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Neues aus dem VAA

Virtuelle Teams: Grenzen des Vertrauens?

17.04.2013 -

Virtuelle Teams sind schon heute für viele Führungskräfte berufliche Normalität. Doch was sind - jenseits von Fragen wie der Zeitverschiebung oder der richtigen Konferenztechnik - die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Führung derartiger Teams?
Dieser Frage ist das Führungskräfte Institut FKI gemeinsam mit der Unternehmensberatung Hay Group in einer Umfrage unter den Mitgliedern des FKI-Umfrage-Panels „Manager Monitor" nachgegangen. Das FKI ist eingegliedert in den Deutschen Führungskräfteverband ULA, dem politischen Dachverband des Chemie-Führungskräfteverbandes VAA.
Zu Beginn stand eine einfache Definition: Ein „virtuelles Team" ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Interaktionspartnern, die sich an unterschiedlichen Orts- und/oder Zeitzonen befinden und die für eine unbestimmte Dauer überwiegend durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien an der Erreichung eines gemeinsamen Zieles zusammenarbeiten.
300 der ca.1.000 Panelmitglieder nahmen an der Umfrage teil. Rund die Hälfte von ihnen ist in Großunternehmen mit mehr als 10.000 Arbeitnehmern beziehungsweise mit einem Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr tätig. Bei der Mehrzahl der Befragten (82 %) lag der Unternehmenssitz in Deutschland.
In 74 % der deutschen und 81 % der ausländischen Unternehmen werden virtuelle Teams eingesetzt. Zwei Drittel der Befragten sind damit vertraut. Auf einer Skala von 1 (sehr vertraut) bis 6 (nicht vertraut) ordnen sich 24 % in der obersten, 31 % in der zweiten und 13 % in der dritten Kategorie an.

Kritische Erfolgsfaktoren
Weitere Fragen zielten auf die Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams, und zwar in Bezug auf den Teamleiter, die Teammitglieder und das organisatorische Umfeld. Die Antworten konnten auf einer Skala 1 (sehr bedeutend) bis 6 (nicht bedeutend) bewertetet werden.
Der Teamleiter ist der bestimmende Schlüsselfaktor für den Erfolg eines virtuellen, Teams. Seine zentralen Aufgaben bestehen darin, zwischen den Teammitglieder Vertrauen aufzubauen und aufrechtzuerhalten (Durchschnittswert: 1,45), die Aufgaben und Rollen klar zu verteilen (1,96) und die Teammitglieder zu motivieren (2,01)
Wichtigster Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit zwischen Kollegen eines virtuellen Teams ist der offene Austausch von Wissen und Informationen (1,62).
Eine ausreichende Ausstattung mit einer Informations- und Kommunikationstechnologie (1,51) und Kenntnisse der Teammitglieder im Umgang damit (2,29) werden ebenfalls als sehr wichtig angesehen.
Hohe Wertungen erzielen ferner interkulturelle Kompetenzen, das heißt eine Offenheit der Teammitglieder gegenüber anderen Kulturen (1,83), ebenso die Internationalität des Unternehmens (2,53). Englischkenntnisse (1,77) sind für die Befragten offenbar zwingend notwendig, Kenntnisse über andere im Team vertretene Landessprachen werden hingegen als eher wenig wichtig angesehen (4,22).
Führungskräfte haben also klare Vorstellungen davon, welche Voraussetzungen für den Erfolg virtueller Teams gegeben sein müssen. Die gelebte Praxis ist offenbar schwerer. 93 % geben an, der „Aufbau von Vertrauen" sei in virtuellen Teams schwieriger als in traditionellen. Auch die übrigen zur Auswahl stehenden Führungsaufgaben werden bei virtuellen Teams mit deutlicher Mehrheit als schwieriger zu erfüllen angesehen.

Zufriedenheit ausbaufähig
Die Gesamtzufriedenheit mit der Arbeit in „virtuellen Teams" bewegt sich derzeit nur auf einem mittleren Niveau (Grafik). Auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden) konzentrieren sich die Antworten rund um den Durchschnittswert von 3,04.
Trotzdem scheinen sich die Befragten zu einer realistischen Haltung durchzuringen: 96 % gehen davon aus, dass die Bedeutung virtueller Teams in ihrem Berufsalltag wachsen wird. Pragmatismus vermitteln auch die Antworten zur Frage, welche Akzeptanz virtuelle Teams mittlerweile erreicht haben: Bei der eigenen Unternehmensleitung wird mit 2,21 der höchste Wert erzielt. Der Wert für die Akzeptanz in der Gruppe der Befragten selbst (Führungskräfte des eigenen Unternehmens) liegt mit 2,58 an zweiter Stelle, gefolgt von den übrigen Mitarbeitern des Unternehmens (2,98). Die größte Skepsis scheint hingegen bei externen Gruppen vorzuherrschen, nämlich bei Kunden (3,12) und Lieferanten (3,26).
Die komplette Auswertung finden Sie unter www.manager-monitor.de.

 

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