16.12.2011 • News

Lanxess kauft Petroflex

Lanxess kauft Petroflex

Lanxess erwirbt zum vorläufigen Preis von umgerechnet 198 Mio. € 70 % der brasilianischen Petroflex. Die börsennotierte Petroflex mit Sitz in Rio de Janeiro ist ein Hersteller von Synthese-Kautschuk. Der Chemiekonzern aus Leverkusen kauft unter anderem die Aktienpakete der bisherigen Großaktionäre Braskem und Unipar. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2008 erwartet. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

„Mit Petroflex ergänzen wir in idealer Weise unser Produktportfolio und verstärken uns in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der Welt“, sagte der Lanxess-Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann. „Wir bauen so unsere Position in Lateinamerika entscheidend aus.“ Die Übernahme soll aus Barmitteln sowie bereits vorhandenen Kreditlinien finanziert werden.

Petroflex wurde 1962 unter dem Dach der Petrobras gegründet. In den 70er Jahren erlangte Petroflex die Selbstständigkeit. 2006 erzielte Petroflex mit rund 1.300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 500 Mio. €. Der Konzern produziert an drei Standorten in Brasilien. 2007 wird die Jahresproduktion über 400.000 t liegen. Die Elastomer- Produktpalette reicht von Lösungs- bis zu Emulsionskautschuken und umfasst 70 Marken: Die Kautschuke werden eingesetzt zur Herstellung insbesondere von Reifen. Sie finden sich auch wieder in Schläuchen oder Kunststoffen. Die Produktion wird zu einem Drittel in mehr als 70 Länder exportiert.

In Lateinamerika sind beim Absatz von Kautschuk in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten zu erwarten. „Nach den uns vorliegenden Daten bauen die großen globalen Reifenkonzerne ihre Kapazitäten in Lateinamerika für rund 1 Mrd. US-$ aus“, sagte Heitmann weiter. Der aktuelle Verbrauch von Synthese-Kautschuk liegt dort derzeit noch deutlich unter dem der Industrieländer und auch unter dem Weltdurchschnitt.

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