Standorte & Services

Industriepark Kalle-Albert verbessert wichtige Infrastrukturen

InfraServ Wiesbaden investiert in wettbewerbsfähige Standortbedingungen

09.06.2021 - Ambitionierte Zukunftsinvestitionen in die Infrastruktur und die Verbundkompetenzen stärken die Attraktivität des Standorts.

InfraServ Wiesbaden verfügt als Betreiber des zweitgrößten hessischen Industrieparks über ein umfassendes Leistungs- und Serviceportfolios, auf das zunehmend auch Mittelständler in der Metropolregion Rhein-Main-Neckar zurückgreifen. Ambitionierte Zukunftsinvestitionen in die Infrastruktur und die Verbundkompetenzen stärken die Attraktivität des Standorts.
Der Betreiber des knapp 100 ha großen Industrieparks in der hessischen Landeshauptstadt beschäftigt mit der Tochtergesellschaft ISW-Technik derzeit rund 950 Mitarbeitende und Auszubildende. Das „industrielle Herz Wiesbadens“ mit Bahnanschluss und Hafenanlage am Rhein unweit des Flughafens Frankfurt ist mit den etwa 25 deutschen Industrie- oder Chemieparks auf der VCI-Seite „Chemicalparks.com“ gelistet und erhält auch hierüber Anfragen von Investoren.

Entscheidend bei Ansiedlungs- und Investitionsvorhaben sind aber zumeist persönliche Referenzen und die konkreten Beratungs- und Vertriebsgespräche. Hierbei erfreut sich die ISW und der auch „Kalle-Albert“ genannte Industriepark eines guten Leumunds.

Erfolgsfaktoren für sein Market­ing sind die klassischen Infrastruktur-Angebote inklusive Sicherheitsdiensten, Energieversorgungspaketen und der Abwasserentsorgung. Über ein modular buchbares Portfolio wird zudem Infrastruktur- und Gebäudeentwicklung angeboten als auch Dienstleistungen bei der Beschaffung, Lagerwirtschaft und Logistik.
Während andere Standorte vor einigen Jahren dazu übergingen, zentrale Dienstleistungsangebote an Fremdfirmen auszugliedern, verfolgte die ISW das Ziel, die wesentlichen Kernkompetenzen eines Standortbetreibers im Verbund zu erhalten, sie zu stärken und fokussiert in sie zu investieren.

So hat die Technik-Tochter mit Blick auf Kundenbedarfe zielstrebig die Modernisierung der eigenen Werkstätten vorangetrieben. Die Techniker und Ingenieure nutzen heute modernste High-Tech-Geräte, darunter Schallkameras, um Rohrleckagen ausfindig zu machen oder 3D-Laserscanner, mit deren Hilfe sich Anlagenteile präzise digitalisieren und nachbauen lassen.

Aus einer Hand

Ein Erfolgsfaktor ist, dass die ISW-Gruppe alle Anforderungen an effiziente Prozesssteuerungen, Anlagenoptimierungen sowie nachhaltige Produktion und Immobilienentwicklung aus einer Hand bedienen kann. Erst kürzlich wurde ein komplexes Bauvorhaben beendet, das vom Geschäftsfeld Infrastruktur/Immobilien als Gebäudevermieter koordiniert und von der Technik als Projektleiter umgesetzt wurde. Etwa 1.000 m² eines älteren Bestandsgebäudes wurden in anspruchsvolle Laborräume inklusive Inkubationsräumen und Reinraumbereichen mit Technikflächen für spezielle Analysen und Forschungsarbeiten umgerüstet.

Als Betreiber großer Infrastrukturanlagen verfügt der Industriedienstleister über direkte Indus­trieanlagenerfahrung. Hinzu kommt das über Jahrzehnte gewachsene Fachwissen durch die 24/7-Wartung etlicher großer und kleiner Anlagen von Standortfirmen. Insbesondere dieses Detailwissen ist gegenüber externen Technikanbietern ein immenser Vorteil.
Zum Service zählen Transferleistungen für die Digitalisierung einer Industrie 4.0. Ausgewählte Technik- und IT-Experten setzen dabei auf die kundenorientierte Zusammenarbeit am Standort. In einem „Open Innovation Circle“ versammeln sich von Zeit zu Zeit Betriebsingenieure und Innovationsmanager von im Park produzierenden Unternehmen, um sich über neueste Entwicklungen und Anwendungsoptionen auszutauschen.

Insbesondere die ISW-Technik setzt darauf, in den kommenden Jahren verstärkt auch Mittelständler und andere Industrieunternehmen in der Rhein-Main-Neckar-Region als Kunden zu gewinnen und weiter zu wachsen.

Infrastruktur-Investitionen

Mit der Modernisierung des Kraftwerks und dem Bau eines neuen Gefahrstofflagers wurden zuletzt große Investitionen in wichtige Infrastrukturen getätigt, um Kunden dauerhaft wettbewerbsfähige Standortbedingungen bieten zu können.

Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde im April 2020 das neue, zweite Gefahrstofflager mit einer Lagerkapazität von 2.500 Palettenplätzen in Betrieb genommen. Damit wurde die Gesamtkapazität auf 4.500 Gefahrstoffpaletten mehr als verdoppelt. Die Stärke bei der Realisierung dieser rund 5-Mio.-EUR-Investition zeigte sich in der gemeinschaftlichen Abwicklung des Projekts – von der Ingenieursplanung über die Bauleitung bis hin zur technischen Ausstattung.

Ähnlich verhielt es sich beim neuen GuD-Kraftwerk. Seit der Grundsteinlegung im September 2019 wurden in Teamarbeit mit externen Partnern alle wichtigen Meilensteine erreicht, so dass die Inbetriebnahme des Kraftwerkskomplexes unter Einhaltung des Budgets- und Zeitplans ansteht. Bei dieser Investition von rund 90 Mio. EUR handelt es sich um die größte von ISW je getätigte Infrastruktur-Ausgabe. Die Stromerzeugungs-Kapazitäten werden damit von 32 auf 78 MW erhöht.

Die Modernisierung zielt auf eine weitgehend autarke und zugleich nachhaltigere Strom- und Energieversorgung.

Das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitende Kraftwerk erreicht einen Energieausnutzungsgrad von über 80 % und gilt als Brückentechnologie zur nachhaltigen Energieversorgung ohne Kohle und Kernkraft. Als Vision angedacht ist bereits, die zwei neuen Gasturbinen in einigen Jahren auch durch die Verbrennung „grüner Gase“ anzutreiben – also ohne fossilen Brennstoff.

Digitale Prozesssteuerung

In Richtung digitale Prozessteuerung für effizientere Systeme und attraktive Standortbedingungen zielt ein aktuelles Projekt für die Biologische Abwasserreinigungsanlage (BARA), welches gemeinsam mit dem Serviceunternehmen Samson an den Start gebracht wurde.

Beide Unternehmen kollaborieren für die Weiterentwicklung von IIoT-Plattformen. Der Prozessoptimierer Samson betreibt eine mandantenfähige IIoT-Plattform, mit der diese digitalisiert, visualisiert und automatisiert gesteuert werden können. Die Techniker aus Wiesbaden entwickelen und implementieren für Unternehmen innerhalb und außerhalb des Industrieparks analoge und digitale Lösungen. Im Ergebnis sollen „digitale Zwillinge“ der betrachteten Systeme entstehen, mit denen Simulationen von Anlagensteuerungen, Analysen von Energie- oder Warenflüssen und Ansätze für eine intelligente und vorausschauende Instandhaltung von Anlagen und Geräten ermöglicht werden.

Die Partner haben kürzlich den Grundstein für eine KI-gestützte, intelligente BARA-Steuerung gelegt: Zum Jahresbeginn 2021 wurde das neu entwickelte Informationssystem in den aktiven Betriebsmodus geschaltet. Es ermöglicht eine weitgehend automatisierte Erfassung und Bereitstellung von Informationen, die für den Betrieb und für die Erfüllung der Dokumentationspflichten benötigt werden. Die Daten werden mithilfe umfangreicher Sensorik und Analytik gesammelt – aktuell geht es um etwa 2.000 unterschiedliche Messgrößen.

Die hochkomplexen Verfahrensschritte bei der Abwasseraufbereitung lassen sich in der Folge leichter und exakter analysieren und vielfältig visualisieren. In der angelaufenen zweiten Phase des Pilotprojekts steht nun die Datenanalyse auf der IIoT-Plattform im Vordergrund, in deren Rahmen Kennzahlen definiert und vom System berechnet werden. Sukzessive werden zusätzliche Prozessdaten integriert, um z. B. neue Zusammenhänge zwischen den Stoffzuflüssen von Standortunternehmen und den ISW-Betriebsmitteleinsätzen entschlüsseln zu können. Im Laufe des Jahres wird das Projekt sukzessive in die dritte Phase übergehen, bei dem es in Richtung digitale Prozesssteuerung geht. Hierfür sollen selbstlernende KI-Algorithmen eingesetzt werden, um den Anlagenbetrieb weiter zu optimieren.

 

Starke Verbundkompetenzen

„Die InfraServ-Wiesbaden-Gruppe kann alle Anforderungen an ein effizientes und attraktives Standortmanagement aus einer Hand bedienen. Während andere Industrieparkbetreiber vor einigen Jahren dazu übergingen, zentrale Dienstleistungen an Fremdfirmen auszugliedern, verfolgten wir das Ziel, unsere Kernkompetenzen im Verbund zu erhalten und gezielt in sie zu investieren.“
 

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