Forschung & Innovation

Smarte Laborhelfer aus dem 3D-Drucker

Better Basics Laborbedarf macht Labore sicherer und effizienter

14.07.2021 - Arbeitsfläche in Laboren ist seit jeher begrenzt und stellt Labormitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Durch den Platzmangel und die dadurch unweigerlich entstehende Unordnung am Arbeitsplatz sind Unfälle keine Seltenheit. Bis jetzt. Denn mit innovativen Produkten im Bereich Laborgrundausstattung will Better Basics Laborbedarf das ändern.

Arbeitsfläche in Laboren ist seit jeher begrenzt und stellt Labormitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Durch den Platzmangel und die dadurch unweigerlich entstehende Unordnung am Arbeitsplatz sind Unfälle keine Seltenheit. Bis jetzt. Denn mit innovativen Produkten im Bereich Laborgrundausstattung will Better Basics Laborbedarf das ändern. Geschäftsführer Mario Schneider erläutert CHEManager die Idee des Dresdner Start-ups, das er im Oktober 2019 gemeinsam mit Marcus Heinze und Sebastian Stein gründete.

CHEManager: Herr Schneider, was war die Motivation für die Gründung von Better Basics Laborbedarf?

Mario Schneider: Durch unsere eigene Forschungsarbeit am Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden kannten wir die Probleme von Labormitarbeitern aus erster Hand. Eine passende Lösung gab es auf dem Markt bis dato nicht. So haben wir gewissermaßen aus der Not eine Tugend gemacht und ein modulares Organisationssystem für Laborarbeitsplätze, das SmartRack, entwickelt. Es ist unsere Antwort auf Platzmangel und Unordnung im Labor. Ein Problemlöser, von dem alle Mitarbeiter in Laboren profitieren sollen.

Das SmartRack wird im 3D-Druckverfahren hergestellt. Was macht das Produkt außerdem besonders?

M. Schneider: Das SmartRack ist in vielerlei Hinsicht besonders. Zum einen lässt es sich durch den modularen Aufbau an verschiedenste Anwendungsfelder anpassen, denn die einzelnen Halterungsmodule, in welche Laborglasgeräte und Laborzubehör eingehängt werden, können beliebig angeordnet und flexibel ausgetauscht werden. Das SmartRack erfüllt die spezifischen Anforderungen von Anwendern, ganz gleich, ob es sich um ein Labor in der Chemie, Biologie, Biochemie, Pharmazie oder Medizin handelt. Darüber hinaus ist es die erste Systemlösung, die viele verschiedene Einzellösungen ersetzt und setzt somit völlig neue Maßstäbe in der Organisation von Laborarbeitsplätzen.

Welche Vorteile hat der Anwender im Labor dadurch bei der Arbeit?

M. Schneider: Das SmartRack organisiert den Laborarbeitsplatz und sorgt gleichzeitig für Ordnung und freie Fläche zum Arbeiten. So hilft unser Produkt, die Arbeitssicherheit zu verbessern, und Kosten, die durch Unfälle entstehen, zu vermeiden. Durch die einhändige Bedienbarkeit wird der Anwender außerdem dabei unterstützt, effizienter zu arbeiten.

 

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Welches Feedback haben Sie bis jetzt vom Markt erhalten?

M. Schneider: Das Feedback war bereits im Rahmen unserer Langzeitanwendertests sehr positiv. Die Testanwender wollten das SmartRack nach dem Test gar nicht wieder zurückgeben. Stattdessen wurden die Testphasen immer weiter verlängert, und als das marktreife Produkt fertig war, wurden die Prototypen ersetzt. Seitdem konnten wir einige namhafte Kunden aus der Industrie und Forschung gewinnen. Unsere Kunden sind begeistert von den flexiblen Einsatzmöglichkeiten und berichten uns beispielsweise, dass sie ihre Arbeitsprozesse mit dem SmartRack besser strukturieren können. Außerdem wird das System sehr gerne an Arbeitsplätzen eingesetzt, die von verschiedenen Labormitarbeitern genutzt werden. Das ist eine tolle Bestätigung für uns.

Woran arbeiten Sie aktuell und was sind Ihre nächsten Ziele?

M. Schneider: Nach dem erfolgreichen Markteintritt im vergangenen Jahr arbeiten wir an der Weiterentwicklung der Produkte und des Produktportfolios. Dank des erfolgreichen Abschlusses unserer ersten Finanzierungsrunde konnten die Produktionskapazitäten bereits erweitert werden. Außerdem stehen der Ausbau unseres Teams und der Vertriebsstrukturen sowie der Aufbau unserer Marke und die Steigerung der Markenbekanntheit im Fokus. Unser Ziel ist es, Better Basics Laborbedarf als Laborgerätehersteller für innovative Laborgrundausstattung in der DACH-Region zu etablieren. Parallel dazu erfolgt aber auch bereits die Expansion ins europä­ische Ausland. Dies ist ein essenzieller Teil unserer Wachstumsstrategie.

Was ist Ihre Vision?

M. Schneider: Mit unseren innovativen Produkten im Bereich Laborgrundausstattung wollen und können wir die tägliche Arbeit in Laboren leichter und sicherer machen. Unsere Vision ist es, das SmartRack sowie weitere Produktentwicklungen als Standardausstattung in Laboren zu etablieren. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.

