Charta haben 43 Verbände und Vereine aus Industrie, Handel, Logistik, Entsorgung, Bauwirtschaft, Agrar-/Forstwirtschaft und öffentlichen Einrichtungen, einschließlich des BME, mitgezeichnet. Die Gleisanschluss-Charta setzt sich für eine stärkere Fokussierung der verkehrspolitischen Diskussion auf die wesentliche Schlüsselfunktion von Gleisanschlüssen, kundennahen Zugangsstellen und regionalen Eisenbahninfrastrukturen ein.

Ziel ist es, dem Markt leistungsfähige und wirtschaftlich darstellbare Transportsysteme im Kombinierten Verkehr und im Wagenladungsverkehr anbieten zu können. Mit der neuen Gleisanschluss-Förderrichtlinie ist dem Bund der Einstieg in die Umsetzung der Vorschläge aus der Gleisanschluss-Charta gelungen.

Flächendeckendes Gleisanschlussnetz für wettbewerbsfähigeren Schienengüterverkehr

„Unser Verband setzt sich schon lange dafür ein, dass auf der Schiene ein flächendeckendes Netz von Gleisanschlüssen und multimodalen Logistikknoten entsteht. Damit wird der Güterverkehr wettbewerbsfähiger und kann einen signifikanten Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und zur Erreichung der umweltpolitischen Ziele leisten“, teilte Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), in Eschborn mit. Neben dem Neu- und Ausbau sei es aber auch dringend nötig, die Rahmenbedingungen für die Nutzung und den Betrieb bestehender Gleisanschlüsse und multimodaler Logistikknoten zu verbessern.

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