Logistik & Supply Chain

Chemikalien rundum sicher verpackt

14.10.2020 - Um palettierte, mit petrochemischen Granulaten befüllte PE-Säcke in Folie zu verpacken, setzte ein spanischer Erdölkonzern seit Jahrzehnten auf das Schrumpfverfahren, doch die Anlagen waren nun teilweise bis zu 30 Jahre alt. Sowohl im Betrieb als auch in der Wartung entsprachen sie nicht mehr den aktuell erforderlichen Sicherheitsstandards.

Deshalb beauftragte das Unternehmen die Beumer Group mit der Installation von zehn Hochleistungs-Verpackungsanlagen der Serie Beumer stretch hood A.

Ein großer europäischer Player im petrochemischen Geschäft mit Sitz in Spanien stellt im Jahr mehr als 6 Mio. t Chemikalien her. Um die petrochemischen Granulate zu den Abnehmern zu liefern, werden sie nach der Produktion in Big Bags, Oktabins oder in 25-kg-PE-Säcke abgefüllt. Diese Säcke werden palettiert und zum Schutz gegen Umwelteinflüsse und Staub in Folie verpackt. Dazu setzten die Werke seit den 1980er Jahren auf das Schrumpfverfahren.

„Die Maschinen arbeiteten zuverlässig, hatten allerdings schon 20 bis 30 Jahre auf dem Buckel“, beschreibt der Einkaufsleiter. „Mittlerweile traten damit verschiedene Probleme auf, die nichts mit den Maschinen, sondern mit der Technologie zu tun hatten.“

„Wir suchten eine wirtschaftliche und vor allem sichere Verpackungslösung, die sich gut und effizient warten lässt“, sagt der Projektmanager von einem der spanischen Werke. Weil die bislang eingesetzten Schrumpfanlagen vor Jahrzehnten u. a. die Beumer Group geliefert hatte, wandten sich die Verantwortlichen auch diesmal an das Unternehmen aus Beckum.

Wirtschaftliche Alternative: Stretchfolie
Statt des Schrumpfverfahrens sollte jetzt das Stretchhaubenverfahren zum Einsatz kommen. Um eine hohe Transportsicherung und Ladungsstabilität sicherzustellen, passt sich die Stretchfolie an jedes Produkt an, das auf einer Palette gestapelt ist. Die Folie ist sehr dehnbar und hält die Waren über ihre starken Rückstellkräfte fest zusammen. Es kommen immer stabilere Stretchfolien auf den Markt. Weil diese Folien auch zunehmend dünner hergestellt werden können, spart dies wiederum Material ein. Zukünftig werden zudem verstärkt Stretchfolien eingesetzt, die aus Nachhaltigkeitsgründen steigende Rezyklatanteile beinhalten und vermehrt aus Biokunststoffen bestehen.

Mit dem Stretchhaubenverfahren lässt sich die Palette hochregallager­fähig, mit Unterstretch oder mit verschiedenen Fußverstärkungen verpacken. Die hohe Transparenz der Stretchfolie erlaubt eine klare Sicht auf die verpackte Ware. Auch Barcodes auf den Säcken werden einwandfrei gelesen. Mit einer Flachfolie auf der Palette schützt diese Verpackungslösung die gestapelten Granulate außerdem gegen äußere Einflüsse von allen sechs Seiten. So sind die mit Granulat gefüllten Säcke beim Umschlag und auch bei einer Außenlagerung vor Sonne, Schmutz und Nässe geschützt. Zudem hält die Stretchfolie die Säcke fest auf der Palette, so dass diese nicht verrutschen.

Die passende Maschine
Ein materialschonendes Folientransportsystem führt der energieeffizienten Anlage Beumer stretch hood A die zuvor zugeschnittene und verschweißte Folienhaube zu. Die Schweißnaht der Folienhaube kühlt bereits auf dem Weg zur Reff- und Stretcheinheit ab, so dass sie sich ohne Zeitverlust aufreffen lässt. Damit sind weder eine energieaufwendige Kühlung noch effizienzmindernde Kühlzeiten erforderlich. Die Paletten lassen sich deshalb mit hoher Taktung verpacken.
Um die Arbeit für das Wartungspersonal zu erleichtern und damit auch die hohe Verfügbarkeit dieser Verpackungsanlage sicherzustellen, wurde sie ohne Bühne konzipiert. Instandhaltungsarbeiten wie Wechsel der Messer oder der Schweißbalken erfolgen auf Bodenniveau. Ein weiterer Vorteil liegt in der kompakten Bauweise und der damit einhergehenden geringen Bauhöhe und Aufstellfläche.

Zu den Herausforderungen bei diesem Projekt äußert sich Plácido Valle Santafosta, Vertriebsingenieur bei der Beumer Group in Barcelona. „Da ist zum einen die recht kurze Lieferzeit von nur sechs Monaten. Auch ist der Zeitraum für die Inbetriebnahme festgelegt und darf nicht verlängert werden, weil der Betrieb sonst zu lange stillstehen würde.“ Die neuen Maschinen müssen zudem in die bestehenden Verpackungslinien integriert werden. Dabei gilt es, die neuesten Sicherheitsstandards des Beumer stretch hood mit den Sicherheitsstufen der vorhandenen Anlagen zu kombinieren. „Darin haben wir viel Erfahrung“, betont Valle Santafosta. „Wir lösen dies mit separaten Sicherheitskreisen.“

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Beumer Group GmbH & Co. KG

Oelder Str. 40
59269 Beckum
Deutschland

+49 2521 24-317
+49 2521 24 280

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