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Ineos investiert europaweit über 2 Mrd. EUR in Projekte für grünen Wasserstoff

Tochtergesellschaft Inovyn plant Bau eines 100-MW-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff am Standort Köln

19.10.2021 - Ineos plant die bisher größte Investition in Elektrolyseprojekte zur Erzeugung grünen Wasserstoffs in Europa. Der Chemiekonzern ist über seine Tochtergesellschaft Inovyn bereits der größte Elektrolysebetreiber in Europa.

Die ersten im Rahmen der Investitionsoffensive geplanten Anlagen sollen innerhalb der nächsten 10 Jahre in Norwegen, Deutschland und Belgien gebaut werden, weitere sind in Großbritannien und in Frankreich geplant.

"Grüner Wasserstoff ist eine unserer besten Chancen, eine nachhaltigere und kohlenstoffärmere Welt zu schaffen. Europa schreit nach mehr Investitionen in grünen Wasserstoff, und die Ankündigung von Ineos zeigt unsere Entschlossenheit, eine führende Rolle zu spielen", so Ineos-Chairman Jim Ratcliffe.

Die erste Anlage wird im norwegischen Rafnes gebaut und einen 20-MW-Elektrolyseur umfassen, der sauberen Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser erzeugt und mit kohlenstofffreiem Strom betrieben wird. Nach Angaben von Ineos wird das Projekt die CO2-Emissionen des Standorts um schätzungsweise mindestens 22.000 t/a senken. Der Standort wird auch als Drehscheibe für die Bereitstellung von Wasserstoff für den norwegischen Verkehrssektor dienen.

In Deutschland wird das Unternehmen in Köln einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 100 MW bauen und damit weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Standorts unterstützen. Der Wasserstoff aus dieser Anlage wird für die Herstellung von grünem Ammoniak verwendet. 

Das Projekt wird sich auch mit der Entwicklung von E-Fuels durch Power-to-Methanol-Anwendungen in Köln im industriellen Maßstab zu entwickeln. Durch diesen Prozess soll die weitere Dekarbonisierung der chemischen Wertschöpfungsketten durch den Einsatz von Kohlenstoffabscheidung in Kombination mit grünem Wasserstoff vorangetrieben werden, um nachhaltiges Methanol und seine Derivate zu produzieren. Darüber hinaus wird der Wasserstoff für weitere Prozesse am Standort zur Verfügung gestellt, sowohl dem Chemieparkbetreiber Currenta - der auch wichtige Infrastruktur für das Projekt bereitstellen wird - als auch anderen Nutzern in der Region, um die lokale Nachhaltigkeitsagenda zu unterstützen. Das Projekt für grünen Wasserstoff zielt darauf ab, die direkten und indirekten Kohlenstoffemissionen um über 120.000 t/a zu reduzieren.

Axel Goehrt, Geschäftsführer von Ineos Köln, sagte: "Das Grüner-Wasserstoff-Projekt ist ein wichtiger Meilenstein, um den CO2-Fußabdruck am Standort Köln deutlich zu reduzieren und um unsere ehrgeizige Nachhaltigkeitsagenda in Richtung Netto-Null voranzutreiben." Das Projekt hat die erste Auswahlphase des IPCEI-Prozesses (Important Projects of Common European Interest von gemeinsamem europäischem Interesse) erfolgreich bestanden. Es ergänzt die wachsende Liste der Projekte, an denen Ineos beteiligt ist, um die Nachfrage nach grünem Wasserstoff als Ersatz für die bestehenden kohlenstoffbasierten Energiequellen, Rohstoffe und Kraftstoffe zu bedienen. Um diese Investitionen zu realisieren, so Ineos, seien staatliche Unterstützung und ein geeigneter regulatorischer Rahmen erforderlich.

Weitere Projekte werden derzeit in Belgien, Frankreich und Großbritannien entwickelt. Ineos erwartet die Bekanntgabe weiterer Partnerschaften mit führenden Organisationen, die an der Entwicklung neuer Wasserstoffanwendungen beteiligt sind.

Im vergangenen November hat Ineos ein Unternehmen gegründet, das Kapazitäten für grünen Wasserstoff in ganz Europa entwickeln und aufbauen soll. Darüber hinaus gab Ineos im Juli dieses Jahres bekannt, dass es im Rahmen des Börsengangs von HydrogenOne Capital Growth 25 Mio. Aktien kauft, was 10 % der angestrebten Mittelaufbringung von 250 Mio. GBP entspricht. Dieses Unternehmen - der erste in London börsennotierte Fonds, der sich auf sauberen Wasserstoff spezialisiert hat - wurde gegründet, um Investitionsmöglichkeiten für die Energiewende hin zu kohlenstofffreien Emissionen bis 2050 zu bieten. 

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