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ZUR PERSON
Mario Schneider ist einer der drei Gründer von Better Basics Laborbedarf und CEO des Start-ups. Er studierte Business Administration an der WHU in Vallendar sowie International Management an der ESADE in Barcelona und der HEC in Paris. Im Anschluss arbeitete er in München für die international tätige Strategieberatung Oliver Wyman. Während dieser Zeit konnte er zahlreiche Industrien und Funktionsbereiche kennenlernen. Bereits vor der Gründung von Better Basics Laborbedarf konnte der heute 33-Jährige Erfahrung mit Start-ups sammeln, insbesondere im Berliner e-Commerce-Umfeld.

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Innovation PitchBUSINESS IDEA

Smarte Grundausstattung für Labore

Better Basics Laborbedarf entwickelt innovative Produktlösungen für die unterschiedlichsten Arbeiten im Labor, durch die sich anwenderspezifische Bedürfnisse bedienen lassen. Die Produkte des Start-ups helfen Anwendern in Laboren bei ihrer täglichen Arbeit, in dem sie das Arbeiten effizienter und sicherer machen.

Modulares Organisationssystem für Laborarbeitsplätze

Das Kernstück des Produktportfolios von Better Basics Laborbedarf bildet das SmartRack – ein modulares Organisationssystem für Laborzubehör und Laborglasgeräte. Das System kann mit vielgestaltigen Aufbewahrungsmodulen bestückt werden wie z.B. mit Halterungen für Spritzflaschen, Pipetten oder Rundkolben sowie mit Ablageboxen samt Einsatzfächern für z.B. Reagenzgläser, Mikroreaktionsgefäße oder Zen­trifugenröhrchen. 
Beim SmartRack wird die klassische Metallverarbeitung mit der 3D-Drucktechnologie, als innovativem Fertigungsverfahren, kombiniert. Es besteht aus einem stabilen und belastbaren Metallrahmen zur Fixierung mehrerer Nutschienen sowie darin einzeln mobil eingehängten Modulen. 

Da alle Module in Stückzahl und Position frei kombinierbar sind, kann das System an die jeweiligen Bedürfnisse bei der Arbeit im Labor individuell angepasst werden. So schafft es Ordnung und freie Arbeitsfläche, organisiert den Arbeitsplatz, verbessert die Arbeitssicherheit und steigert die Effizienz der Anwender. Komplexe Arbeitsprozesse werden durch das SmartRack optimiert und vereinfacht. Viele Arbeitsschritte können effizienter und sicherer ausgeführt werden, wie bspw. das Einwiegen bzw. Abmessen von Ausgangsstoffen, das Ab- und Umfüllen von Flüssigkeiten, das Pipettieren von Flüssigkeiten, die Probenvorbereitung oder die Aufbewahrung von Proben und (Zwischen-) Produkten. 

Außerdem lässt sich die Arbeitsfläche leichter reinigen und die Laufwege im Labor verringern sich, denn alle benötigten Proben und Geräte können direkt am Arbeitsplatz untergebracht werden.

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Elevator pitchELEVATOR PITCH

Labor trifft 3D-Druck

Better Basics Laborbedarf ist eine Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden. Die langjährige Arbeit in der Wissenschaft sowie ein umfassendes Know-how auf dem Gebiet der Kunststoffe und der 3D-Drucktechnologie sind die Basis für die innovativen Produkte des Start-ups – made in Germany. Das junge Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt smarte Grundausstattung für Labore. Die Produkte von Better Basics Laborbedarf finden u.a. in der Chemie, Biologie, Biochemie, Pharmazie und Medizin Anwendung. Gegründet wurde das Start-up im Oktober 2019 von Mario Schneider und den beiden promovierten Chemikern Marcus Heinze und Sebastian Stein.

Better Basics Laborbedarf hat kürzlich erfolgreich eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Neben dem Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) konnten das Unternehmen Lauda, einer der Weltmarktführer für exakte Temperierung, und drei Business-Angels von dem Konzept und der Vision des Start-ups überzeugt werden und investieren in das weitere Wachstum von Better Basics Laborbedarf.

Funding

  • 2018: Förderung durch EXIST Gründer­stipendium
  • 2019: Förderung durch SAB-Technologiegründerstipendium
  • 2020: Weitere Förderungen durch unterschiedliche Programme der SAB- INVEST-Zuschuss für Wagniskapital und Seed-Finanzierungsrunde 

Meilensteine

  • 2020
    Markteinführung des SmartRack im 3. Quartal 2020
    Erste Finanzierungsrunde im 4. Quartal 2020
     
  • 2021
    Umzug in neue Räumlichkeiten in Dresden im 1. Quartal 2021
    Verschiedene Schutzrechte, weitere Anmeldungen beantragt

Roadmap

  • Aufbau der Marke und Steigerung der Markenbekanntheit
  • Ausbau des Teams und der Vertriebsstrukturen
  • Etablierung in der DACH-Region und Expansion ins europäische Ausland

Kontakt

Better Basics Laborbedarf

Löbtauer Str. 69
01159 Dresden
Deutschland

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