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Covid-Impfstoff von AstraZeneca zeigt 70% Wirksamkeit

24.11.2020 - Auf der Grundlage klinischer Studien in Großbritannien und Brasilien zeigte der Impfstoffkandidat AZD1222 eine durchschnittliche Wirksamkeit von 70%. Die Studienergebnisse wurden in zwei Impfprogrammen ermittelt. In einer Gruppe, bei der die Freiwilligen zwei volle Dosen erhielten, betrug die Wirksamkeit 62%. In einer anderen, mit einer halben Dosis und einer vollen Auffrischungsimpfung, lag sie bei 90%.

Der Kandidat AZD1222, den der britisch-schwedische Arzneimittelhersteller für die Universität Oxford entwickelt, erreichte basierend auf den Ergebnissen von zwei Impfprogrammen eine durchschnittliche Wirksamkeit von 70%. Die größere Kohorte von 8.895 Freiwilligen erhielt zwei volle Dosen, während eine kleinere Kohorte von 2.741 eine halbe Dosis erhielt, gefolgt von einer vollständigen Auffrischungsimpfung.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs betrug bei denjenigen, die die beiden vollen Dosen erhielten, 62%, verglichen mit 90% bei denjenigen, die mit einer halben Dosis begannen. Keiner der Probanden, die den Impfstoff erhielten, wurde AstraZeneca zufolge ins Krankenhaus eingeliefert oder hatte einen schweren Fall von Covid-19. Insgesamt gab es in der Zwischenanalyse 131 Fälle von Covid-19.

Die beschriebenen Studien wurden in Großbritannien und Brasilien durchgeführt. Weitere Studien sind in den USA, Japan, Russland, Südafrika, Kenia und Lateinamerika im Gange, und Studien in anderen europäischen und asiatischen Ländern stehen auf der Tagesordnung. Es wird erwartet, dass sich weltweit bis zu 60.000 Teilnehmer anmelden werden.

In den Nachrichten des Arzneimittelherstellers spekulierten Pharmakologen darüber, warum die Wirksamkeit des viralen Vektorimpfstoffs geringer sei als die der mRNA-Impfstoffe. Einige meinten, die geringe Anzahl von Probanden in der Kohorte der Halbdosis-Studie von AstraZeneca verzerre den Vergleich. Andere glaubten, dass Unterschiede zwischen den Studiendesigns eine Rolle gespielt haben könnten, wobei sie auch feststellten, dass die Pfizer/Biontech-Tests hauptsächlich mit verschiedenen Populationen und die AstraZeneca-Tests hauptsächlich mit kaukasischen Freiwilligen durchgeführt wurden.

Die endgültige Analyse der Zwischenergebnisse wird als Peer-Review-Studie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht werden.

Nach Angaben eines unabhängigen Gremiums zur Überwachung der Datensicherheit erreichte der Impfstoff aus Oxford seinen primären Endpunkt und erreichte den Schutz vor Covid-19 bereits 14 Tage, nachdem die Patienten zwei Dosen des Impfstoffs erhalten hatten. Es wurden keine schwerwiegenden Sicherheitsereignisse bestätigt, die direkt mit dem Impfstoff zusammenhingen, und der Kandidat wurde in beiden Dosierungsschemata gut vertragen, so das Gremium.

AstraZeneca plant nun, mit der Einreichung der Daten bei den Zulassungsbehörden in Ländern zu beginnen, die über einen Rahmen für eine bedingte oder frühzeitige Zulassung verfügen. Darüber hinaus wird sie eine Notfallverwendungsliste der Weltgesundheitsorganisation für einen beschleunigten Weg zur Verfügbarkeit in Ländern mit niedrigem Einkommen anstreben.

Das Unternehmen sagte, es mache rasche Fortschritte bei der Herstellung mit einer Kapazität von bis zu 3 Milliarden Dosen des Impfstoffs, der 2021 eingeführt werden soll. Es geht davon aus, dass es diese Dosen, wie angekündigt, als nächstes auf gemeinnütziger Basis für rund 3 Dollar pro Dosis im Jahr 2021 verkaufen wird.

Zwar scheint die Wirksamkeit des der Impfstoffkandidat AZD1222 im Vergleich mit den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Pfizer/Biontech niedriger zu sein, doch für die globale Überwindung der Pandemie könnte das Mittel des britisch-schwedischen Pharmakonzerns eine größere Rolle spielen, da es günstiger herzustellen und besser zu lagern bzw. transportieren und damit zu verteilen ist.

Je nach Produktionsstandort soll der Impfstoff zwischen pro Dosis nur zwischen 3 USD und 9 USD kosten, und Astrazeneca hat sich zudem verpflichtet, den Impfstoff für die Dauer des globalen Notstands zum Selbstkostenpreis abzugeben. Ein Teil seiner Produktion will Astrazeneca an die Covax-Initiative abgeben, die dafür sorgen soll, ärmere Länder mit Impfstoffen zu versorgen.

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